Blick zum Kanzleramt in Berlin. Foto: Sebastian Hofmann (pb)

Achtung, gemüsige Walking Acts unterwegs! Am 24. August 2019 geht das Lieblingsgemüse der Deutschen auf die Straße. Tomate, Gurke, Champignon, Karotte und Paprika demonstrieren an den verschiedensten Stellen in der Hauptstadt für ihre heimischen Qualitäten.

  • Start der Veggie-Demo gegen 10:00 Uhr am Berliner Hauptbahnhof / Kanzleramt
  • Zwischenstopp beim „Veganen Volksfest“ am Alexanderplatz
  • Abschlussbesuch gegen 15:00 Uhr beim „Zug der Liebe“ am Straußberger Platz
  • Alle Etappen werden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt
  • Initiator der Aktion ist die Kampagne „Deutschland – Mein Garten.“ der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e.V. (BVEO)

Berlin, 22. August 2019. Regional, saisonal, optimal: Am Samstag, 24. August 2019, geht das heimische Gemüse auf die Straße. In Übergröße und mit einem liebenswerten Augenzwinkern, will es den Verbrauchern seine Qualitäten nahebringen. Dass es davon eine ganze Menge hat, liegt auf der Hand. Denn was ganz in der Nähe angebaut wird, braucht keine langen Transportwege und hat eine bessere Klimabilanz. Was kurze Transportwege hat, kann reifer geerntet werden und ist schmackhafter. Und was hierzulande angebaut wird, schafft Arbeitsplätze und stärkt die Wirtschaft im ländlichen Raum. Ein Fair Trade Label wird dabei nicht einmal benötigt. Denn für alle Saisonarbeiter gelten hier die gleichen, gesetzlich vorgeschriebenen Bedingungen, wie Versicherungspflicht, Wochenarbeitszeit und Mindestlohn.

Die Gemüse-Regionen
Auch der Gemüseanbau selbst unterliegt in Deutschland strengen Vorschriften und Richtlinien. Das gilt gleichermaßen für den Öko-Anbau, den konventionellen und den kontrolliert integrierten Anbau. Selbst für die Behandlung der Erzeugnisse nach der Ernte. Die Anbaugebiete sind dabei breit gestreut. Viele Gemüsearten werden in ganz Deutschland angebaut. Dennoch gibt es so etwas wie Schwerpunkt-Regionen. Bei Salatgurken – 61.000 Tonnen, der im vergangenen Jahr verbrauchten 425.000 Tonnen, wurden in Deutschland erzeugt* – liegt beispielsweise der Norden, vor allem die Gegend um Papenburg, vorne. Gefolgt vom Westen und der Mitte Deutschlands, dem Süden und dem Osten. Bei den Tomaten liegen dagegen Süd-, West- und Mitteldeutschland klar vorne. Sie bilden die Speerspitze der Tomatenproduktion und haben maßgeblich dazu beigetragen den Appetit der Verbraucher – 103.000 Tonnen, der verbrauchten 690.000 Tonnen stammten aus heimischem Anbau* – zu stillen.

Gemüse-Ranking (Pro-Kopf-Verbrauch 2018)*

1.  Tomaten (27,5 kg)
2.  Möhren/Karotten (10,6 kg)
3.  Zwiebeln (8,7 kg)
4.  Gurken (6,5 kg)
5.  Weiß- / Rotkohl (5,3 kg)
(*Quelle: AMI; BLE; BMEL)

Die Veggie-Demo
Tomate, Gurke, Champignon, Karotte und Paprika ziehen zwischen 10:00 Uhr und 15:00 Uhr – mit augenzwinkernden Botschaften, wie „Lass mich dein Smoothie sein“ oder „Lass mich deine Energiewende sein“ – durch die Berliner Innenstadt. Dabei feiern die gemüsigen Walking Acts gleichermaßen mit Berlinern und Berlin-Besuchern, laden zum Kuscheln und Fotografieren ein oder einfach zum Konsum von mehr heimischem Gemüse.