Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 42 / 18 vom 24.10.2018 für den Zeitraum 15.10. – 19.10.2018



(Auszug)

Blumenkohl

BLE_4c_de1Deutsche Abladungen dominierten augenscheinlich das Geschehen. Belgische und französische Anlieferungen ergänzten es, niederländische rundeten es ab. Die angebotenen Qualitäten überzeugten ausnahmslos. Trotzdem tendierten die Notierungen oftmals abwärts: zum einen aufgrund verminderter Einstandsforderungen, zum anderen wegen eines zu schwachen Interesses. So bröckelten die Bewertungen auf ca. 5,- bis 7,- € je 6er-Abpackung ab. Die Vergünstigungen erfolgten entweder einmalig am Montag oder sukzessive im Verlaufe der Woche. Sie beschleunigten immerhin die anschließende Unterbringung. Preisliche Unterschiede zwischen den Herkunftsländern waren letztlich kaum noch auszumachen. In Frankfurt tauchten auch lila- und orangefarbige belgische Offerten auf, für die man maximal 9,50 € je 6 Stück bezahlen sollte.

Äpfel
Das Sortiment wurde vom Inland geprägt und wuchs an. Die üppige Versorgung überragte die Nachfrage, welche sich mancherorts eingeschränkt hatte. Um Überhänge zu vermeiden, mussten die Vertreiber häufig ihre Aufrufe reduzieren.

Birnen
Italien herrschte mit Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ vor. Erst ab Donnerstag intensivierte sich verschiedentlich das Interesse. Überzeugte die Qualität, konnten die bisherigen Forderungen bestätigt werden.

Tafeltrauben
Italien dominierte mit Michele Palieri, Italia und Crimson Seedless. Insgesamt gestaltete sich die Vermarktung unspektakulär. Örtlich beschleunigte sich ab Mittwoch die Abwicklung und so konnten die Vertreiber ihre Forderungen ein wenig anheben.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Bei Mandarinen herrschte Südafrika vor. Die Präsenz türkischer und peruanischer Artikel wuchs an. Erste Anlieferungen aus Uruguay ergänzten das Geschehen, an dem sich außerdem noch Italien und Brasilien beteiligten.

Zitronen
Spanische Abladungen überwogen vor türkischen. Die Verfügbarkeit dehnte sich aus. Da sich das Interesse indes nicht wesentlich veränderte, baute sich ein gewisser Abgabedruck auf.

Bananen
Der Verkauf verlief für gewöhnlich in ruhigen Bahnen. Kontinuierliche Vertriebsmöglichkeiten sicherten aber in der Regel relativ konstante Bewertungen, die bloß selten graduelle Schwankungen aufwiesen.

Salat
Eissalat stammte hauptsächlich aus Deutschland. Die Niederlande und Spanien gewannen an Bedeutung. Bei einer ereignisarmen Vermarktung zeigten die Notierungen einer eher nach unten gerichteten Trend, da sich das Interesse begrenzt hatte und die Güte ab und zu nicht überzeugte.

Gurken
Mittlerweile prägten die spanischen Abladungen das Angebot, welches die Niederlande und Belgien fast gleichrangig ergänzten. Die Präsenz der inländischen Artikel schmolz augenscheinlich.

Tomaten
Die Notierungen aller Herkünfte tendierten abwärts. Zum einen passierte dies wegen der ausgedehnten Importe aus Marokko, zum anderen wegen eines begrenzten Interesses. Und auch eine schlechtere Güte spielte eine Rolle.

Gemüsepaprika
Die Verfügbarkeit der niederländischen und spanischen Abladungen wuchs an. Die Nachfrage befriedigte zwar, konnte mit den umfangreicheren Mengen aber nicht Schritt halten. Daher fielen die Notierungen ab.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Trotz stark reduzierter Forderungen belebte sich der Handel mit Erdbeeren nicht. Neben südafrikanischen waren inzwischen auch mexikanische und ab Freitag türkische Grapefruits greifbar. Die Qualität der italienischen Feigen verschlechterte sich zusehends. Türkische Früchte verteuerten sich auf 10,- bis 13,- € je 18 bis 25 Stück. Spanien dominierte das Geschäft mit Auberginen, so hatten Belgien, die Niederlande und Griechenland nur Ergänzungscharakter. Zunehmend ersetzten marokkanische Buschbohnen und Stangenbohnen die einheimischen Partien. Die Notierungen von grünen Zucchini verfestigten sich mit dem Ende der inländischen Kampagne merklich; bis zu 12,- € je 5-kg-Gebinde mussten bezahlt werden. Eine ausgedehnte Verfügbarkeit führte bei Steinpilzen zu Vergünstigungen auf 30,- bis 35,- € je kg; bei einem verknappten Angebot zogen die Bewertungen ab Donnerstag indes auf 45,- € je kg an. Aufgrund eines freundlichen Interesses wurden französische schwarze Trüffel zu 390,- bis 400,- € je kg und die weiße Variante zu 2.900,- € je kg vermarktet. Der Bedarf an Pfifferlingen schränkte sich kontinuierlich ein.

Hamburg

Schmackhafte Pfirsiche aus Südafrika starteten zu 15,- € je 2,8-kg-Karton mit 18 bis 20 Stück in die Saison. Die Verteuerungen von spanischen Zucchini waren eher mit der fehlenden Konkurrenz und nicht mit einer intensivierten Nachfrage zu erklären.

Köln

Wenige Brombeeren und Himbeeren genügten, um den ruhigen Bedarf zu decken. Der Verkaufszeitraum von Pflaumen endete am Mittwoch. Obwohl zumindest das Wetter noch recht freundlich war, konnten optisch einladende Erdbeeren trotz gewährter Vergünstigungen kaum mehr vermarktet werden. Spanische Zucchini komplettierten ab Montag das überwiegend inländische Sortiment, welches sich verteuerte.

München

Die Kampagne von Pflaumen neigte sich unausweichlich ihrem Abschluss entgegen. Die Läger waren infolge der umfangreichen Ernte voll; die fortgeschrittene Reife und die Mengen sorgten also für einen gewissen Absatzdruck. Da die Qualität aber noch immer überzeugte, konnte man zu Wochenbeginn die Aufrufe anheben. Moldawische Früchte litten unter trockenem Fleisch; selbst Vergünstigungen belebten deren Umschlag nicht. Griechische Kiwis zeigten sich mangelhaft gereift, sodass sich die Nachfrage auf italienische versteifte. Die Saison von Himbeeren und Kulturheidelbeeren war beendet, abgesehen von iberischer Ware. Italienische Kakis wurden eingeschränkt, spanische Offerten indes freundlich beachtet. Bei Orangen kamen die Geschäfte nicht ins Laufen, da die sommerlichen Temperaturen die Platzierung beeinträchtigten. Für inländische Zucchini trudelte der Vertrieb aus, bei anziehenden Notierungen füllten spanische, italienische und türkische Partien die Lücke. Die Forderungen für Weißkohl und Rotkohl wurden von den Händlern erhöht. Auberginen verteuerten sich etwas. Steinpilze waren begrenzt vorrätig und man musste tiefer in die Tasche greifen. Zuflüsse an Pfifferlingen bewertete man fester und je nach Güte mit einer breiten Preisspanne.

Berlin

Es wurden weiterhin Erdbeeren angeboten. Diese stammten aus Belgien, Deutschland, Italien und den Niederlanden. Qualitativ ließen diese keine Wünsche offen; für dunkelrote und mit ihrem Duft lockende Produkte mussten rund 0,90 € je in 250-g-Schälchen gezahlt werden. Die Präsenz von Orangen intensivierte sich: Inzwischen waren südafrikanische Importe im Kaliber 1/2 verfügbar. Mit spärlichen Navel startete Spanien in die diesjährige Kampagne, jedoch verhinderten die aufgerufenen 2,50 bis 3,- € je kg eine flotte Abwicklung. Grüner und weißer peruanischer Spargel generierte nicht viel Zuspruch. Für die weißen Stangen wurden 2,- € je 500-g-Bund gefordert, für die grünen deutlich weniger. Der Verkauf von edlen Pfifferlingen und Steinpilzen bog auf die Zielgerade ein, denn sie verknappten sich und waren nur noch für Stammkunden interessant. Daher konnten für Steinpilze problemlos 32,- bis 45,- € je kg erzielt werden.

Speisekartoffelmarkt KW 42/ 2018

Die Verfügbarkeit fiel fortwährend nicht allzu üppig aus.Gleichwohl hatte sich die Sortenpalette etwas ausgeweitet. Es kamen grossfallende festkochende Annalena hinzu, die mit ihrer goldgelben Färbung punkteten. Mehligkochende Lilli ergänzten wie Ditta und Desirree erstmalig in der Saison 2018/2019. Ab Donnerstag gab es Goldmarie. Die Offerten vermochte in der Regel die Kunden zu überzeugen.Örtlich stellte die Nachfrage die Händler durchaus zufrieden. Häufiger berichtete man jedoch von einem recht ruhigen Interesse. Die Vertreiber konnten ihre Forderungen dennoch meistens auf ihrem bisherigen Niveau fixieren.Teilweise entschleunigten die Ferien den Verkauf. Da man den Angebotsumfang auf den daraus resultierenden verringerten Bedarf abgestimmt hatte, konnten Vergünstigungen für gewöhnlich vermieden, aber nicht immer umgangen werden. Vereinzelt waren die Einstände diverser Varietäten angestiegen. Dies mündete in leichten Verteuerungen am Platz.

Externer Link: Markt- und Preisbericht der BLE für die 42. KW 2018

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn