Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 15 / 18 vom 18.04.2018 für den Zeitraum 09.04. – 13.04.2018


(Auszug)

Birnen

BLE_4c_de1Das vielfältige Sortiment führten italienische Abate Fetel, südafrikanische Williams Christ und argentinische Packham`s Triumph an. Rosemarie und Packham`s Triumph aus Südafrika folgten von der Wichtigkeit her. Aus Chile kamen vorrangig Abate Fetel und Flamingo. Die Türkei steuerte Santa Maria zur Vermarktung bei. In München tauchten zudem in Italien abgepackte argentinische Red Bartlett auf. Niederländische und belgische Conference rundeten das europäische Angebot ab. Insgesamt verlief die Unterbringung stetig unaufgeregt. Der Fokus der Kunden lag dabei offensichtlich auf den Früchten aus der südlichen Hemisphäre. Die Notierungen bröckelten meist ab, was auf den ausgedehnten Anlieferungen beruhte. Nur punktuell waren Verteuerungen auszumachen, so zum Beispiel in Köln, wo für italienische Abate Fetel mehr als zuvor gezahlt werden musste.

Äpfel
Langsam setzten die überseeischen Importe zum Überholen der europäischen Abladungen an: Insbesondere die Präsenz neuseeländischer und chilenischer Royal Gala sowie die von Cox Orange aus Neuseeland intensivierte sich immens. Mit Pink Lady aus Chile und Royal Gala aus Südafrika wurde die Warenpalette erweitert. Die Geschäfte dominierten unterdessen andauernd die einheimischen Elstar und Jonagold, ihre Bedeutung schmolz jedoch kontinuierlich dahin. Die Relevanz der italienischen Golden Delicious und Granny Smith verringerte sich ebenso. Organoleptisch gesehen konnten die Offerten zwar oftmals überzeugen, es waren aber auch schon Konditionsschwächen erkennbar. Generell bestätigten die Bewertungen häufig ihr bisheriges Level. Hier und da zogen sie für inländische Braeburn, deren Verkaufszeitraum demnächst endet, ein wenig an. In Köln verhinderten festere Einstandspreise einen flotten Umschlag der neuseeländischen Partien.

Tafeltrauben
Das frühlingshafte Wetter steigerte augenscheinlich den Bedarf: Der Kundenzugriff erfolgte stetig und freundlich. Selbst angehobene Eingangsforderungen taten der Nachfrage keinen Abbruch. Allerdings war die Güte mancher Chargen recht uneinheitlich.

Kiwis
Italien dominierte vor Griechenland und Frankreich. Türkische Importe gab es bloß in Frankfurt und Hamburg. Die Verkäufer mussten in München und Hamburg die Preise senken, da das Interesse nicht mit der Versorgung Schritt hielt. Andernorts verharrten die Bewertungen häufig auf bisherigem Niveau, lediglich in Frankfurt waren die kleineren Früchte von Verbilligungen betroffen. Vereinzelt litten in München die griechischen und italienischen Partien unter konditionellen Problemen.

Orangen
Obwohl noch recht üppige Mengen zur Verfügung standen, konnte man eine gewisse Sättigung seitens der Kunden nicht von der Hand weisen. Das geradezu frühsommerliche Wetter spielte dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle. Punktuell konnten die Vertreiber leichte Verteuerungen durchdrücken.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Das verminderte Interesse konnte trotz begrenzter Versorgung mühelos gestillt werden. Allerdings ließ die Qualität der Offerten ab und an zu wünschen übrig, so traten häufiger Konditionsprobleme auf. Die Preise tendierten manchmal aufwärts.

Zitronen
Spanische Primofiori herrschten fast monopolartig vor. Die Türkei beteiligte sich nur punktuell am Geschehen. Generell verliefen die Geschäfte ohne besondere Höhepunkte und die Kurse bestätigten oftmals das Level der Vorwoche, sofern die Güte überzeugte. In Frankfurt trafen rosafleischige Pink Tiger, eine Mutante von Eureka mit grün-gelb-gestreifter Schale, ein, die stolze 3,75 € je kg kosteten.

