Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 28 / 18 vom 18.07.2018 für den Zeitraum 09.07. – 13.07.2018


(Auszug)

Kirschen

BLE_4c_de1Deutsche und türkische Partien herrschten vor. Die einheimische Saison bog auf die Zielgrade ein, was sich in deutlich eingeschränkten Zufuhren bemerkbar machte. Die Qualität überzeugte indes. Das Interesse zeigte sich in der Regel recht freundlich und wurde durch das sommerliche Wetter gestützt. Mengeninduziert konnten die Vertreiber ihre Aufrufe oftmals heraufsetzen, was die Abwicklung jedoch nicht wesentlich beeinträchtigte. In Frankfurt gab es Kordia aus der Schweiz sowie Regina aus Belgien, die maximal 4,- € je kg kosteten. In Berlin tauchten wie in der Vorwoche polnische Satin auf, die andauernd mit ihren organoleptischen Eigenschaften begeisterten. In der Hauptstadt bildeten sich ab und an Bestände, die schnell konditionelle Probleme offenbarten, was die Notierungen abfallen ließ.

Äpfel
Neuseeland und Chile prägten mit vielen Varietäten das Geschehen, In manchen Bundesländern wirkten sich die Ferien aus; die Nachfrage begrenzte sich augenscheinlich. So verlief die Unterbringung nicht glatt.

Birnen
Packham`s Triumph, Abate Fetel und Forelle aus Südafrika und Chile spielten die Hauptrolle. Summa summarum herrschte ein ruhiges Treiben vor. Die Notierungen verharrten meist auf dem Niveau der Vorwoche.

Tafeltrauben
Italien dominierte und stellte viele verschiedene Varietäten bereit. Die Vermarktung verlief recht kontinuierlich. Dennoch tendierten die Bewertungen eher abwärts.

Erdbeeren
Die deutschen Früchte standen fast monopolartig zur Verfügung. Die Qualität überzeugte häufig. Obwohl sich die inländischen Zufuhren begrenzten, waren sie für die Nachfrage meist zu üppig.

Aprikosen
Französische sowie türkische Partien bildeten die Basis einer sich einschränkenden Warenpalette, spanische ergänzten ebenso wie italienische, litten jedoch verstärkt unter einer nachlassenden Haltbarkeit.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien dominierte vor Italien. Die Verfügbarkeit befriedigte den Bedarf ohne Probleme. Die Qualität überzeugte nicht durchgängig, Druckstellen und konditionelle Mängel führten zu Verbilligungen.

Pflaumen
Es kam Bewegung in die Vermarktung, denn die Versorgung dehnte sich massiv aus: Inländische Katinka und Ersinger Frühzwetschge sowie bosnische Cacaks Schöne gewannen enorm an Wichtigkeit.

Kiwis
Neuseeländische Offerten prägten das Geschehen. Die Verfügbarkeit stillte das Interesse mühelos. Die Geschäfte verliefen ohne besondere Höhepunkte und die Kurse verharrten auf bisherigem Niveau.

Zitronen
Verna aus Spanien gaben den Ton an. Argentinische Partien trafen immer häufiger in 18 kg-Kartons ein. Meist fiel die Versorgung eher knapp aus und Verteuerungen ließen sich oftmals durchsetzen.

Bananen
Der Handel verlief ohne jegliche Glanzpunkte. Die Bereitstellung wurde hinreichend an die Unterbringungsmöglichkeiten angepasst.

Blumenkohl
Die inländischen Anlieferungen prägten den Markt. Die Zufuhren waren überschaubar. Da sich der Verkauf entschleunigt hatte, reichten sie bei weitem aus.

Salat
Eissalat stammte vorrangig aus dem Inland. Die Verfügbarkeit hatte sich witterungsbedingt gering eingeschränkt. Die Kurse verharrten einigermaßen auf dem bisherigen Niveau oder strebten dank dieser Begrenzung gehäuft nach oben.

Gurken
Bei Schlangengurken herrschten augenscheinlich die einheimischen Anlieferungen vor. Trotz einer relativ freundlichen Nachfrage war es schwer, das Angebot glatt unterzubringen. Dadurch kam es eigentlich zu einer Überversorgung.

Tomaten
Das Geschäft dominierten die Abladungen aus Mitteleuropa. Der Warenzufluss korrelierte nicht ausreichend mit den Abgabemöglichkeiten, er überstieg diese oftmals. Zudem baute die Ferienzeit einen zusätzlichen Druck auf.

Gemüsepaprika
Die niederländischen Zufuhren prägten das Marktgeschehen. Die Intensität von Angebot und Nachfrage harmonierte für gewöhnlich genügend miteinander. Die Preise schwankten in einem gewissen Rahmen ohne gravierende Ausreißer.

