Bild: Illustrated Cottage

(CUVA) Die Pestizidbelastung von frischem Gemüse in 2018 ist unverändert im Vergleich zu den Vorjahren. Deutsches Gemüse schneidet insgesamt am besten ab. Jede 20. Probe war wegen mindestens einer Überschreitung des Höchstgehaltes zu beanstanden (wenn formale Beanstandungen des Stoffes Chlorat auch berücksichtigt werden war es jede 5. Probe). Nur eine Probe Koriander unbekannter Herkunft, vermutlich aus dem asiatischen Raum, mit 27 verschiedenen Pestizide, davon 7 über dem zulässigen Höchstgehalt, fiel aus dem Rahmen. Abgesehen von drei Proben (2x Grünkohl und 1x Aubergine) waren die nachgewiesenen Pestizidgehalte gesundheitlich unbedenklich.

Im Jahr 2018 wurden am CVUA Stuttgart insgesamt 1076 Proben Frischgemüse aus konventionellem Anbau auf Rückstände von über 750 verschiedenen Pestiziden, Pestizidmetaboliten sowie Kontaminanten untersucht. 965 dieser Proben (90 %) wiesen Rückstände von insgesamt 219 verschiedenen Pestizid-Wirkstoffen auf (2017: 227 Wirkstoffe, 2016: 202, 2015: 210, 2014: 208, 2013: 199). Insgesamt wurden 4953 Rückstände gefunden (gemäß den gesetzlichen Rückstandsdefinitionen, siehe auch Anlage 4 / im Quellenink). Bei 231 Gemüseproben (21 %) wurden Rückstandsgehalte über den gesetzlich festgelegten Höchstmengen festgestellt. Somit blieb die Beanstandungsquote, wie in den drei Vorjahren, vergleichsweise hoch (2014, 2015, 2016 und 2017: 16 %, 2013: 4,4 %, 2012: 6,4 %, 2011: 7,0 %).

Ursächlich hierfür ist die Ausweitung des Untersuchungsspektrums ab 2014 auf polare Pestizide und der hohe Anteil an Überschreitungen der Höchstmenge für den Wirkstoff Chlorat: in insgesamt 191 (18 %) der Gemüseproben wurde die Höchstmenge von Chlorat überschritten. Wenn formale Beanstandungen von Chlorat nicht berücksichtigt werden, ergibt das mit 55 Proben eine Beanstandungsquote aufgrund von Höchstmengen-überschreitungen von 5,1 %. Insgesamt schneidet deutsches Gemüse am besten ab.

Weitere Details zum Bericht unter der Quelle: http://www.cvuas.de