Bananen
Die Versorgung harmonierte meist mit den Unterbringungsmöglichkeiten. Im Allgemeinen blieben bei einer reibungslosen Vermarktung die Notierungen konstant.

Blumenkohl
Mit den angestiegenen Temperaturen entschleunigte sich der Bedarf erkennbar. Man war aber mit dem Zuspruch noch einigermaßen zufrieden. Die Kurse indes konnten sich nicht halten, sie bröckelten spätestens zum Wochenende hin ab.

Salat
Bei Eissalat, der ausschließlich aus Spanien eintraf, hatte sich die Verknappung nach und nach aufgelöst, denn die Verfügbarkeit dehnte sich sukzessive aus. In der Folge brachen die Preise ein, ungeachtet der Tatsache, dass sich das Interesse inzwischen belebte. Insgesamt gesehen herrschten bei Kopfsalat kontinuierlich die belgischen Chargen vor, die Präsenz der einheimischen Angebote hatte sich unterdessen verstärkt. Die italienischen Importe verloren zum Teil an Relevanz. Die freundliche Witterung initiierte normalerweise eine flotte Aufnahme. Die Händler konnten ihre Forderungen verschiedentlich auf einem stabilen Niveau fixieren, vielfach mussten sie diese jedoch wegen der expandierenden Produktpalette reduzieren. Das galt dann auch für die hervorragenden belgischen Aufmachungen mit gewichtigeren Köpfen. Die Bunten Salate stammten dominierend aus Frankreich und Italien. Die Bedeutung von einheimischen Zufuhren wuchs an. Deren Sortenspektrum verbreiterte sich erheblich. Die Unterbringungsmöglichkeiten konnten meistens die Erwartungen erfüllen. Allerdings war das kein Garant für dauerhaft konstante Bewertungen, in der Mehrheit tendierten diese nämlich nach unten. Die Kampagne von Endivien rückte ihrem Finale ein Stückchen näher. Das war an den verminderten Mengen abzulesen. Zudem verlangsamte sich die Nachfrage nach den vorrangigen italienischen Produkten offensichtlich. Die Vermarktung gestaltete sich hier ähnlich wie der Umschlag von Feldsalat immer schwieriger. Die Vertreiber mussten ihre Aufrufe daher in beiden Sektoren häufig ein wenig abmildern.

Gurken
Die Kurse verhielten sich sehr divergent: Zum einen strebten sie spätestens ab Mittwoch aufgrund einer ungenügenden Bereitstellung erkennbar nach oben. Zum anderen sackten sie trotz eines verbesserten Zugriffs kraft vergrößerter Zuflüsse nach unten ab.

Tomaten
Niederländische Chargen dominierten bei den Rispentomaten und spanische bei den Runden Tomaten. Nachgeordnet gab es Zufuhren aus Belgien. Marokko und die Türkei hatten merklich an Relevanz verloren. Deutschland gewann lediglich marginal an Bedeutung. Die Versorgung wuchs offensichtlich an. Die Vertriebsgeschwindigkeit schloss dazu nicht auf. Die Händler mussten ihre Forderungen somit stufenartig reduzieren. Verschiedentlich beschleunigte sich daran anknüpfend die Unterbringung. Punktuell wurden infolge der Schwemme 5-kg-Steigen aus Spanien und 6-kg-Kolli aus Marokko ab 4,- € vermarktet. Marokkanischen und tunesischen Importen fehlte es sporadisch an Ausfärbung oder an Schalenreinheit. Die bisherigen Aufrufe mussten zurückgenommen werden. Den Absatz von Kirschtomaten gestaltete man hauptsächlich mit italienischen Früchten; zudem trafen niederländische und ausgedehnte belgische Mengen ein. Die ausgeweitete Verfügbarkeit zwang unweigerlich zu Vergünstigungen. Der Verkauf von Fleischtomaten basierte kontinuierlich vor allem auf den belgischen Angeboten, spanische und niederländische waren von ihrer Präsenz her rückläufig. Der Bedarf reichte nicht aus, um eine völlige Räumung zu garantieren. Die Bewertungen sanken daraufhin vielfach ab. Sie konnten davon abweichend dennoch ab und an auf einem konstanten Niveau fixiert werden. Das galt speziell für die spärlicher vorrätigen Artikel aus Spanien und den Niederlanden.

