Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 40 / 18 vom 10.10.2018 für den Zeitraum 01.10. – 05.10.2018



(Auszug)

Gurken

BLE_4c_de1Deutschland dominierte vor den Niederlanden das Geschehen. Spanische Offerten überholten von der Menge her die belgischen und spielten eine immer wichtigere Rolle. Allerdings konnte ihre Qualität nicht restlos überzeugen, weshalb die Kunden mitunter eher begrenzt zugriffen. Die Geschäfte entwickelten sich uneinheitlich: In Hamburg zogen die Preise infolge einer verringerten Verfügbarkeit anfangs an, um zum Wochenende hin aufgrund einer abgeschwächten Nachfrage wieder abzubröckeln. Auch in Berlin stiegen die Notierungen an, jedoch erst ab Donnerstag. Dies basierte auf einer für den Bedarf ungenügenden Versorgungslage, hervorgerufen durch Aktionen des LEH und eingeschränkten Abladungen am Platz. In München kletterten die Bewertungen ebenso aufwärts. Dort wird zudem in den nächsten Tagen mit griechischen Chargen gerechnet. In Köln generierten die mitteleuropäischen Produkte nur einen spärlichen Zuspruch, was summa summarum in Vergünstigungen mündete, da eine Lagerleerung ansonsten nicht geklappt hätte.

Äpfel
Deutschland prägte mit vielen Varietäten die Szenerie: Vorrangig gab es Elstar, Boskoop und Jonagold. Das durchaus freundliche Interesse konnte problemlos gestillt werden. Die Händler waren nur selten gezwungen, ihre bisherigen Forderungen zu modifizieren.

Birnen
Wie gewohnt herrschten italienische Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ vor. Die Verfügbarkeit genügte, um den Bedarf zu decken. Die Nachfrage präsentierte sich punktuell aber zu schwach.

Tafeltrauben
Italien und die Türkei bestimmten die Vermarktung. Die Versorgung reichte für das Interesse locker aus. Die Kunden griffen mancherorts stärker als in der Vorwoche zu. Die Bewertungen entwickelten sich uneinheitlich.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Verfügbarkeit schränkte sich ein. Da sich auch die Nachfrage verminderte, verharrten die Preise oftmals auf bisherigem Niveau. Verschiedentlich zogen sie sogar an.

Pflaumen
Die Versorgung begrenzte sich augenscheinlich, genügte aber, um das Interesse zu befriedigen. Dieses zeigte sich durchaus freundlich. Die Notierungen blieben häufig konstant. Örtlich stiegen sie auch an, insbesondere für einheimische Hauszwetschgen.

Zitronen
Die türkischen Abladungen prägten das Geschehen. Die Verfügbarkeit reichte aus, um den Bedarf zu decken. Die Preise tendierten verschiedentlich abwärts, da sich die Nachfrage zu schwach präsentierte.

Bananen
Die Märkte waren hinlänglich versorgt. Generell verlieh das etwas kältere Wetter dem Interesse mehr Schwung. Die Bewertungen konnten zum einen für das gesamte Sortiment, zum anderen lediglich für die Zweit- und Drittmarken leicht erhöht werden.

Blumenkohl
Es gab fast ausschließlich inländische Offerten. Das Angebot hatte sich nicht wesentlich verändert. Die Unterbringung erfolgte meist flott, örtlich getragen von der kühleren Witterung, die die Kauflust verstärkte.

Salat
Bei Eissalat dominierte Deutschland vor den Niederlanden. Bei einem freundlichen Interesse verharrten die Notierungen oftmals auf bisherigem Niveau. Einheimischer und belgischer Kopfsalat generierte eine stete Beachtung.

Tomaten
Die Verfügbarkeit begrenzte sich, punktuell sogar recht rapide. Anziehende Notierungen folgten, was wiederum die Nachfrage beeinträchtigte. Also verlangsamte sich die Abwicklung und Bestände ließen sich nicht immer vermeiden.

Gemüsepaprika
Die Niederlande prägten vor Spanien das Geschehen. Die Bereitstellung reichte aus, um den Bedarf zu decken. Dieser hatte sich an manchen Plätzen verstärkt. Die Bewertungen tendierten angesichts eines zu schwachen Interesses meist abwärts.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Keine Informationen vorliegend.

