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Laut aktueller Marktinformation Ost (MIO) für die neuen deutschen Bundesländer, bereitgestellt vom Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LALLF), verharren die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln, für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, stabil auf dem Niveau der Vorwoche. Derzeit besteht wenig Aussicht auf steigende Preise. Das Angebot an Speiseware aus der Region ist gut bedarfsdeckend. Der Lagerabbau erfolgt stetig und liegt saisongerecht im Zeitplan. Noch wird vorwiegend Ware aus konventioneller Kistenlagerhaltung abgepackt. Der Absatz von Packware im Lebensmitteleinzelhandel und im Discountbereich verläuft saisontypisch auf ruhigem Niveau. Die Schälkartoffelpreise bleiben ebenfalls unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche. Bedingt durch die Winterferienzeit ist der Schälkartoffelabsatz eingebrochen.

Heimische Speiseware aus konventioneller Kistenlagerung wird zügig abgebaut, die Knollen keimen zunehmend, berichtet das Landesamt M-V für das Land Brandenburg. Speisekartoffeln aus dem Kühllager präsentieren sich überwiegend in guter Qualität.
Packer berichten von Schwarzfleckigkeit der Knollen bei zugekaufter, meist überregionaler Ware. Da in der Vorwoche diverse Aktionsangebote im Handel präsentiert wurden, ist die Nachfrage in dieser Woche wieder deutlich zurückgegangen. Das betrifft insbesondere die
4 kg Gebindegrößen im Discountbereich, die durch Werbeangebote für 7,5 und 10 kg Gebinde preislich für die Kunden völlig unattraktiv sind. Wenig Verständnis seitens der Erzeuger und Packer finden ebenfalls aktuell im Handel laufende Werbeaktionen von 2,5 kg für 88 Cent. Das Preisniveau für Speisekartoffeln im Packbereich und für geschälte rohe und gedämpfte Knollen bleibt unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Der Anteil an schwierigen Kartoffelqualitäten, beobachtet im Bundesland Sachsen, überwiegend bedingt durch die ungünstigen Einlagerungsbedingungen, steigt an. Aussortierungen durch die zügig fortschreitende physiologische Alterung der Knollen nehmen zu. Noch ist ausreichend hochwertige Packware verfügbar. Die Nachfrage nach Packware in den Handelsketten präsentiert sich auf februartypischem ruhigem Niveau. Problematisch sind die immer wieder vom Lebensmitteleinzelhandel und von den Discountern inszenierten Werbeaktionen, welche zulasten der Frische der Kartoffeln gehen und für die Packer logistisch sehr aufwendig sind. Ein gleichmäßiger Warenabfluss wäre sinnvoller für alle Marktbeteiligten. Im Vergleich zur Vorwoche hat sich das Preisniveau am Speisekartoffelmarkt nicht verändert.

Für das Bundesland Sachsen-Anhalt, hier behaupteten sich die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln auf dem Niveau der Vorwochen. Durchgreifende flächendeckende Preiserhöhungen sind nicht in Sicht. Für qualitativ hochwertige Kühlhausware werden vereinzelt Aufschläge von 1 EUR/dt gewährt. Absatzseitig fehlt es an neuen Impulsen. Die Nachfrage im Inland verläuft saisontypisch ruhig. Am Exportmarkt herrscht überwiegend Flaute, nur kleine Mengen werden gehandelt. Am Schälkartoffelmarkt bleiben die Preise ebenfalls unverändert. Für den Monat März werden Preiserhöhungen für Schälkartoffeln angedeutet.

Am Speisekartoffelmarkt von Thüringen haben sich im Vergleich zur Vorwoche keine Veränderungen ergeben. Die Erzeugerpreise verharren stabil auf dem Niveau der vergangenen Woche. Für die Abpackung wird Speiseware sowohl aus der konventionellen Kistenlagerung als auch aus dem Kühlhaus genutzt. Die Kartoffelqualitäten sind überwiegend gut. Preisaufschläge für die Kühlhausware werden derzeit nicht gewährt.
Im Premiumbereich wird zum Teil Speiseware aus Frankreich angeboten. Die Nachfrage seitens der Endkonsumenten wird als ruhig beschrieben. Die Schälkartoffelpreise bleiben stabil.

Die Kartoffelpreise 08. KW 2020 sowie die aktuelle Preisentwicklung entnehmen Sie bitte aus den Tabellen, zu finden auf der Internetseite Marktinformation Ost, LALLF M-V