Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 38 / 18 vom 26.09.2018 für den Zeitraum 17.09. – 21.09.2018



(Auszug)

Birnen

BLE_4c_de1Italien bestimmte mit Abate Fetel, Williams Christ und Santa Maria das Geschehen. Carmen hatten sich inzwischen komplett aus dem Geschäft zurückgezogen, derweil tauchten erste Boscs Flaschenbirne auf. Aus Deutschland stammten vorrangig Williams Christ und Conference und nachgeordnet Gute Luise und Alexander Lucas. Neu zum Sortiment stießen einheimische Gellert hinzu. Aus der Türkei kamen ausschließlich Santa Maria, die überwiegend in München eintrafen und dort flott abgewickelt wurden. Die Niederlande schickten hauptsächlich Gute Luise und ergänzten mit Conference die Vermarktung. Die Qualität der Offerten überzeugte meist. Die Nachfrage hätte mancherorts freundlicher sein können. Dennoch erfolgte der Zugriff in der Regel kontinuierlich. Die Notierungen verharrten häufig auf dem Niveau der 37. KW. Hier und da kletterten sie aufwärts, etwa in Berlin, wo sich die Unterbringungsmöglichkeiten von größeren Früchten verbessert hatten.

Äpfel
Den Käufern stand eine breit gefächerte Warenpalette gegenüber. Die Verfügbarkeit genügte, um den steten Bedarf zu decken. Das Interesse hinkte der üppigen Bereitstellung ab und an indes hinterher.

Tafeltrauben
Italienische Michele Palieri und Italia herrschten vor. Die organoleptischen Eigenschaften überzeugten häufig, dennoch befriedigte die Unterbringung nicht komplett, da die Nachfrage ein wenig zu schwach ausfiel.

Erdbeeren
Die Saison endet allmählich: Sowohl der Bedarf als auch die Versorgung schränkten sich merklich ein. Die spärlichen deutschen, niederländischen und belgischen Partien wurden nicht durchgängig geräumt.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Anlieferungen aus Spanien und Italien begrenzten sich stark. Parallel zur Verfügbarkeit schwächte sich die Nachfrage ab. Die Bewertungen blieben demzufolge oftmals stabil.

Pflaumen
Die Versorgung schränkte sich ein, genügte aber, um das Interesse zu stillen. Dieses hätte punktuell durchaus freundlicher ausfallen können. Die Bewertungen verharrten in der Regel auf dem Niveau der 37. KW.

Zitronen
Die Basis des Angebotes bildeten Importe aus Südafrika, Argentinien und der Türkei. Generell wurde der Bedarf ohne Probleme gedeckt. Bei einem kontinuierlich befriedigenden Handel blieben die Notierungen meist konstant.

Bananen
Die Märkte waren hinlänglich mit Offerten diverser Reifegrade versorgt. Verschiedentlich hatte sich die Nachfrage ein wenig intensiviert. Örtlich verbuchten lediglich die Zweit- und Drittmarken ein verstärktes Interesse.

Blumenkohl
Deutsche Chargen standen monopolartig bereit, ihre Verfügbarkeit schränkte sich indes leicht ein. Der Bedarf hatte sich ebenso vermindert, sodass sich die Auswirkungen auf die Notierungen in Grenzen hielten.

Salat
Bei Eissalat überwogen inländische Abladungen. Eine stete Unterbringung sicherte für gewöhnlich die konstanten Bewertungen, deren Spannen sich ab und an wegen einer divergierenden Güte ausdehnten.

Gurken
Deutschland, Belgien und die Niederlande beherrschten das Sortiment, Spanien ergänzte es mit sehr geringen Zufuhren. Die Verfügbarkeit reichte aus, um das stete Interesse mit Leichtigkeit zu stillen.

Tomaten
Die Verfügbarkeit hatte sich eingeschränkt und die Bewertungen kletterten daraufhin, mitunter augenscheinlich, nach oben. Dies wirkte sich aber prompt auf die anschließende Abwicklung aus, die sich auf einigen Plätzen merklich entschleunigte.

