Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 23 / 18 vom 13.06.2018 für den Zeitraum 04.06. – 08.06.2018


(Auszug)

Spargel

BLE_4c_de1Das Saisonende rückte zusehends näher. Klar erkennbar verminderten sich die Mengen. Die Luft war inzwischen raus aus dem Handel, denn sukzessive entschleunigte sich der Vertrieb. Zum einen flossen verschiedentlich zu große Chargen zu. Das Angebot überragte dann die Nachfrage augenscheinlich. Es bildeten sich Überhänge. Die Preise gerieten merklich unter Druck, sackten vornehmlich ab. Ihre Spannengrenzen divergierten. Zum anderen flaute das Interesse eben doch nicht derart ab, dass überall Vergünstigungen unausweichlich gewesen wären. Manchmal reichte es aus, um genügend mit den Anlieferungen korrelieren zu können. In der Folge ließen sich Verteuerungen etablieren, die in maximalen Fällen ohne Weiteres 40 % überschritten. Gerade die grünen Kultivare gingen in einem knappen Umfang zu, der den Vermarktern ansteigende Forderungen gestattete.

Äpfel
Die Zufuhren aus Übersee passten für gewöhnlich hinlänglich zu den Verkaufsmöglichkeiten. Deren Kurse veränderten sich kaum. Obwohl diese auf einem ziemlich hohen Niveau oszillierten, schränkte das den Zugriff nicht wirklich ein.

Birnen
Das Interesse zeigte sich kontinuierlich von seiner ruhigen Seite. Der Grad der Versorgung reichte völlig aus, um den Bedarf gänzlich abzudecken. In der Folge brauchten die Vertreiber ihre Forderungen nicht zu modellieren.

Tafeltrauben
Die Nachfrage konnte nur manchmal befriedigen. Sie dehnte sich aber häufig aus, nachdem man sich wegen des intensivierten Angebotes bei Offerten aus dem Mittelmeerraum zu Verbilligungen entschlossen hatte.

Erdbeeren
Obwohl sich die Abnahme dank der freundlichen Witterung offensichtlich beschleunigte, gelang es selten, eine glatte Räumung zu erwirken. Die Preise weiteten ihre Spannen erkennbar aus. Dabei rutschten sie sukzessive nach unten ab.

Aprikosen
Die divergierende Güte brachte Bewegung in die Bewertungen. Zum einen sanken sie mengeninduziert sowie bei drängenden Überhängen, zum anderen stiegen sie bei Chargen mit hervorragenden organoleptischen Eigenschaften an.

Kirschen
Die sommerliche Witterung bildete die Basis für eine lebhafte Abnahme. Die progressive Verfügbarkeit leitete einen verschärften Konkurrenzkampf ein. Das Ganze mündete in einem Preissturz mit auseinanderstrebenden Spannengrenzen.

Pfirsiche und Nektarinen
Das Interesse divergierte von ruhig bis zufriedenstellend. Aufgrund der angewachsenen Versorgung tendierten die Kurse nach unten. Selbst die überschaubarer vorrätigen italienischen Mengen entkamen nicht diesem negativen Trend.

Kiwis
Die Chargen aus der südlichen Hemisphäre vermochten mit einer hervorragenden Qualität, die Artikel aus Italien mit niedrigen Preisen genügend Kunden zu locken. Der Abverkauf ging daher relativ flott vonstatten.

Zitronen
Das begrenzte Angebot an spanischen Verna vermochte die Nachfrage nicht hinlänglich zu stillen. Die Notierungen verharrten daher auf ihrem ansehnlichen Niveau. Manchmal bewegten sie sich sogar nach oben.

Bananen
Der Absatz verlief in sehr ruhigen Bahnen. Das Interesse fiel in Anbetracht der ausgeprägten Konkurrenz durch Sommerobst zu knapp aus. In der Folge tendierten die Preise zur Schwäche.

Blumenkohl
Das andauernde sonnige Wetter verlangsamte den Vertrieb und beschleunigte die einheimische Ernte. Der schrumpfende Bedarf zog unweigerlich Verbilligungen nach sich.

Salat
Der Zustrom von inländischem Eissalat hatte sich intensiviert. Die sommerliche Witterung verdichtete den Absatz, sodass zuweilen sogar eine glatte Räumung erzielt werden konnte. Die Preise verharrten für gewöhnlich auf einem stabilen Level.

Gurken
Man verzeichnete einen steten Zugriff. Zu einem kleinen Teil überdauerten die Kurse somit auf einem recht starren Niveau. In der Regel zeigte ihre Grundrichtung aber wegen einer aufgestockten Bereitstellung erkennbar nach unten.

Tomaten
Fortlaufend erschwerte eine augenscheinliche Überversorgung eine glatte Räumung. Infolge der sommerlichen Temperaturen verdichtete sich der Zuspruch zwar erfreulich schnell, doch nicht schnell genug, um Überhänge zu vermeiden.

Gemüsepaprika
Das vorwöchige hohe Level der Kurse von roten und gelben Varietäten brach in Hamburg ein. In Köln und München verteuerten sich gerade die roten Kultivare, da deren Verfügbarkeit nicht ausreichte, um den Bedarf zu decken.

Zwiebeln
Angebot und Nachfrage von Haushaltsware harmonierten annähernd genügend miteinander. Die Bewertungen verharrten für die europäischen Partien vielfach auf einen recht stabilen Niveau, die der überseeischen senkten sich mengeninduziert ein wenig.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Kein Kommentar

Hamburg

Pflaumen der Sorte Red Beaut aus Südafrika brachten 11,- € je 5-kg-Karton. Brombeeren und Heidelbeeren sowie grüne und rote Stachelbeeren aus südlichen Anbaugebieten Deutschlands verschärften den Abgabedruck auf bisher vorherrschende Chargen aus Südeuropa. Neue Navel-Orangen aus Südafrika trafen Mitte der Woche in Rotterdam ein und sollen in Kürze am Markt sein. Frischer Lauch aus Portugal kostete 1,40 € je kg.

Köln

Noch immer nicht richtig in Schwung gekommen war der Vertrieb von Rhabarber und die Restlaufzeit ist bereits abzusehen. Erste spanische Pflaumen und italienische Feigen wurden am Markt gesichtet. Ebenso flossen neuerdings Stangenbohnen aus dem Inland sowie Bobby-Bohnen aus Polen auf den Platz.

München

Durch das warme Wetter ging es im inländischen Beerensortiment nun Schlag auf Schlag: Neben Himbeeren und Kulturheidelbeeren trafen aus dem badischen Anbau nun auch rote Johannisbeeren, Brombeeren und Stachelbeeren ein. Die sommerlichen Temperaturen forcierten das Angebot an Wassermelonen und Honigmelonen aus der Mittelmeerregion. Für Ananas, Mangos und Papayas bestand stets eine gute Nachfrage, von wesentlichen Preisabstrichen konnte somit keine Rede sein. Die Saison von Rhabarber neigte sich langsam dem Ende entgegen. Kontinuierlich wurden zu reichliche Mengen geliefert, was die Kurse verstärkt nach unten drängte. Inländische Zucchini machten sich deutlicher bemerkbar und vergünstigten sich. Buschbohnen und Stangenbohnen stammten aus der Pfalz. Das nachlassende Interesse für spanischen Broccoli drückte auf die Bewertungen. Steinpilze und Pfifferlinge aus Rumänien und Bulgarien eroberten bei fallenden Forderungen der Verkäufer sukzessive die Speisekarten der Gastronomie.

Berlin

Eine regelrechte Flut an Himbeeren aus Marokko und Spanien brach über den Markt ein. Es waren fast ausschließlich konditionsschwache Handelsrückläufer vorzufinden und deren Notierungen näherten sich zügig an 0,10 € je 125-g-Schale an. Alternativ veräußerte man die komplette Europalette für 50,- €, um noch schneller zu räumen. Zum Freitag hin tauchten erste Stachelbeeren aus Sachsen-Anhalt auf. Die aufgerufenen 3,- bis 3,50 € je 500-g-Abpackung hielten die Kunden nicht davon ab, beherzt zuzugreifen, auch wenn die Früchte geschmacklich überhaupt nicht überzeugten. Die großen spanischen Wassermelonen waren aus dem Vertriebsgeschehen nicht mehr wegzudenken, erfreuten sich dank sommerlicher Temperaturen einer ausgesprochenen Beliebtheit und wechselten so den Besitzer für 0,70 bis 1,- € je kg.

Speisekartoffelmarkt KW 23 / 2018

Die Rodungen inländischer Frühkartoffeln intensivierten sich. Die Verfügbarkeit auf den Märkten dehnte sich erkennbar aus. Manche sprachen gar von einer Angebotsschwemme. Die angewachsenen Mengen riefen unausweichlich Vergünstigungen hervor. Dadurch wurden die Offerten zunehmend für eine breite Masse interessanter. In der Folge stiegen die Verkaufszahlen an. Die Anlieferungen aus Italien schränkten sich zum einen teilweise ein, machten zum anderen aber immer noch das Gros des Sortimentes aus. Auch in diesem Sektor fielen insbesondere wegen der verdichteten Konkurrenz aus Deutschland oftmals sukzessive die Preise. Die Abladungen aus Zypern waren stark rückläufig. Sie notierten fortwährend auf einem niedrigen Niveau, das hier und da sogar noch weiter einbrach. Die einheimische Lagerware verlor nach und nach an Bedeutung. Obwohl die Geschäfte nicht mehr ganz so glatt vonstattengingen, konnten die Händler ihre Forderungen meistens auf ihrem bisherigen Level belassen. Versuche, diese ein wenig anzuheben, gelangen nur begrenzt und bloß bei Partien einer hervorragenden Qualität.

Externer Link: Marktbericht Nr. 23/18

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