Gemüsepaprika
Die verstärkten niederländischen Zuflüsse hatten die verringerten spanischen Anlieferungen auf den zweiten Rang verdrängt. Der Zustrom aus der Türkei expandierte minimal. Die Ergänzungen aus Belgien und Marokko variierten kaum. Die Notierungen schwankten in einer engen Anbindung an die Bereitstellung: Hier und da sackten sie aufgrund einer gesteigerten Anzahl an Partien für das gesamte Sortiment ab, manchmal jedoch bloß für die roten und gelben Kultivare. Örtlich zogen sie für die grünen Offerten kraft ihrer knapperen Zugänge an. Die Kurse der türkischen Ware veränderten sich oftmals nicht, selten verminderten oder erhöhten sich dem gegenüber. Die gewährten Verbilligungen ermöglichten bisweilen durchaus ein flotteres Geschäft. Türkische 400-g-Beutel wurden ungeachtet ihrer hervorragenden Güte in Sonderaktionen schon ab 0,50 € je Pack umgeschlagen.

Spargel
Die frühlingshaften Temperaturen brachten Schwung in den Handel. Zunächst dehnten sich die Mengen aus dem einheimischen Anbau nur langsam, später deutlich schneller aus. Die Preise brachen generell stufenweise ein, nur verschiedentlich sicherte eine lebhafte Aufnahme diesen eine gewisse Konstanz.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln flossen monopolartig aus Spanien zu. Da sie vermehrt aus dem Kühllager kamen, zogen ihre Notierungen leicht an. Bei der Haushaltsware verlief die Unterbringung stetig und die Bewertungen blieben meist konstant.

Weitere Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Erste deutsche Erdbeeren aus Franken und Nordrhein-Westfalen trafen am Montag ein. Neben Italien, den Niederlanden und Spanien beteiligte sich ab Dienstag wieder Griechenland am Geschäft. Das Interesse an Steinobst aus Übersee zeigte sich gedämpft. Marokko startete am Donnerstag mit weißen Nektarinen in Kaliber D zu 3,35 € je kg in die neue Kampagne. Heidelbeeren aus Spanien in 125-g- und 200-gSchalen wurden kontinuierlich abgewickelt, auch Himbeeren fanden eine befriedigende Beachtung. Hier waren, wie bei Brombeeren, ab Donnerstag wieder niederländische Früchte vorrätig. Johannisbeeren stammten aus Belgien, den Niederlanden und Chile. Trotz des frühen Zeitpunktes suchten die Kunden bereits nach Wassermelonen. Das Angebot an Rhabarber dehnte sich aus. Einheimische und italienische Radieschen verbilligten sich. Die Kurse für freundlich nachgefragte gereifte Avocados stiegen leicht an. Das kurze Preishoch für belgische und niederländische Auberginen schien beendet. Inländischer Schnittlauch wurde zu 0,25 bis 0,30 € je Bund ins Sortiment aufgenommen.

