Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 46 / 18 vom 21.11.2018 für den Zeitraum 12.11. – 16.11.2018



(Auszug)

Gemüsepaprika

BLE_4c_de1Die Präsenz der niederländischen Zufuhren verminderte sich. Demgegenüber gewannen die spanischen Anlieferungen an Bedeutung. Eine Versorgungslücke war nicht zu erkennen. In Frankfurt trafen viele Klasse-II-Offerten aus den Benelux-Ländern ein, was sich postwendend negativ auf die Notierungen niederschlug. In Hamburg verzeichnete man ebenfalls sinkende Bewertungen, da hier Werbeaktionen des LEH die Vermarktung am Platz beeinträchtigten. In Berlin veränderten sich die Preise nicht wesentlich, da sich Angebot und Nachfrage hinreichend die Waage hielten. In München konnten die Vertreiber ihre Aufrufe vereinzelt und in Köln die für die niederländischen Chargen anheben, da sich die Unterbringungsmöglichkeiten verbessert hatten. Rote und gelbe Produkte waren dabei am teuersten. Auch für die türkischen Importe mussten die Kunden punktuell tiefer in die Tasche greifen. In Frankfurt konnten die Verkäufer ihre Forderungen für sehr einheitlich aufgemachte und ausgefärbte spanische Erzeugnisse in der Größe GG ein wenig erhöhen. Marokko und Belgien ergänzten mit geringen Mengen die Warenpalette.

Äpfel
Das Inland dominierte wie zuvor mit Elstar, Jonagold und Boskoop. Aus Frankreich und Italien stammten meist Clubsorten. Die Niederlande sendeten unter anderem günstige Elstar und Boskoop.

Birnen
Italienische Anlieferungen prägten die Szenerie. Der Handel gestaltete sich unisono unaufgeregt. Überzeugte die Qualität der Offerten, konnten die Vertreiber durchaus an ihren Forderungen der 45. KW festhalten.

Tafeltrauben
Es kam Bewegung ins Geschehen, denn die Abladungen aus Peru und Brasilien weiteten sich enorm aus: Da traf es sich gut, dass sich die Verfügbarkeit der europäischen Artikel rückläufig entwickelte.

Orangen
Spanische Navelina bildeten die Basis des Sortimentes und bauten ihre Präsenz merklich aus. Aus Europa stammten außerdem italienische Navel und Navelina sowie griechische Valencia Late. Letztere wurden als Saftware umgeschlagen, doch trotz niedriger Preise interessierten sie kaum.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Spanien dominierte das Geschehen, welches Italien bei den Clementinen und die Türkei bei den Satsumas ergänzte. Die Qualität der spanischen Artikel sprach in der Regel an, was deren Abwicklung antrieb.

Zitronen
Spanische Primofiori prägten die Geschäfte, türkische Enterdonato rundeten sie ab. Das Interesse befriedigte einerseits örtlich nicht durchgängig, sodass sich Bestände bildeten, andererseits sorgte das herbstliche Wetter für eine Beschleunigung des Umschlags.

Bananen
Der Handel verlief für gewöhnlich ohne große Höhepunkte in ruhigen Bahnen. Die Bereitstellung hatte man in der Regel genügend darauf abgestimmt. Die Bewertungen zeigten daher zur Vorwoche meistens keine Veränderungen.

Blumenkohl
Deutschland bestimmte das Geschehen mit deutlichen Vorsprung vor den Niederlanden und Belgien. Die herbstliche Witterung verbesserte die Unterbringungsmöglichkeiten örtlich, sodass sich die Abwicklung flott gestaltete.

Salat
Eissalat stammte fast ausschließlich aus Spanien, im Wochenverlauf endete die niederländische und deutsche Saison. Auch die Kampagne von inländischem und belgischem Kopfsalat aus dem Freiland bog auf ihre Zielgerade ein und bei einer freundlichen Nachfrage zogen die Preise an.

Gurken
Die Bedeutung der dominierenden spanischen und griechischen Anlieferungen wuchs bei den Schlangengurken an. Demgegenüber begrenzten sich die belgischen und niederländischen Zuströme. Deutschland hatte sich ganz aus dem Geschäft verabschiedet.

Tomaten
Das Sortiment setzte sich hauptsächlich aus spanischen, belgischen und niederländischen Chargen zusammen. Günstige Abladungen aus Marokko und Polen komplettierten ebenso wie französische, italienische und deutsche Partien.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Bei Goldkiwis, Sungold, erfolgte ab Mittwoch die Umstellung von Neuseeland auf Italien. Die neue Ernte von Grapefruits aus Florida startete am Dienstag mit kleinfallenden Erzeugnissen in 56er-Kolli zu 36,- €. Die Vermarktung von Erdbeeren ebbte ab, so mussten niederländische Klasse-II-Partien schon zu 1,60 € je 500 g verkauft werden. Standardofferten kosteten zwischen 3,50 und 4,20 € je 500-g-Schale. Himbeeren wurden nur in exklusiver Qualität nachgefragt, weshalb marokkanische Früchte begehrt waren. Neben dem belgischen und niederländischen Rosenkohl gab es nun auch wieder Flower Sprouts in 2-kg-Kartons zu 17,- €. Erste ägyptische Lauchzwiebeln wurden zu 4,- bis 5,- € je 14er-Karton rasch untergebracht. Zucchini waren knapp und mit bis zu 15,- € je 5-kg-Gebinde sehr teuer. Rumänische Steinpilze ließen sich trotz des späten Saisonzeitpunktes zu 35,- bis 40,- € je kg schnell platzieren. Pfifferlinge verloren wegen ihrer schwächeren Güte an Beachtung. Deutscher Dill stand bloß noch als Bundware bereit. Aus Italien und Marokko kamen in einem dosierten Maße lose 3-kg-Aufmachungen.

Hamburg

Litschis aus Südafrika debütierten zu 19,- € je 2-kg-Kollo. Hohe Aufrufe seitens der Vertreiber hemmten das Interesse an ansprechend aussehenden und wohlschmeckenden brasilianischen Mangos. Für Buschbohnen mussten Vergünstigungen gewährt werden. Hervorragender Ingwer aus Brasilien kostete 20,- € je 13-kg-Karton.

Köln

Grapefruits aus den USA komplettierten das bisher überwiegend israelische Angebot. Neben der etablierten glatten Petersilie aus Italien wurde inzwischen auch die krause Variante ins Sortiment aufgenommen. Preislich gab es kaum Unterschiede. Ebenfalls aus Italien kam Fenchel, welcher hinsichtlich der Mengen und Notierungen hinter dem inländischen Pendent lag. Am Schluss der Woche wurde der dominierende einheimische Brokkoli mit erstem spanischem ergänzt.

München

Südafrika war mit Aprikosen, Pfirsichen und Nektarinen vertreten. Erste argentinische Süßkirschen und französische Kiwis trafen ein. Bei Beerenobst beschränkte sich die Warenpalette mittlerweile auf spanische und portugiesische Himbeeren, wenige niederländische Brombeeren und rote Johannisbeeren sowie auf peruanische und argentinische Kulturheidelbeeren. Belgien lieferte Erdbeeren aus Glashäusern in spärlichem Umfang; für inländische Produkte war die Saison beendet und Italien befand sich noch nicht im erhofften Maße in den Startlöchern. Für belgischen Chicorée setzte sich der aufwärtsgerichtete Preistrend fort. Die Verfügbarkeit von italienischem Radicchio weitete sich aus. Die Notierungen von Zucchini blieben auf hohem Niveau. Die Präsenz von Spinat, Kohlrabi und Radieschen aus Italien verstärkte sich.

Berlin

Erste Pfirsiche aus Südafrika ließen sich zwar am Freitag blicken, entwickelten sich aber zu den angestrebten 17,- € je 2,5-kg-Karton zu regelrechten Ladenhütern. Papayas aus Brasilien zeigten eine uneinheitliche Qualität; speziell die per Flugzeug ankommenden Früchte hielten den Erwartungen nicht immer Stand und so konnten die geforderten 6,- € je Stück kaum realisiert werden. Überschaubar angebotener weißer Spargel aus Peru begeisterte mit seinem Aussehen und wurde zu 1,50 € je 500-g Bund platziert. Die Situation bei Stangenbohnen entspannte sich merklich. Diese stammten ausschließlich aus Marokko. Sie überzeugten inzwischen wieder hinsichtlich ihrer Güte und wurden trotz Verteuerungen flott umgeschlagen.

Speisekartoffelmarkt KW 46/ 2018

Das Sortiment inländischer Lagerware hatte sich nicht viel verändert. Das Angebot blieb überschaubar. Die Produktpalette wurde durch Concordia erweitert. Verschiedentlich verliefen die Geschäfte in recht ruhigen Bahnen. Da die Bereitstellung aber nicht zu massiv ausfiel, bewegten sich die Bewertungen oftmals auf dem Niveau der Vorwoche. Häufiger konnten die Vertreiber jedoch durchaus zufrieden mit den Absatzzahlen sein. Das etwas belebte Interesse machte hier und da leichte Verteuerungen möglich: Entweder konnte die gesamte Preisspanne oder zumindest deren untere Grenze ein wenig angehoben werden. Auch bei den großfallenden Kalibern, die fortwährend in zu knappem Umfang eintrafen, konnten die Händler ihre Forderungen manchmal erhöhen. Dabei ließen sich Aufschläge von bis zu maximal 1,- € je 25-kg-Sack erzielen. Aufgrund der guten Qualitäten, der nicht drängenden Erntemengen und der vermehrt doch eher angeregten Nachfrage schaut man generell zusehends zuversichtlicher der kalten Jahreszeit entgegen.

Anhang (externer Link)

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn