Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 36 / 18 vom 12.09.2018 für den Zeitraum 03.09. – 07.09.2018



(Auszug)

Erdbeeren

BLE_4c_de1Deutsche Offerten dominierten augenscheinlich, belgische komplettierten das Angebot. Die Verfügbarkeit hatte sich eingeschränkt und auch die Qualität überzeugte nicht durchgängig. So etablierte sich eine breite Preisspanne. In München waren die einheimischen Chargen tageweise nicht zu bekommen. Dort gelang eine Lagerleerung nicht vollends, da die Vertreiber ihre Aufrufe zu hoch ansetzten. In Frankfurt verteuerten sich die deutschen Früchte so sehr, dass die Nachfrage bis Mittwoch stagnierte und erst mit gewährten Vergünstigungen zum Wochenende hin wieder etwas besser wurde. In Köln ließen die organoleptischen Eigenschaften der Partien kaum Wünsche offen, jedoch tendierten die Notierungen ab Donnerstag abwärts. Dies war in Berlin ebenso, da sich die Anlieferungen verstärkten und das Interesse damit nicht Schritt halten konnte. Tunnelware aus Deutschland spielte örtlich noch keine größere Rolle und generierte keine besondere Beachtung.

Äpfel
Deutschland prägte das Geschehen. Die vielfältige Produktpalette fiel für den Bedarf zu umfangreich aus, obwohl man diesen als freundlich bezeichnen konnte. Die Bewertungen bröckelten oftmals ab.

Birnen
Italien herrschte mit Williams Christ, Abate Fetel und Santa Maria vor. Die Nachfrage zeigte sich nicht besonders stark. Da man die Verfügbarkeit auf diese abstimmte, veränderten sich die Notierungen in der Regel nicht.

Tafeltrauben
Italien stellte die meisten Varietäten bereit. Die Abladungen hatten sich insgesamt intensiviert und überragten die Unterbringungsmöglichkeiten. Demzufolge tendierten die Preise oftmals abwärts.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Versorgung verminderte sich augenscheinlich und das Interesse schwächte sich ab. Erst zum Wochenende hin beschleunigte sich der Verkauf.

Pflaumen
Einheimische Ware dominierte: Vorrangig gab es Hauszwetschge, Top und Hanita. Ortenauer, Presenta und Elena spielten ebenso eine wichtige Rolle. Die Nachfrage erlitt eine kleine Delle und hätte durchaus positiver sein können.

Zitronen
Südafrika prägte vor Argentinien und Spanien das Geschehen. Uruguay verschwand aus dem Geschäft, dafür stieß die Türkei hinzu. Die Abwicklung gestaltete sich freundlich.

Bananen
Der Verkauf verlief generell ohne große Höhepunkte. Die Notierungen verharrten oftmals auf einem relativ konstanten Niveau. Das Ende der Ferien und die niedrigeren Temperaturen beschleunigten verschiedentlich ein wenig die Nachfrage.

Blumenkohl
Deutsche Offerten gab es fast monopolartig. Die Qualität der einheimischen Köpfe stimmte meist. Die Zuflüsse hatten sich eingeschränkt, weshalb die Bewertungen häufig anstiegen.

Salat
Eissalat stammte überwiegend aus Deutschland und ergänzend aus den Niederlanden. Die Versorgungslage blieb knapp und das Interesse freundlich, sodass die Notierungen der niederländischen Partien aufwärts kletterten.

Gurken
Deutschland dominierte vor Belgien und den Niederlanden. Die Verfügbarkeit stieg an, speziell die belgischen Anlieferungen verstärkten sich. Dies hatte Einfluss auf die Notierungen, die wegen der angewachsenen Versorgung nach unten tendierten.

Tomaten
Die Niederlande, Belgien und Deutschland bildeten die Basis des Sortimentes. Die Geschäfte und die Aufnahme gestalteten sich kontinuierlich leichtläufig. Die Preise kletterten oftmals aufwärts.

Gemüsepaprika
Die Niederlande herrschten vor, Polen und die Türkei folgten. Die Bereitstellung schränkte sich ein und die Vertreiber setzten daraufhin ihre Aufrufe herauf. Insbesondere die niederländischen gelben und roten Partien verteuerten sich.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Die Kampagne mit noch grünschaligen Satsumas, Iwasaki aus Spanien, begann am Dienstag zu 15,- € je 10-kg-Steige. Kiwibeeren aus Deutschland wurden in 16×500-g-Packungen zu 3,50 € je Schale flott aufgenommen. Stark anziehende Notierungen auf bis zu 18,- € je 5-kg-Karton beeinträchtigten die Unterbringung von Auberginen. Die Qualität der italienischen und spanischen Abladungen ließ Wünsche offen. Die Preise von Lauch stiegen an. Da sich die einheimischen Stangenbohnen ihrem Saisonende näherten, komplettierten spanische Offerten zu 4,- € je kg. Erster niederländischer Rosenkohl traf ein. Bei den Kürbissen gab es neben Hokkaido mittlerweile auch Butternut, Bischofsmütze und Eichelkürbisse

Hamburg

Für frische brasilianische Mandarinen, Nadorcott, sollte man zwischen 16,50 und 19,50 € je 10-kgAbpackung mit 54 bis 163 Stück zahlen. Importe aus Südafrika gingen direkt in den Großfilialbereich. Leckere Preiselbeeren aus Schweden kosteten 22,50 € je 5-kg-Holzkiste. Erste Honigpomelos aus China starteten zu 12,50 € je 9er- und 10er-Kollo in den Verkauf. Infolge einer ausgeweiteten Verfügbarkeit verbilligte sich das Angebot von deutschen Hokkaidokürbissen und Mais. Die Preise von sauber aufbereiteten und gleichmäßig sortierten Pfifferlingen aus Osteuropa tendierten aufwärts.

Köln

Erste Walnüsse aus französischem Anbau in Kaliber 36 mm+ platzierte man zu ca. 4,50 € je kg. Der Zuspruch war aber lediglich gering. Auberginen aus Deutschland und den Niederlanden verteuerten sich einstandsbedingt.

München

Am Montag trafen Quitten aus Frankreich ein. Im auslaufenden Geschäft mit Himbeeren und Kulturheidelbeeren kam es kaum zu nennenswerten Abschlüssen. Mit den ersten reichlicheren Abladungen aus Peru und Argentinien wird bereits in der Folgewoche gerechnet. Wassermelonen stammten überwiegend nur noch aus spanischen Lagern. Anziehende Notierungen galten für Spinat aus dem Inland. Für Buschbohnen und Stangenbohnen musste man so viel wie zuvor zahlen. Die Preise für Chicorée blieben mengeninduziert fest. Knapper süddeutscher Brokkoli verteuerte sich. Steinpilze waren bloß begrenzt verfügbar. Dill vergünstigte sich.

Berlin

Ab Montag traten erste Esskastanien vom Balkan auf, welche jedoch nicht sonderlich euphorisch aufgenommen wurden. Ebenso fand sich erster Rosenkohl aus den Niederlanden zu 1,65 € je kg ein. Speisepilze, allen voran Pfifferlinge aus dem Baltikum und Weißrussland, erfreuten sich großer Beliebtheit, waren üppig vorhanden und kosteten zwischen 9,- und 13,- € je kg. Das Sortiment ergänzten Steinpilze zu rund 33,- € je kg und polnische Maronen-Röhrlinge in sehr überschaubarem Umfang.

Speisekartoffelmarkt KW 36/ 2018

Die Händler verfügten über ein ausreichendes Angebot an einheimischer Lagerware. Das Sortenspektrum variierte kaum, deckte aber eine enorme Bandbreite ab. In der Regel verzeichnete man eine freundliche Nachfrage. Daher verharrten die Notierungen für gewöhnlich auf einem konstanten Niveau. In Köln enttäuschte der Absatz ein wenig, obwohl die Ferien vorbei waren. In München verliefen die Geschäfte weiterhin in ruhigen Bahnen wegen der Urlaubszeit. Da großfallende Offerten kontinuierlich in einem sehr überschaubaren Rahmen eintrafen, oszillierten ihre Bewertungen auf einem hohen Level. Der Anteil an Erzeugnissen aus Moorböden war anhaltend begrenzt, weshalb diese relativ teuer verkauft wurden. 25-kg-Säcke erzielten dabei in Frankfurt bis zu 23,- €. Auch für gewaschene Produkte war der Kunde gerne bereit, etwas mehr zu bezahlen. Verschiedentlich vergünstigten sich die Zuflüsse aus der direkten Umgebung der Märkte, während sich die Preise der überregionalen Zugänge nicht veränderten.

Externer Link: Markt- und Preisbericht der BLE für die 36. KW 2018

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