Hamburg

Die ersten Easypeeler aus Spanien traten auf. Clemenruby mit Blatt kosteten je nach Größe zwischen 17,- und 24,- € je 10-kg-Steige. Für frische Mangos aus Spanien verlangte man 9,- bis 11,50 € mit je 7 bis 10 Stück. Der Umschlag von spanischen Granatäpfeln beschleunigte sich: 9,- € je 3,5-kg-Pack sollten die Kunden bezahlen. Türkische Früchte wurden zu 8,- € je 6-kg-Kiste abgewickelt. Honigpomelos aus China offerierten die Händler zu 12,- € je 10-kg-Kiste mit 12 Stück. Die Bewertungen von Dill lagen bei 8,- € je 3 kg für italienische und bei 9,50 € je 4 kg für spanische Artikeln.

Köln

In spärlichen Mengen vorrätige Erdbeeren fragte man nur am Freitag etwas stärker nach. Exotisch, aber zu 2,95 € je 340-g-Schale selten beachtet, waren Cranberries aus den USA. Rosenkohl aus den Niederlanden konnte witterungsinduziert bloß schlecht vermarktet werden. Nicht ganz unfreundlich verlief zumindest am Freitag das Geschäft mit inländischen Kürbissen.

München

Bei Beerenobst dünnte sich die Warendecke immer mehr aus; einheimische und polnische Himbeeren, Kulturheidelbeeren und Brombeeren wurden fast komplett von spanischen, portugiesischen und südamerikanischen Offerten verdrängt. Die Saison von Preiselbeeren aus Nordeuropa endete. Das herbstlichere Wetter führte bei kleinfruchtigen Zitrusfrüchten zu einer besseren Unterbringung von Okitsu und Iwasaki. Das Angebot an spanischen und italienischen Kakis legte an Umfang zu. Neben grünen Kiwis der Sorte Greenlight tauchten inzwischen auch erste gelbe Soreli auf. Inländische Radieschen und Rettiche stießen aufgrund des Oktoberfestes auf einen positiven Zuspruch. Für wieder üppiger verfügbare und insbesondere qualitativ ansehnliche Buschbohnen und Stangenbohnen fiel die Aufnahme wegen der etwas günstigeren Forderungen flotter aus. Aus Spanien traf erster Brokkoli und Stangensellerie ein. Aus Italien kamen Radicchio und glatte Petersilie. Die Kampagne für gelbe italienische Haushaltszwiebeln wurde abgeschlossen; der Handel konzentrierte sich auf deutsche und österreichische Artikel. Die großen Kaliber standen hierbei preisbedingt unter Konkurrenzdruck gegenüber den spanischen Gemüsezwiebeln. Während Pfifferlinge merklich an Bedeutung verloren, genügten die Zuflüsse von Steinpilzen nur knapp, was die Notierungen ansteigen ließ.

Berlin

Erdbeeren aus Deutschland und Italien wurden befriedigend nachgefragt; der Absatz erreichte am Freitag seinen Höhepunkt. Die geforderten 1,80 bis 2,80 € je 500-g-Schale lagen dabei im bekannten Rahmen. Bei Kiwis bestimmten mittlerweile Italien und Griechenland das Geschehen; Es gab zwar auch noch neuseeländische Importe, diese konnten hinsichtlich der Menge und der Bewertungen jedoch nicht mit den europäischen Chargen mithalten. Die Vielfalt an Herkünften bei den Orangen fächerte sich weiter auf: Diese stammten aus Südafrika, Uruguay und Brasilien.

Speisekartoffelmarkt KW 40/ 2018

Die verringerten diesjährigen Erntemengen machten sich noch nicht einschneidend im Handel bemerkbar. Für gewöhnlich reichte die Versorgung trotz einer gewissen Überschaubarkeit aus, um den Bedarf konfliktfrei und gänzlich zu decken. Die Qualität der Offerten sprach die Kunden durchweg an. Bei einer recht freundlichen Nachfrage verharrten die Bewertungen somit meistens auf einem konstanten Niveau, das in der Regel durchaus über dem der letzten drei Jahre lag. Die Stabilität der Notierungen wurde gestützt durch die eher dosierte, nicht drängende Abgabe der Produzenten in den Vertrieb. Vielerorts mangelte es fortlaufend an großfallenden Kalibern, die deshalb immer wieder zu Verteuerungen neigten. Die kühleren Temperaturen begünstigten einen steten, manchmal verbesserten Warenumschlag. Die Forderungen der Verkäufer stiegen punktuell an. Hier und da verfestigten sich die Preise überregionaler Abladungen, während sich die der marktnahen Zuführungen teilweise abschwächten.

Externer Link: Markt- und Preisbericht der BLE für die 40. KW 2018

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