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Möhren gehören zu den kalorienarmen Gemüsesorten. Sie sind besonders reich an Carotin – einer Vorstufe von Vitamin A und enthalten Vitamin C, verschiedene B-Vitamine sowie wertvolle Mineralstoffe. Die Wurzeln können auch als Kuchenzutat verwendet werden – so steht vielleicht mancherorts Ostern ein Möhren- oder Rüblikuchen auf dem Tisch.

Um zu kontrollieren, ob frische Möhren sensorisch einwandfrei sind und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln enthalten, wurden im März 2019 neun Proben aus konventionellem Anbau und eine Biomöhrenprobe in Verkaufseinrichtungen in M-V zur Untersuchung im LALLF entnommen. Acht Proben stammten aus Deutschland, eine Probe aus Dänemark und die Biomöhren aus den Niederlanden.

Sensorisch war eine Möhrenprobe nicht in Ordnung – sie erschien nicht frisch, eher vertrocknet, war untypisch verfärbt und wurde daher auch beanstandet.

Drei Proben – zwei aus Deutschland und die Biomöhren aus den Niederlanden – enthielten keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Die anderen sieben enthielten bis zu vier Wirkstoffe – aber alle unterhalb gesetzlich geregelten und erlaubten Höchstmengen. Am häufigsten sind Fungizide nachgewiesen worden.
Dieses Ergebnis passt sich in die langjährigen Erfahrungen aus dem Landesamt ein – in der Regel sind 60 bis 70 % der Proben konventionellen Gemüses rückstandspositiv. Auch die Anzahl unterschiedlicher Wirkstoffe ist als „durchschnittlich“ einzuordnen.

Verbraucher sollten beim Kauf von Möhren darauf achten, dass diese knackig frisch aussehen. Sollte das Gemüse einen schlechten Eindruck machen, ist eine Information des Händlers sinnvoll – Niemand muss unansehnliche Frischware kaufen.