Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 37/19 vom 18.09.2019 für den Zeitraum 09.09. – 13.09.2019

 

Birnen

Italien herrschte mit Santa Maria und Williams Christ vor. Abate Fetel wurden inzwischen vermehrt lose in 15-kg-Abpackungen umgeschlagen. Die Präsenz von Carmen schränkte sich augenscheinlich ein. Deutsche Williams Christ und Gute Luise spielten im Sortiment eine größere, Clapps Liebling eine kleinere Rolle. Erste inländische Alexander Lucas, Gellert und Conference tauchten punktuell auf. Die Türkei beteiligte sich einzig mit Santa Maria an den Geschäften. Die Bedeutung niederländischer Conference und Gellert sowie spanischer Abate Fetel dehnte sich aus. Dr. Jules Guyot aus Frankreich sowie Limonera aus Spanien verschwanden derweil fast gänzlich aus der Vermarktung und überzeugten bezüglich ihrer Kondition immer seltener. Belgische Clapps Liebling komplettierten die umfangreiche Warenpalette. Die Unterbringung verlief unterschiedlich: Meist eher schwierig, ab und an aber besser als in den Vorwochen. Auch die Preise entwickelten sich uneinheitlich. So musste man in Frankfurt etwa für gelegte Offerten generell tiefer in die Tasche greifen. In Hamburg sorgte eine an den mäßigen Bedarf angepasste Bereitstellung für stabile Notierungen. In Köln bröckelten die Bewertungen aufgrund einer zu schwachen Nachfrage leicht ab. Und in Berlin vergünstigten sich hauptsächlich die italienischen Anlieferungen mengeninduziert.

Äpfel
Die einheimischen Zuströme intensivierten sich kontinuierlich. Das Interesse zeigte sich manchmal freundlich. Infolge der angewachsenen Verfügbarkeit konnten die Vertreiber ihre bisherigen Aufrufe aber nicht aufrechterhalten.

Tafeltrauben
Es konnte auf ein umfangreiches Sortiment zugegriffen werden. Verbilligungen gehörten auf einigen Plätzen zum Tagesgeschäft, da sich die Bereitstellung zu schnell verdichtet hatte.

Pfirsiche und Nektarinen
Summa summarum schränkte sich die Verfügbarkeit etwas ein. Spanien dominierte dabei vor Italien. Der Verkauf erfolgte recht unspektakulär und ohne besondere Vorkommnisse.

Pflaumen
Die Präsenz von Hauszwetschgen, Presenta, Elena und Ortenauer aus Deutschland verdichtete sich. Angesichts der üppigen Versorgung mit inländischer Ware stießen die französischen, spanischen und italienischen Partien nur auf geringe Beachtung.

Zitronen
Es kam leichte Bewegung in die Produktpalette, denn die Importe aus Südafrika verdichteten sich augenscheinlich, während sich die spanischen Chargen erkennbar einschränkten.

Bananen
Zum einen hatten die Vertreiber die zufließenden Mengen aus den Reifereien genügend auf die Absatzmöglichkeiten abgestimmt. Zum anderen verdichtete sowohl der Schulanfang im Süden als auch die herbstliche Witterung den Bedarf.

Blumenkohl
Deutschland dominierte. Die niedrigeren Temperaturen beeinflussten das Interesse positiv: Die Unterbringungschancen hatten sich ausgeweitet. Die Notierungen kletterten meist aufwärts.

Salat
Bei Kopfsalat prägte das Inland die Szenerie. Die Notierungen der einheimischen Offerten tendierten häufig zum Wochenende hin nach oben, da sich der Umschlag beschleunigte.

Gurken
Erste spanische Anlieferungen trafen auf verschiedenen Märkten ein. Da diese günstiger als die etablierten mitteleuropäischen Chargen waren und zudem mit einer Ausdehnung ihrer Präsenz in den nächsten Handelswochen gerechnet wird, bröckelten die Notierungen summa summarum ab.

Tomaten
Die Niederlande und Belgien dominierten, Deutschland und Italien ergänzten das Geschehen. Die Verfügbarkeit hatte sich generell eingeschränkt. Doch auch der Bedarf verminderte sich. Überhänge konnten nicht überall vermieden werden.

Gemüsepaprika
Die spanischen Abladungen verstärkten sich, was die niederländischen Chargen unter Druck setzte. Auch die polnischen Partien stellten ein Problem für die niederländischen dar, denn sie waren günstiger.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Bei den Orangen tauchten erstmalig südafrikanische Gusocora in Größe 7 in 88-Stück-Kartons auf. Spanien lieferte Satsumas, Okitsu und Iwasaki, in ansprechender Güte. Die Saison von Melonen aus Übersee wurde am Montag eröffnet. Ebenso neu am Markt waren spanische Sharonfrüchte, die 12,- bis 13,- € je 2,5-kg-Karton kosteten. Beim Gemüse trafen erste schwarze Rettiche aus dem Inland ein. Die Kampagne von Weißkohl und Speisekürbissen startete voll durch. Die Qualität der Steinpilze verbesserte sich, was sich in festeren Preisen von bis zu 30,- € je kg zeigte. Pfifferlinge wickelte man trotz der ausgedehnten Einfuhrmengen flott ab. Die Bewertungen von polnischen Champignons hob man kurzzeitig an.

Hamburg

Spanische Satsumas wurden noch nicht gehandelt. Italienische Kiwis sollen ab der 38. KW verfügbar sein. Erste Honigmelonen, Galiamelonen und Cantaloupemelonen aus Brasilien hatten wegen des Preisvorteils spanischer Offerten einen schweren Stand. Für Radicchio musste man 8,- € je 3 kg bezahlen. Rosenkohl aus den Niederlanden wurde zu 8,- € je 5-kg-Sack verkauft. Zucchini aus Spanien lagen mit 4,50 € je 5 kg auf dem Level der einheimischen Chargen. Italienischer Dill kostete 8,50 € je 3 kg und Fenchel 8,- € je 5-kg-Abpackung mit 8 bis 10 Stück.

Köln

Keine Informationen vorliegend.

München

Das Interesse an Erdbeeren schwand; auch das angenehmere Wetter in der zweiten Wochenhälfte führte nicht zu dem erhofften Absatz der konditionell gut aufgestellten süddeutschen und belgischen Ware. Die Wichtigkeit von inländischen und polnischen Himbeeren und Kulturheidelbeeren verringerte sich merklich. Mit dem Auftauchen südamerikanischer Kulturheidelbeeren wird demnächst gerechnet. Die kühleren Temperaturen sorgten für eine leicht verbesserte Beachtung von südafrikanischen und marokkanischen Orangen sowie erster südafrikanischer Mandarinen. Einheimische Auberginen waren nur noch mit Resten vertreten. Die Präsenz von inländischen Zucchini verminderte sich. Deutscher Grünkohl und belgischer Rosenkohl erweiterten das Gemüseangebot. Pfifferlinge verteuerten sich etwas. Steinpilze blieben knapp und hoch bewertet.

Berlin

Die Verfügbarkeit von inländischen Erdbeeren begrenzte sich. Das Sortiment wurde durch polnische, griechische und vereinzelt niederländische Offerten komplettiert. Ansprechende Qualitäten aus Deutschland räumten zu 1,50 € je 500-g-Schale stets zügig. Organoleptisch eingeschränkte Artikel kosteten naturgemäß deutlich weniger. Zum Wochenende hin ergänzten zahlreiche Rückläufer aus dem organisierten LEH die Produktpalette. Nur mit ihnen gelang es, die bei der spätsommerlichen Witterung freundliche Nachfrage zu befriedigen.

Speisekartoffeln KW 37 / 2019

Das Maß des Angebotes überstieg auf allen Märkten das der Nachfrage. Ausgedehnte Anlieferungen aus den einheimischen Erntegebieten bewirkten eine sehr üppige Versorgung. In der Folge gaben die Bewertungen häufig nach, vor allem an Plätzen mit zu ruhiger Abnahme. Örtlich berichtet man hingegen von einem regen Interesse, manchmal sogar von einem flotten Vertrieb. Aufgrund dessen konnten die Händler verschiedentlich ihre Forderungen auf dem bisherigen Niveau fixieren. Mussten sie Vergünstigungen gewähren, so fielen diese meist nicht sonderlich stark aus.Mehrheitlich betrafen die Reduzierungen nur die oberen, lediglich selten die unteren Grenzen der Preisspannen. Im Süden initiierte das Ferienende verbesserte Absatzmöglichkeiten, woraufhin die Notierungen auf einem unveränderten Level oszillierten. Bloß vereinzelt kamen hier Verbilligungen zum Tragen. Offerten aus Moorbodenkulturen entzogen sich oftmals dem negativen Trend und kosteten dann so viel wie in der Vorwoche.

Anhang 

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