Gemüsepaprika
Die Niederlande dominierten, allerdings bauten die spanischen Chargen ihre Präsenz massiv aus und wurden damit zu einer ernsthaften Konkurrenz. Polnische Offerten wurden dank ihres niedrigen Preises gerne mitgenommen.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Mit frischen marokkanischen Gojibeeren versuchte der Handel neue Kundenfelder zu akquirieren; die Früchte kosteten 1,- bis 1,25 € je 100-g-Schale. Quitten aus Griechenland wurden zu 8,50 € je 4,5-kgHolzsteige wenig beachtet, da inzwischen türkische Partien als Alternative bereitstanden. Erste, noch recht unreife italienische Kiwis traten zu 22,- € je 10-kg-Kiste mit 36 Stück auf. Die Notierungen von belgischen und niederländischen Auberginen zogen an, polnische und italienische Artikel bereicherten das Sortiment ab. Die Verfügbarkeit von grünen Zucchini aus Belgien und Deutschland schränkte sich ein, Italien und Spanien füllten die Angebotslücke. Gelbe Zucchini interessierten zu maximal 9,50 € je 5-kg-Steige nur mäßig. Der lockere und flache Weißkohl vergünstigte sich auf 0,35 bis 0,50 € je kg, für die feste runde Variante sollte man 0,50 bis 0,70 € je kg zahlen. Neben einheimischem Portulak in 10erBunden traf in Styroporkisten verpackter spanischer ein. Die Eingangsforderungen von spanischen Gemüsezwiebeln wurden nach oben angepasst. Österreichische Zwiebeln in 60 bis 70 mm ergänzten inländischen Zuflüsse. Die Preise von Dill und Petersilie bröckelten infolge erweiterter Abladungen ab. Die Zufuhren von Steinpilzen dehnten sich langsam aus und die Bewertungen fielen auf 15,- bis 18,- € je kg.

Hamburg

Keine Informationen vorliegend.

Köln

Feigen aus der Türkei ließen sich stetig unterbringen. Granatäpfel fanden dagegen kaum Abnehmer. Walnüsse aus Frankreich sollten 4,40 € je kg kosten, was den Umschlag beeinträchtigte.

München

Das inländische Sortiment an Himbeeren und Kulturheidelbeeren wurde täglich kleiner. In die sich öffnende Lücke stießen erste Importe aus Südafrika und Peru sowie portugiesische Anlieferungen. Im Angebot von Melonen zeichnete sich ebenfalls der Wechsel von europäischer auf mittel- und südamerikanische Ware ab. Quitten stammten aus der Türkei, Frankreich und Spanien sowie aus Deutschland. Die Abladungen von inländischen Speisekürbissen dehnten sich aus. Erste belgische Schwarzwurzeln trafen ein. Aus den Niederlanden floss erster Rosenkohl zu. Die Präsenz von einheimischem Brokkoli verstärkte sich und die Offerten wurden günstiger; Italien ergänzte. Die Zufuhren von Zucchini aus Spanien und Italien wuchsen an. Auberginen blieben teuer. In der Vorwoche des Oktoberfestes war kein wesentlich besserer Absatz von Rettichen und Radieschen zu spüren. Deutscher Dill sowie italienische Petersilie verbilligten sich. Die Bewertungen von Steinpilzen aus Österreich und dem Inland sanken mengeninduziert.

Berlin

Keine Informationen vorliegend.

Speisekartoffelmarkt KW 38/ 2018

Der Handel war in der Regel eher übersichtlich, jedoch völlig ausreichend mit inländischer Lagerware einer hinlänglichen Güte ausgestattet. Örtlich verstärkte sich die Präsenz von Allians und Belana, während sich die Bedeutung von Berber sukzessive abschwächte. Großfallende Offerten für Grillkartoffeln wiesen weiterhin eine gewisse Verknappung auf, der man mit einem häufigen Sortenwechsel ein wenig zu entgehen versuchte. Generell konnte die Nachfrage als freundlich, wenn auch nicht gerade als aufgeregt bezeichnet werden. Für gewöhnlich oszillierten daher die Notierungen von qualitätssicheren Partien auf ihrem bisherigen Niveau. Manchmal vergünstigten sich Annabelle marginal und im Gegenzug vermochten sich Laura und Marabel etwas zu verteuern. Verschiedentlich tauchten Chargen auf, deren Lagerfähigkeit Zweifel aufkommen ließen. Um deren Abverkauf zu forcieren, mussten die Vertreiber ihre Aufrufe reduzieren. Punktuell mündeten die erhöhten Einstände überregionaler Zufuhren in analog ansteigenden Preisen. Die Bewertungen von spärlichen Zuführungen aus Frankreich und den Niederlanden variierten bloß graduell.

Externer Link: Markt- und Preisbericht der BLE für die 38. KW 2018

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