Hamburg

Verkaufsaktionen in der Discountschiene mit spanischen Erdbeeren zu 0,99 € je 500 g brachten die Vertreiber von italienischen und niederländischen Alternativen am Platz unter Zugzwang. Erste portugiesische Chargen kosteten 2,50 € je 500-g-Schale. Süddeutsche Abladungen werden in der 16. KW erwartet. Aufgrund eines schwachen Bedarfs vergünstigten sich am Montag südeuropäische Zucchini. Eingeschränkt zur Verfügung stehende inländische Speisemöhren verteuerten sich ebenso wie ihre niederländische Konkurrenz. Kohlrabi aus Italien war knapp, daher strebten die Notierungen aufwärts, wovon die Artikel aus Spanien profitierten.

Köln

Brombeeren und Johannisbeeren konnten infolge hoher Forderungen kaum abgesetzt werden. Das Angebot von Rhabarber wuchs stetig an. Die Offerten präsentierten sich dabei aber in sehr uneinheitlicher Aufmachung. Witterungsbedingt wurde Lauch weniger beachtet.

München

Die täglichen Anlieferungen von spanischen und italienischen Erdbeeren intensivierten sich und trafen trotz Verteuerungen auf einen aufnahmebereiten Markt. Bei Himbeeren und Kulturheidelbeeren aus Spanien schlug sich das temperaturinduziert große Interesse des ambulanten Handels positiv auf das Geschäft nieder. Die Nachfrage nach knappen Ananas, Limetten sowie bedarfsgerechten Mangos wurde durch das warme Wetter beflügelt. Aufgrund kontinuierlich ausgedehnter Mengen verbilligte sich inländischer Rhabarber. Die Notierungen von Lauch bröckelten häufig ab. Das bislang vorherrschende Sortiment an Rucola, Radieschen und Bundzwiebeln aus Italien wurde zusehends mit einheimischen Chargen erweitert.

Berlin

Die Saison von Erdbeeren ist in vollem Gange und bescherte den meisten Vertreibern zufriedenstellende Umsätze. Insbesondere die niederländischen Früchte überzeugten mit ihren organoleptischen Eigenschaften. Italienische Seascape in 500-g-Körbchen waren sehr dunkel, rochen vorzüglich und fanden zu 2,- bis 2,50 € je 500 g steten Anklang. Lediglich die zahlreichen schon zu weichen spanischen Offerten mussten mit Vergünstigungen abgegeben werden. Die Präsenz von weißfleischigen Nektarinen aus Chile verstärkte sich. Die zuckersüß schmeckenden, aber ein wenig zu hartreifen Produkte kosteten 8,- bis 10,- € je 10-kg-Kunststoffkiste. Einheimischer Rhabarber generierte eine vermehrte Beachtung und wurde zu 2,50 bis 3,50 € je kg abgewickelt.

Speisekartoffelmarkt KW 15 / 2018

Das Sortiment an alterntiger Lagerware aus Deutschland war breit gefächert. Die Bereitstellung hatte sich örtlich marginal verringert. Die Qualität vermochte in der Regel durchweg zu überzeugen. Der Abverkauf verlief in ruhigen Bahnen, gewährleistete jedoch eine kontinuierliche Abnahme. Die Bewertungen verharrten für gewöhnlich auf einem starren Niveau. Bloß selten gaben sie leicht nach. Der in Schwung kommende Absatz von Spargel regte offensichtlich den Bedarf nach Speisefrühkartoffeln an. Das Angebot weitetesich sukzessive aus, ohne merklichen Druck aufzubauen. Sowohl die Mengen als auch die Palette der Produzenten vergrößerte sich. Ungeachtet des intensivierten Zugriffs mussten die Händler ihre Forderungen häufig ein wenig reduzieren. Von Verteuerungen hielt man Abstand. Vielmehr sollten die Vergünstigungen dem Geschäft noch mehr an Fahrt verleihen, damit das anschwellende vorherrschende Volumen aus Zypern, Italien und Marokko schneller untergebracht werden konnte. Einige der Notierungen oszillierten unterdessen fortlaufend auf ihrem bisherigen Level.

Externer Link: Marktbericht Nr. 15/18

Quelle: 

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn