Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 43 / 18 vom 31.10.2018 für den Zeitraum 22.10. – 26.10.2018



(Auszug)

Tafeltrauben

BLE_4c_de1Die italienischen Anlieferungen intensivierten sich nochmals, vor allem die von Italia und Michele Palieri. Italien war zudem mit zahlreichen weiteren Varietäten am Geschäft beteiligt, beispielsweise mit Regal Seedless, Red Globe und Sugraone. Aus Griechenland und der Türkei stammten Thompson Seedless und Crimson Seedless. Ergänzende französische Alphonse Lavallée waren mancherorts zu hochpreisig und generierten so nur wenig Beachtung. Spanische Crimson Seedless rundeten die Warenpalette ab. Meist harmonierten Verfügbarkeit und Interesse, sodass die Notierungen auf einem stabilen Niveau verharrten. Ab und an mussten die Kunden auch tiefer in die Tasche greifen, so etwa in Hamburg, wo sich türkische Sultana mengeninduziert verteuerten. Doch auch Vergünstigungen waren zu erkennen, insbesondere in Berlin, wo sich die Nachfrage infolge der Ferien vermindert hatte. Die brasilianischen Importe verstärkten sich: Neben den bereits etablierten Thompson Seedless trafen inzwischen auch Festival ein.

Äpfel
Deutschland dominierte mit weitem Abstand das Geschehen: Neben Elstar, Jonagold und Boskoop gab es vorrangig Braeburn und Pinova. Die Qualität überzeugte nicht durchgängig: Unter anderem beeinträchtigten konditionelle Mängel oder ein zu trockenes Fruchtfleisch die Abwicklung. Die italienischen und französischen Offerten sprachen hingegen durchgehend an und fanden infolge ihrer exklusiven Güte ausreichend Unterbringungsmöglichkeiten. Niederländische Boskoop und Elstar rundeten das Angebot ab. Das Interesse hatte sich merklich abgekühlt; Ferien und schlechtes Wetter wirkten sich auf den Umschlag aus. Der Bedarf wurde ohne Mühen gedeckt, hätte aber durchaus größer sein können. Die Bewertungen der einheimischen Partien tendierten in der Regel abwärts; mit den reduzierten Aufrufen versuchten die Vertreiber, keine Bestände aufkommen zu lassen. Die Preise der anderen europäischen Chargen blieben meist konstant.

Birnen
Wie zu diesem Saisonzeitpunkt gewohnt herrschten italienische Williams Christ, Abate Fetel und Santa Maria vor. Einheimische Alexander Lucas, Conference und Boscs Flaschenbirne spielten eine größere, niederländische Gute Luise eine etwas kleinere Rolle. Türkische Santa Maria verloren an Bedeutung. Belgien und Spanien ergänzten mit geringen Mengen die Szenerie. Die Nachfrage war nicht besonders stark ausgeprägt und konnte mit Leichtigkeit befriedigt werden. Punktuell verbesserten sich zum Wochenende hin die Unterbringungsmöglichkeiten. Dennoch tendierten die Notierungen eher nach unten als nach oben. Eine Lagerleerung gelang dennoch nicht durchgehend.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Clementinen und Satsumas aus Spanien sowie Mandarinen aus Südafrika und der Türkei suchten Käufer. Zwar hatte sich das Interesse gesteigert, allerdings wuchs auch die Bereitstellung massiv an. Die Abladungen waren schlichtweg zu üppig, um für eine glatte Räumung zu sorgen. Die Bewertungen bröckelten vielerorts ab. Mitunter waren die Artikel zu klein oder sie überzeugten mit ihren organoleptischen Eigenschaften nicht, sodass qualitativ ansprechende Produkte nur begrenzt verfügbar waren. Das herbstliche Wetter schob die Vermarktung zwar ein Stückchen an, dies reichte jedoch nicht, um eine Lagerleerung zu erreichen. Lediglich in Köln zogen die Notierungen der spanischen Clementinen zum Wochenende hin etwas an, während sich die Mandarinen dort verbilligten.

Zitronen
Spanien dominierte vor der Türkei. Die Präsenz der Chargen aus Argentinien, Uruguay und Südafrika schrumpfte augenscheinlich; die Offerten litten immer häufiger unter konditionellen Schwierigkeiten und generierten so kaum noch Beachtung. Griechenland gewann ein wenig an Wichtigkeit, spielte aber nur in Frankfurt und Berlin eine Rolle. Das herbstliche Wetter verbesserte die Unterbringungsmöglichkeiten und die Bewertungen zogen ab und an aufwärts. Bloß in Frankfurt kam es zu leichten Vergünstigungen.

Bananen
Die Nachfrage schränkte sich ein. Trotz einer daran angepassten Bereitstellung konnten Vergünstigungen nicht durchgehend vermieden werden. Meist waren die Zweit- und Drittmarken von den Verbilligungen betroffen, punktuell auch die Erstmarke. Allein in München kam es zu Verteuerungen, da sich hier die Unterbringungsmöglichkeiten infolge des herbstlichen Wetters merklich verbessert hatten. In Köln verharrten die Notierungen auf ihrem bisherigen Niveau. In Hamburg sorgte die fortgeschrittene Reife der Offerten für fallende Bewertungen.

Blumenkohl
Die Märkte waren mit den einheimischen Zufuhren gut versorgt. Die Niederlande, Belgien und Frankreich ergänzten in einem geringen Umfang das Geschehen. Das Interesse hatte sich mancherorts gesteigert und konnte dennoch ohne Probleme gestillt werden. Die Qualität überzeugte in der Regel, die Offerten sprachen hinsichtlich Größe und Festigkeit durchgehend an. Die Vertreiber senkten ab und an ihre Aufrufe, um die Abwicklung zu beschleunigen, was ihnen punktuell auch gelang. In Hamburg hoben die Verkäufer daraufhin ihre Forderungen ab Mittwoch wieder an

Salat
Die Saison von einheimischen Eissalat bog auf ihre Zielgerade ein; in Köln endete sie bereits am Dienstag. Die Niederlande und Spanien ergänzten, wobei sich vor allem die spanischen Chargen kräftig verstärkten. Dies hatte Auswirkungen auf die Notierungen, die mehrheitlich absanken. Inländischer und belgischer Kopfsalat konnte den Bedarf ausreichend decken; die Verfügbarkeit wuchs ein wenig an. Bei konstant verlaufenden Geschäften festigten sich mancherorts die Notierungen, meist verharrten sie aber auf bisherigem Niveau. In Frankfurt tauchte Roter Feldsalat auf, der zu 0,67 € je kg flott platziert wurde. Zu den deutschen Bunten Salaten gesellten sich inzwischen verstärkt auch italienische, die auf einen freundlichen Zuspruch stießen. Infolge der ausgedehnten Anlieferungen bröckelten die Preise in Hamburg und Köln im Wochenverlauf ab. Endivien aus Deutschland wurden in München intensiver beachtet, in Köln sanken die Bewertungen. In Hamburg gab es erste italienische Partien, die 8,- € je 8 Stück kosteten. Feldsalat stieß in Frankfurt bei herbstlichem Wetter auf eine bessere Beachtung.

Gurken
Spanische Offerten bauten ihre Präsenz augenscheinlich aus und dominierten inzwischen mit großem Abstand. Bei den spanischen Artikeln öffnete sich die Preisschere, da erste Zufuhren von den Kanaren kamen. Die Niederlande und Belgien folgten, Deutschland ergänzte nur noch. Die einheimischen Produkte konnten hinsichtlich ihrer Ausfärbung in Berlin nicht immer überzeugen. Erste griechische Abladungen trafen ein: Die günstigen Chargen sorgten oftmals für Verbilligungen bei den etablierten Herkunftsländern. Die Nachfrage hatte sich punktuell gesteigert, konnte aber ohne Mühen gedeckt werden. In Hamburg kam es zu mengeninduzierten Verteuerungen des gesamten Sortimentes. Generell tendierten die Bewertungen infolge der verstärkten spanischen Zuflüsse häufig abwärts. Minigurken aus den Niederlanden und Deutschland wurden freundlich aufgenommen. Türkische Importe ließen bezüglich ihrer Güte mancherorts Wünsche offen, sodass sie keine ernsthafte Konkurrenz darstellten.

Tomaten
Es waren viele verschiedene Lieferländer am Geschehen beteiligt, vorrangig die Niederlande, Belgien und Spanien. Zufuhren aus der Marokko und Italien folgten. Anlieferungen aus der Türkei und Deutschland komplettierten das Angebot. Die Versorgung weitete sich aus, vor allem die marokkanischen Importe erhöhten ihre Präsenz. Alle Märkte berichteten durchgehend von fallenden Preisen, hervorgerufen durch eine zu schwache Nachfrage in Verbindung mit einer verstärkten Bereitstellung. Punktuell verbesserten sich infolge der gesenkten Forderungen die anschließenden Unterbringungsmöglichkeiten, was sich jedoch nicht mehr auf die Bewertungen niederschlug. Einzig Kirschtomaten konnten sich an einigen Märkten gegen die Vergünstigungen wehren.

