DEU: Gutes Zeugnis für das Krisenmanagement

Bild: Anna Shvets,pexels

BVLH veröffentlicht Dossier „Lebensmittelhandel in Zeiten der Corona-Pandemie. 7 Erkenntnisse aus der Krise“

– Große Mehrheit bescheinigt dem Lebensmittelhandel, gut auf die Krise reagiert zu haben
– Die Lebensmittelwirtschaft hat die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung gesichert und damit ihre Krisenfestigkeit unter Beweis gestellt
– Rezession könnte sich auf die Wertigkeit beim Lebensmitteleinkauf auswirken
– Appell an die Bürger, die erreichten Erfolge im Kampf gegen das Corona-Virus gemeinsam zu bewahren

Die Verbraucher haben dem deutschen Lebensmittelhandel bei der bisherigen Bewältigung der Corona-Krise ein gutes Zeugnis ausgestellt. In Umfragen waren zwischen 60 und 75 Prozent der Befragten der Ansicht, dass der Lebensmittelhandel gut auf die Pandemie reagiert habe. In den Geschäften sei gut vorgesorgt worden, damit die Hygieneauflagen eingehalten werden konnten.

Diese Kundenmeinung ist ein zentrales Ergebnis des aktuellen Dossiers: „Lebensmittelhandel in Zeiten der Corona-Pandemie. 7 Erkenntnisse aus der Krise“ des Handelsverbandes Lebensmittel (BVLH). Dafür hat der BVLH zahlreiche Meinungsumfragen und Marktforschungsstudien ausgewertet, die im Frühjahr und Frühsommer 2020 zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Bevölkerung durchgeführt wurden. Folgende Erkenntnisse konnten gewonnen werden:

  1. Der Lebensmittelhandel hat in der Corona-Pandemie Gesicht gezeigt. Die Branche hat bewiesen, dass sie Krisen meistern kann.
  2. Mit dem Rückgang der Infektionszahlen widmen sich die Menschen wieder verstärkt den Vor-Krisen-Themen.
  3. Die Krise hat Form und Motive für den Lebensmitteleinkauf nur kurzfristig verändert.
  4. Die regionale Herkunft von Lebensmitteln erfährt pandemiebedingt höhere Aufmerksamkeit bei Verbrauchern.
  5. Mit dem Ende des Lockdowns stellt sich das Einkaufsverhalten noch nicht wieder auf den Vor-Krisen-Zustand ein.
  6. Mehr ernährungsökonomische und haushaltswirtschaftliche Kompetenz würde Privathaushalten das Wirtschaften in Pandemie-Situationen erleichtern.
  7. Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise lassen den Preis beim Lebensmitteleinkauf wieder stärker in den Fokus rücken.

„Die strikten Hygieneauflagen und ihre föderale Auslegung gehörten während des Lockdowns zu den größten Herausforderungen, den Lebensmitteleinkauf weiterhin möglich zu machen. Dank der großen Einsicht der Kunden und der hohen Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter ist das aber gelungen. Gemeinsam mit seinen Partnern in der Wertschöpfungskette konnte der Handel die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung sichern. Die Lebensmittelwirtschaft hat in der Corona-Pandemie ihre Krisenfestigkeit unter Beweis gestellt“, fasst BVLH-Hauptgeschäftsführer Franz-Martin Rausch die schwierigen Wochen vor allem im März und April dieses Jahres zusammen.

Die aktuellen Zahlen vom Arbeitsmarkt und der Wirtschaftseinbruch im zweiten Quartal dieses Jahres zeigen: Die Corona-Krise belastet nicht nur die Volksseele, sondern auch die Volkswirtschaft. Das ganze Ausmaß ist zwar noch nicht absehbar. Davon betroffen sein könnte letztendlich auch die in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegene Wertigkeit beim Lebensmitteleinkauf. Angesicht sprunghaft steigender Zahlen bei Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit und sinkender Haushaltseinkommen rückt der Preis wieder stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit.

Angesichts mehrerer lokaler Corona-Ausbrüche und der Sorge vor einer zweiten Infektionswelle appelliert BVLH-Hauptgeschäftsführer Rausch an die Verbraucher: „Lassen Sie uns die erreichten Erfolge gemeinsam bewahren. Niemand will einen zweiten Lockdown. Durch umsichtiges und solidarisches Verhalten können wir alle gemeinsam dazu beitragen, dass es nicht dazu kommt.“

Die Untersuchung „Lebensmittelhandel in Zeiten der Corona-Pandemie. 7 Erkenntnisse aus der Krise“, steht nachfolgend zum Download zur Verfügung.

 

 

Quelle: Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. (BVLH)