Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 26 / 18 vom 04.07.2018 für den Zeitraum 25.06. – 29.06.2018


(Auszug)

Erdbeeren

BLE_4c_de1Die einheimischen Abladungen prägten augenscheinlich das Geschehen. Eingeschränkte niederländische und belgische Zufuhren spielten, wenn überhaupt, wie die italienischen nur eine Nebenrolle. Das Angebot war eher knapp, sodass die Nachfrage nicht vollends befriedigt werden konnte. Demzufolge zogen die Notierungen an: auf einigen Plätzen moderat, auf anderen recht kräftig. Selbst konditionsschwache Chargen ließen sich in Berlin zu 1,20 € je 500-g-Schälchen flott unterbringen. In München stieg die untere Grenze der Kursspanne an, da sich die Qualität der Früchte merklich verbessert hatte und im Vergleich zur Vorwoche keine Rückläufer aus dem LEH die Geschäfte beeinträchtigten. In Frankfurt kletterten die Bewertungen zum Freitag hin auf bis zu 3,- € je 500 g, obwohl sich der Zuspruch ferienbedingt reduziert hatte. Hier verzichteten die Händler auf die Disposition niederländischer und belgischer Offerten, da diese einstandsinduziert zu teuer waren.

Äpfel
Die vielfältige Produktpalette traf auf ein ruhiges Interesse. Da die Versorgung hinlänglich auf den Bedarf abgestimmt wurde, verharrten die Preise häufig auf dem Niveau der Vorwoche. Dies war sowohl bei der Überseeware als auch bei den alterntigen europäischen Partien der Fall.

Birnen
Die Händler berichteten unisono von einer schwachen Nachfrage. Die Notierungen blieben oftmals auf bisherigem Level, da die Bereitstellung hinreichend an die Unterbringungsmöglichkeiten angepasst wurde.

Tafeltrauben
Generell herrschte ein ruhiges Treiben vor. In Berlin wurde der Handel durch Rückläufer aus dem LEH etwas beeinträchtigt. Die Kurse veränderten sich nicht wesentlich. In Frankfurt senkten die Verkäufer ihre Aufrufe für chilenische Importe zwecks schnellerer Räumung.

Aprikosen
Nicht überall überzeugte die Qualität, des Öfteren musste die Festigkeit, die Ausfärbung oder der Geschmack bemängelt werden. Zudem mehrten sich die Offerten mit konditionellen Schwächen. Die Bewertungen tendierten eher abwärts als nach oben.

Kirschen
Deutschland dominierte vor der Türkei; beide Länder bauten währenddessen ihre Präsenz aus. Früchte anderer Herkunft hatten es schwer, im dichten Markt Fuß zu fassen. Die Versorgung fiel verschiedentlich zu umfangreich aus, sodass die Forderungen gesenkt werden mussten.

Pfirsiche und Nektarinen
Obwohl sich das Interesse durchaus freundlich zeigte, waren zu üppige Mengen im Umlauf. Eine Leerung des Lagers klappte nicht immer und mit abschwächender Kondition erhöhte sich der Vertriebs- und somit auch der Preisdruck.

Kiwis
Neuseeland und Chile prägten das Geschehen. Angebot und Nachfrage passten in der Regel hinlänglich zusammen, sodass die Preise kaum in Bewegung gerieten.

Zitronen
Spanische Verna waren auf einigen Märkten konkurrenzlos, auf anderen spielten Eureka aus Südafrika und Argentinien eine bedeutende Rolle. Die Notierungen verharrten oftmals auf ihrem bisherigen Niveau.

Bananen
Sonderaktionen im LEH sorgten auf manchen Plätzen für massive Vergünstigungen. Zudem war die Nachfrage oft zu schwach, sodass die Vertreiber ihre Aufrufe senken mussten.

Blumenkohl
Anfangs bewegten sich die Preise vielfach noch auf einem relativ flachen Niveau. Bald darauf strebten sie jedoch erkennbar nach oben. Triebfeder dafür war ein verbessertes Interesse, das von einem kurzfristigen Temperaturtief initiiert wurde.

Salat
Die Verfügbarkeit von Eissalat korrelierte in der Regel genügend mit den Unterbringungsmöglichkeiten. Also oszillierten die Notierungen meistens auf ihrem bisherigen Level. Singulär passten sich die Kurse der inländischen denen der niederländischen Partien an.

Gurken
Durch den Wechsel von Winter- auf Sommerkultur hatte sich die Bereitstellung von Schlangengurken auf einen überschaubareren Rahmen eingeschränkt. Bei einer gleichzeitig befriedigenden Räumung kletterten die Bewertungen vielfach aufwärts.

Tomaten
Zu Beginn der KW verweilten die Kurse wegen der immensen Versorgung auf einem niedrigen Niveau oder sie fielen sogar weiter ab. Ab Mittwoch ließen sich schließlich erste Anzeichen einer Befestigung erkennen. Eine flotte Nachfrage stützte effizient diese Entwicklung.

Gemüsepaprika
Verschiedentlich harmonierte die Bereitstellung hinlänglich mit der Vertriebsgeschwindigkeit. Dann waren stabile Bewertungen an der Tagesordnung. Anderswo bewegten sich die Preise im Laufe der Woche konträr nach oben oder unten.

Zwiebeln
Der Verkauf von Haushaltsware zeigte einen erkennbaren Umbruch. Neben den alten europäischen Partien aus 2017 floss in anwachsendem Maße neue Ernte auf den Markt. Schalenfeste Chargen sicherten oftmals konstante Kurse.

Informationen von den Großmärkten

Hamburg

Es standen erste einheimische Pflaumen zur Verfügung: Ruth Gerstetter zu 1,50 € je kg und etwas billigere Hermann. Trotz einer ansprechenden Ausfärbung verbuchten die Früchte bloß eine gedämpfte Beachtung.

Köln

Die ersten inländischen Pflaumen traten auf und waren, zumindest gegenüber dem Vorjahr, recht günstig. Am 28. Juni trafen schon wieder die ersten Mandarinen ein: Nadorcott aus Südafrika, zu 29,- € je 10-kgKarton veräußert. Sie generierten indes wenig Interesse. Täglich dehnte sich die Produktpalette von Beerenobst aus, die Abwicklung stockte jedoch. Die Unterbringungsmöglichkeiten von einheimischen Buschbohnen und Stangenbohnen hielt sich in Grenzen. Spargel verteuerte sich nach Saisonende auf bis zu 10,- € je kg.

München

Die guten Wachstumsbedingungen führten in Süddeutschland zu einer raschen Zunahme von Zwetschen. Ihre Notierungen fielen über den Wochenwechsel deutlich ab. Himbeeren, Kulturheidelbeeren, Stachelbeeren und Johannisbeeren verstärkten ihre Präsenz enorm, sodass sich Bestände bildeten. Waldheidelbeeren stammten aus Polen und daneben inzwischen auch aus dem Inland. Die Kurse von Limetten gaben bei intensivierter Versorgung erkennbar nach. Aus Südafrika tauchten Kleinstmengen an Satsumas und genetzten Orangen auf, die allerdings kaum beachtet wurden. Die Aufrufe für knappen Spargel blieben auf festem Niveau. Die Preise für einwandfreie und ansprechende Frischerbsen stiegen merklich an. Üppige Buschbohnen aus Deutschland verbilligten sich und drängten dabei die italienische Konkurrenz aus dem Geschäft. Chinakohl war nicht mehr so massiv wie bisher verfügbar, was leichte Verteuerungen nach sich zog. An Lagergemüse aus der Ernte 2017 wurden nur noch Weißkohl, Rotkohl sowie Pastinaken offeriert. Die Bewertungen für Steinpilze aus Bulgarien und Rumänien bröckelten ab. Erste Kaiserlinge ergänzten das Sortiment.

Berlin

Die diesjährige Saison von Pflaumen war endgültig gestartet. Köstliche Ruth Gerstetter aus Italien und Deutschland fand man bei fast jedem Händler, aber trotz der sehr attraktiven 1,- bis 1,50 € je kg fehlte das Interesse. Angeleno aus Südafrika erging es ähnlich. Einheimische Stachelbeeren kosteten 2,- bis 2,80 € je kg. Auberginen in diversen Farbstellungen und Größen traten verdichtet auf und insbesondere die Abladungen aus der Türkei brachten mit ihren günstigen 1,25 bis 1,50 € je kg Bewegung ins Segment. Obwohl die Forderungen reduziert wurden, konnten die zahlreichen Chargen an frischen Pfifferlingen aus Litauen, Serbien und Weißrussland nicht signifikant Kunden dazugewinnen. Die Anlieferungen von Steinpilzen waren weiterhin gering. Deren Kaliber und Qualität überzeugten jedoch, sodass diese durch die Gastronomie nachgefragt wurden.

Speisekartoffelmarkt KW 26/ 2018

Das Geschäft mit den Speisefrühkartoffeln nahm weiter an Fahrt auf. Zum einen harmonierte ein kaum drängendes Angebot hinlänglich mit einer zufriedenstellenden Nachfrage. In der Folge bewegtensich die Notierungenauf ihrem bisherigenNiveau. Zum anderen trafen die Abladungen derart üppig ein, dass das Interesse nicht ausreichte, um eine glatte Räumung zu garantieren. Zudem machte sich das Fehlen des Umsatzmotors Spargel bemerkbar in einer Entschleunigung des Verkaufes. Die Händler mussten also wegen des angestiegenen Mengendrucks und aufgrund der ungenügenden Abnahme ihre Forderungen reduzieren. Die Bedeutung von Lagerware hatte sich erheblich eingeschränkt. Ihre Preise verharrten für gewöhnlich auf einem ziemlich starren Level. Vereinzelt verteuerten sich Annabelle kraft ihrer begrenzten Verfügbarkeit.

Externer Link: Marktbericht Nr. 26/18

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