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Spargel

BLE_4c_de1Infolge der wachstumsfreundlichen Witterung dehnte sich die Präsenz der einheimischen Offerten massiv aus. Demgegenüber schwächelte die Nachfrage; sie konnte bei weitem nicht mit der angestiegenen Verfügbarkeit Schritt halten. Die Bewertungen kannten demzufolge nur eine Richtung: Sie sanken stetig abwärts und halbierten sich örtlich im Vergleich zur Vorwoche. Doch auch dies belebte das Geschäft nicht nachhaltig, sodass Bestände in der Regel unvermeidlich waren. Dünne Erzeugnisse mussten letztlich mancherorts unter Notiz abgewickelt werden. Doch auch dicke Stangen räumten nicht stetig oder vollständig. Neben inländischen waren noch einige niederländische und polnische Chargen am Handel beteiligt. Im Bereich des Grünspargels komplettierten Italien, Spanien, die Niederlande und Polen die von Deutschland dominierte Vermarktung. Auch in diesem Sektor sanken die Notierungen erheblich ab.


Äpfel
Im Segment der alterntigen europäischen Ware verminderte sich die Verfügbarkeit zusehends. Die Qualität überzeugte meist, sodass sich ein steter Zugriff entwickelte.

Birnen
Südafrika, Argentinien und Chile prägten das Geschehen. Eine freundliche und kontinuierliche Nachfrage sicherte in der Regel stabile Notierungen.

Tafeltrauben
Die Versorgung genügte, um den Bedarf mit Leichtigkeit zu decken. Die Notierungen verharrten oftmals auf bisherigem Niveau, nur örtlich sanken sie ein wenig abwärts.

Erdbeeren
Mittlerweile hatten von der Menge her die deutschen Produkte die Führung übernommen; ihre Präsenz dehnte sich sehr deutlich aus. Italienische Abladungen verminderten sich ebenso wie die spanischen.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien herrschte augenscheinlich vor. Die Offerten überzeugten hinsichtlich ihres Geschmacks nicht immer; bei der Ausfärbung gab es seltener Anlass zu Kritik. Die Nachfrage zeigte sich aufgrund der fast schon sommerlichen Witterung von ihrer freundlichen Seite.

Kiwis
Italienische Produkte dominierten; teurere französische und günstigere griechische rundeten das Sortiment ab. Erste neuseeländische Hayward trafen in sehr übersichtlichem Rahmen ein, sodass sie noch keine echte Konkurrenz zu den europäischen Abladungen waren. Diese sahen sich daher einem freundlichen Interesse ausgesetzt, was sich punktuell auch positiv auf die Bewertungen auswirkte. Die Importe aus Übersee kosteten für die Kunden hingegen zu viel, weshalb sie nur auf einen eingeschränkten Zuspruch stießen.

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Zitronen
Spanien herrschte monopolartig vor und stellte immer mehr Verna bereit, während Primofiori kontinuierlich an Wichtigkeit verloren. Für gewöhnlich konnte der Bedarf gedeckt werden.

Bananen
Das ruhige Interesse konnte in der Regel ohne Probleme gestillt werden. Lediglich in Berlin gelang dies nicht, weshalb die Notierungen der Zweit- und Drittmarken anstiegen.

Blumenkohl
Deutschland verdrängte Frankreich von der Spitze des Sortimentes. Infolge des sommerlichen Wetters schränkte sich die Nachfrage merklich ein. Da parallel dazu die Versorgung anwuchs, waren fallende Kurse nicht zu vermeiden.

Salat
Während sich die Präsenz von spanischem Eissalat augenscheinlich einschränkte, dehnte sich die von einheimischen und niederländischen Chargen merklich aus. In der Regel überzeugte die Qualität, allerdings mussten die Händler ihre Aufrufe infolge der verstärkten Verfügbarkeit deutlich senken.

Gurken
Deutschland dominierte vor den Niederlanden und Belgien. Spanien trat nur noch in München in Erscheinung und kam über einen ergänzenden Charakter nicht hinaus. Die Bereitstellung dehnte sich aus und überragte den Bedarf.

Tomaten
Spanien hatte sich aus dem von den Niederlanden und Belgien dominierten Markt fast komplett verabschiedet. Einheimische Chargen rundeten das Sortiment insbesondere im Segment der Rispenofferten ab.

Gemüsepaprika
Niederländische Früchte prägten augenscheinlich das Geschehen. Ihre Qualität überzeugte durchaus, allerdings ließ das Interesse an ihnen punktuell zu wünschen übrig. Dennoch blieben die Notierungen oftmals konstant.

Zwiebeln
Im Bereich der Gemüsezwiebeln dominierte Spanien; Chile ergänzte, fehlte indes in Köln fast völlig. Im Sektor der Haushaltsware schränkte sich die Präsenz der deutschen Offerten kontinuierlich ein.



Speisekartoffeln

Kommentar:

Erste inländische Speisefrühkartoffeln traten in Frankfurt und Hamburg auf: Mit Annabelle und Berber startete die diesjährige Saison. Obwohl die Partien noch recht begrenzt waren, hatten sie schon Einfluss auf die Notierungen der bereits etablierten Chargen: So sanken die Kurse für italienische und zyprische Importe meist. Auch auf den übrigen Plätzen bröckelten die Bewertungen bei eher eingeschränkten Unterbringungsmöglichkeiten häufig ab. Dies betraf sowohl den Sektor der Speisefrühkartoffeln, in dem Italien und Zypern das Geschehen bestimmten, als auch den der Lagerware, in dem Deutschland fast monopolartig dominierte.

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Grossmärkte


Frankfurt

Bei Aprikosen mussten die Forderungen trotz einer freundlichen Nachfrage angebotsinduziert gesenkt werden. Die Türkei stellte Mogador in 4-kg-Steigen sowie Sekerpare in 19×300-g-Schalen bereit. Frankreich startete am Donnerstag mit Kaliber AAA in die Saison. Kirschen aus Spanien und Italien trafen überwiegend in 26 mm ein. Kleinfallende 24 mm waren kaum zu platzieren. Von den Kunden gesucht wurden 28 mm und 30 mm, für die sie ca. 8,- bis 10,- € je kg zahlten. Spanische Himbeeren waren in sehr umfangreichen Mengen vorhanden, zum Teil als Rückläufer aus dem LEH. Erste einheimische Früchte kosteten am Mittwoch 2,60 € je 125 g. Gut beachteten Rhabarber veräußerte man zu 0,80 bis 1,- € je kg. Kernlose Wassermelonen aus Spanien vergünstigten sich fast um die Hälfte. Auch Galiamelonen verbilligten sich auf 5,50 bis 8,- € je Karton. Die Kurse von Zucchini und Auberginen bröckelten ab. Erster deutsche Fenchel und Radicchio war ab Mittwoch am Markt, am Donnerstag folgten Bundmöhren. Als Besonderheit wurden italienische gelbe Stangenbohnen zu 16,- € je 6-kg-Steige umgeschlagen. Die Bewertungen für serbische Pfifferlinge sanken um etwa 35 %.

Hamburg

Bei Kirschen bestimmte Spanien das Geschehen: Offerten ab Größe 26mm + generierten am meisten Zuspruch. Bei Produkten mit geringerem Durchmesser, fehlender Rötung und Aroma schwächten sich die Notierungen ab. Das Interesse an überschaubaren exklusiven italienischen Bigarreau war recht rege. Grapefruits aus Südafrika, Star Ruby, eröffneten zu 21,50 € je 15 kg die Saison. Ab der 21. KW wird mit der Ankunft französischer Aprikosen gerechnet. Trotz warmer Witterung mussten die Verkäufer die Aufrufe für Melonen herabsetzen. Einheimische Erbsen schlug man zu 4,- € je kg um. Zum Auftakt veranschlagten serbische Pfifferlinge je nach optischen Eindruck zwischen 20,- und 24,50 € je kg.

Köln

Das Geschäft mit Steinobst blieb hinter den Erwartungen zurück. Standweise waren einige Qualitätsunterschiede sichtbar, vor allem bei Kirschen. Zur Wochenmitte beschleunigte sich mit steigenden Temperaturen die Abwicklung von Melonen, ehe sie sich ab Freitag, nicht zuletzt witterungsbedingt, wieder verlangsamte. Dasselbe war bei Rhabarber zu beobachten. Lauch wurde kaum nachgefragt. Ganz aus dem Sortiment verschwunden ist bereits einheimischer Bärlauch.

München

Neben spanischen und italienischen Aprikosen gab es zu Wochenbeginn auch erste französische. Süßkirschen wurden am Platz immer präsenter; Italien und Spanien schickten schon einige Mengen ins Rennen. Bei Grapefruits gesellten sich zur Ware aus den Mittelmeerländern erste südafrikanische Chargen. Erste inländische Frühheidelbeeren und Himbeeren aus geschütztem Anbau waren zum Wochenausklang erhältlich. Aus Frankreich traf erster Lauch aus neuer Ernte ein. Die Anfangspreise lagen über den Kursen der belgischen und inländischen Konkurrenz. Die Saison für ägyptische Buschbohnen lief aus; italienische Partien komplettierten das Angebot. Pfifferlinge aus Serbien vergünstigten sich.

Berlin

Im Wochenerlauf kamen erste italienische Kirschen, Bigarreau, an. Sie ergänzten das spanische Sortiment. Das Interesse war noch recht schwach, sodass die Forderungen immer weiter nach unten korrigiert wurden. Das Absatzgeschehen konnte so jedoch nicht angeregt werden. Aprikosen waren im Wochenverlauf aus Spanien, Italien und in kleinen Mengen aus Frankreich verfügbar. Da die Früchte geschmacklich noch nicht überzeugen konnten, sanken die Notierungen sukzessive ab.


Externer Link: Wochenbericht Nr. 20/17 Obst, Gemüse und Südfrüchte (PDF – 1.81 MB)


Quelle:

BLE, Marktbeobachtung

BUNDESANSTALT FÜR LANDWIRTSCHAFT UND ERNÄHRUNG – REFERAT 511
Deichmanns Aue 29
D – 53179 Bonn
Web: www.ble.de