Gemüsepaprika
Spanien und die Niederlande dominierten vor der Türkei und Belgien die Szenerie. Erste ungarische gelbe und rote Offerten trafen in Frankfurt ein. Polen ergänzte ebenso wie Deutschland die Vermarktung. Die Verfügbarkeit wuchs an und genügte, um den Bedarf zu decken. Die Händler waren infolge eines verringerten Interesse oftmals gezwungen, ihre bisherigen Aufrufe zu senken. Konditionelle Probleme sorgten mancherorts zudem für fallende Bewertungen. Lediglich in München verteuerten sich die niederländischen und spanischen Offerten.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Erste italienische und spanische Blondorangen in 10-kg-Kisten gesellten sich zu den immer noch dominierenden südafrikanischen Offerten. Das Interesse an Himbeeren verringerte sich, trotzdem versuchte Portugal mit umfangreichen aber billigen Artikeln Fuß zu fassen. Marokko startete am Mittwoch mit ersten grünen Zucchini in die diesjährige Kampagne. Das Inland stellte nur noch spärliche Mengen. Der Verkauf von Butternut, Hokkaidokürbissen und Muscatkürbissen ließ sich gut an. Bei den Halloweenkürbissen fehlt weiter der Schwung. Die Geschäfte mit Maronen beschleunigten sich. Als Besonderheit erreichten schwedische gelbstielige Trompetenpfifferlinge in 3-kg-Kisten zu 15,- € je kg den Platz. Steinpilze waren reichlicher verfügbar und mit 28,- bis 33,- € je kg spürbar günstiger als zuvor. Maronenpilze, Totentrompete und omnipräsente Pfifferlinge rundeten den Handel ab.

Hamburg

Während massive kleinfallende Orangen aus Übersee nur mittels Vergünstigungen flüssiger verkauft wurden, blieben Blondorangen knapp. Mit dem Erntedebüt in Spanien wird wegen der ergiebigen Regenfälle erst zum Ende der 44. KW gerechnet. Die Preise von Kakis und Granatäpfeln aus dem Mittelmeerraum sanken ab. Dünne ägyptische Stangenbohnen begannen ihre Kampagne zu 11,- € je 4-kg-Verpackung. Zucchini aus Italien verschärften den Wettbewerb für inländische und spanische Offerten. In Kürze sollen türkische Importe eintreffen.

Köln

Bei Orangen stieg die Nachfrage an und auch die Qualität der Offerten überzeugte. Neu im Programm waren im Laufe der Woche Delta Seedless aus Südafrika. Das gesamte Beerensortiment tat sich in der abgelaufenen Woche recht schwer: Erdbeeren waren kaum mehr unterzubringen, Brombeeren recht teuer, Johannisbeeren und Heidelbeeren ließen sich kaum verkaufen. In ersten Kleinstmengen tauchte einheimischer Grünkohl auf. Die Kampagne von einheimischen Bohnen und Zucchini ist vorbei, aber andere Erzeugerländer stehen schon parat. Aus Italien stammten Mangold und Radicchio, sowie Dill und Petersilie.

München

Nachdem südafrikanische Orangen vermehrt in Spanien umgepackt wurden, traten nach Wochenbeginn erste Navelina von der iberischen Halbinsel in Erscheinung. Bei Kulturheidelbeeren und Himbeeren waren nach Saisonende mitteleuropäischer Partien mittlerweile verstärkt spanische, portugiesische sowie argentinische und peruanische Artikel vertreten. Kakis aus Spanien und Italien standen knapp über Bedarf zur Verfügung, trotz einer verbesserten Nachfrage konnten sie nicht geräumt werden. Auberginen wurden mit annähernd gleichbleibenden Preisen vermarktet. Zucchini verteuerten sich nochmals deutlich. Die Notierungen von Buschbohnen und Stangenbohnen zogen angebotsbedingt an. Die Abladungen von Brokkoli aus Spanien verstärkten sich. Inländischer Kohlrabi notierte stabil. Das Angebot an Steinpilzen und Pfifferlingen begrenzte sich und die Forderungen wurden von den Vertreibern angehoben.

Berlin

Die Menge an Rosenkohl aus den Niederlanden nahmen im Wochenverlauf zu und ließ die Forderungen der Vorwoche absinken. Stangenbohnen aus Marokko waren weiterhin nur bei wenigen Händlern verfügbar und waren teurer als die einheimischen Erzeugnisse. Weißer Spargel aus Peru stieß auf merklich weniger Beachtung, daher fielen die Notierungen auf nur noch 1,50 € je 500-g-Bund. Pfifferlinge waren nur noch in spärlichen Mengen anzutreffen. Knappe Steinpilze aus Osteuropa konnten zu 32,- bis 47,- € je kg problemlos platziert werden.

Speisekartoffelmarkt KW 43/ 2018

Die einheimischen Partien bestimmten dabei das Geschehen, sie wurden unterstützt von wenigen niederländischen und französischen Offerten. Punktuell weitete sich das Angebot etwas aus, im Gegenzug dazu verschwanden aber auch Sorten aus der Warenpalette. So gab es in Frankfurt keine Melody mehr zu kaufen. Der Handel verlief in den gewohnten Bahnen. Die Verfügbarkeit stimmte mit den Unterbringungsmöglichkeiten überein und die Qualität der Produkte überzeugte weiterhin. Demzufolge sahen die Verkäufer selten Anlass, ihre bisherigen Forderungen zu verändern. Nur an manchen Plätzen waren großfallende Artikel knapp, sodass für diese die Notierungen anstiegen.

Anhang (externer Link)

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Deichmanns Aue 29
53179 Bonn