Zwiebeln
Bei der Haushaltsware überwogen insgesamt betrachtet zwar noch die überseeischen Importe aus Neuseeland und örtlich aus Australien, aber sie verloren eklatant an Relevanz und die inländischen Produkte gewannen offensichtlich enorm an Bedeutung.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Zitronengelbe Orangen, Valencia aus Südafrika, generierten im Vergleich zu besser ausgefärbten Navel selten Beachtung. Es gab nur wenige italienische, stattdessen mehr grüne und ab Donnerstag zudem blaue türkische Feigen. Knappe Himbeeren blieben teuer, dafür dehnte sich die Präsenz von Johannisbeeren und Stachelbeeren aus, was sinkende Notierungen zur Folge hatte. Bei Brombeeren ergänzte Belgien mit 125-g-Schalen. Lose polnische Waldheidelbeeren wurden zu 7,- € je kg gerne eingekauft. Inländische grüne Zucchini konnten trotz alternativer Zufuhren aus Belgien und den Niederlanden preislich leicht zulegen. Die derzeitige Qualität der einheimischen Stangenbohnen überzeugte nicht immer, deswegen gerieten die marokkanische Chargen in den Fokus. Erste Dicke Bohnen aus Hessen wurden am Freitag zu 2,- bis 2,25 € je kg umgeschlagen. Die Bewertungen von Kohlrabi erhöhten sich auf bis zu 0,45 € je Stück. Für Dill musste mit 21,- € je 3-kg-Kiste tief in die Tasche gegriffen werden. Deutsche Austernpilze standen bloß in kleinen Mengen bereit, daher konnte man bis zu 6,- € je 1-kg-Kiste aufrufen. Polnische Offerten kosteten indes 4,- bis 4,50 € je kg. Das Interesse an Pfifferlingen diverser Herkünfte war sehr gut, auch die Läger von Steinpilzen leerten sich diese Woche schneller als zuvor.

Hamburg

Die Umsätze von Ananas und Limetten aus der südlichen Hemisphäre gingen ferienbedingt zurück und die Forderungen wurden vermindert. Sich aufstauende Importe von Melonen aus der Mittelmeerregion vergünstigten sich. Inländische Buschbohnen und Stangenbohnen stießen dank ihrer sauberen Aufmachung und gleichmäßigen Sortierung auf einen freundlichen Zuspruch. Die Kurse für begrenzten Dill und Fenchel aus Deutschland kletterten aufwärts.

Köln

(kein Kommentar)

München

Aufgrund einer angestiegenen Verfügbarkeit von Beerenobst konnte die Nachfrage mit dem Angebot nicht Schritt halten. Auch der ambulante Handel sorgte nicht für die erhoffte Entlastung des Marktes. Wassermelonen aus dem Mittelmeerraum verbilligten sich. Spanische Melonen konnte man noch zufriedenstellend umgeschlagen. Die Saison von inländischem Rhabarber war beendet. Frischerbsen und Wachsbohnen sowie Buschbohnen und Stangenbohnen blieben im Preis unverändert. Kohlrabi, Chinakohl und Brokkoli verteuerten sich mengeninduziert. Dill kostete mehr als zuvor.

Berlin

Wassermelonen aus Spanien, Griechenland und Italien waren omnipräsent und ihre Kurse zogen ein wenig an. Die vorsichtige Disposition ließ insbesondere kernlose Markenware wieder an der Marke von 1,- € je kg kratzen. Viel zu üppig offerierte Champignons aus Polen vergünstigten sich. Die Zuflüsse von Pfifferlingen aus Serbien, Litauen und Weißrussland verdichteten sich zwar, reichten allerdings nicht aus, um den Bedarf komplett zu decken. Den Notierungen gab dies einen spürbaren Schub und je nach Güte, Kaliber und Herkunft lagen diese zwischen 12,- und 20,- € je kg. Im Gegensatz dazu wurden groß gewachsene Steinpilze, meist aus Rumänien und in ansprechender Qualität genügend vorrätig, mit 14,- bis 17,- € je kg bewertet.

Speisekartoffelmarkt KW 28/ 2018

Die Verfügbarkeit von Speisefrühkartoffeln aus inländischem Anbau dehnte sich kontinuierlich aus. Mittlerweile gab es also ein üppiges Angebot, dessen Umfang sich als zu reichlich erwies. Die Ferienzeit machte sich nämlich durch eine beruhigte Nachfrage vielerorts schon bemerkbar. Die Unterbringung verlief demnach nicht mehr so glatt wie es für die drängenden Mengen hätte sein müssen. Die Händler waren somit zu Preisrücknahmen gezwungen, die manchmal recht deutlich ausfielen. Durch die weit verbreitete Trockenheit war es nur auf den beregneten Flächen möglich, in genügendem Rahmen große Knollen zu roden. Bei Kulturen ohne Bewässerung war der Anteil kleinerer Kaliber wesentlich höher. Die italienischen Importe verringerten sich sukzessive. Trotz der eingeschränkten Bereitstellung mussten auch in diesem Sektor infolge des verminderten Interesses Vergünstigungen gewährt werden. Die Relevanz von Lagerkartoffeln aus der alten Ernte schrumpfte immer schneller. Ihre Bewertungen veränderten sich unterdessen bloß marginal. Aus den Niederlanden trafen in Frankfurt nochmals Victoria ein.

Externer Link: Markt- und Preisbericht der BLE für die 28. KW 2018

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