Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 36 / 19 vom 11.09.2019 für den Zeitraum 02.09. – 06.09.2019

 

Pflaumen

Das Inland bestimmte mit zahlreichen Varietäten die Szenerie: Insbesondere gab es Hauszwetschgen, Top, Cacaks Fruchtbare und Auerbacher. Erste Elena trafen ein. Die Präsenz von Fellenberg, Ortenauer und Presenta stieg etwas an, die von Hanita, Cacaks Schöne und Bühler Frühzwetschge schränkte sich merklich ein. Neben den einheimischen Offerten konnte überwiegend auf osteuropäische Stanley zugegriffen werden. Diese waren günstiger als die deutschen Früchte und generierten daher in der Regel eine freundliche Beachtung. Spanische, italienische und französische Abladungen komplettierten die Warenpalette in geringen Mengen. Insgesamt konnte die Nachfrage ohne Schwierigkeiten gedeckt werden. Der Absatz verlief derweil nicht überall befriedigend. So mussten die Händler in Hamburg und Köln ihre Aufrufe senken, um die Unterbringungsmöglichkeiten zu verbessern. Lediglich in München verteuerten sich bosnische Stanley infolge begrenzter Anlieferungen. Dort stießen polnische Topfive aufgrund eines schwachen Geschmacks nur auf wenig Zuspruch.

Äpfel
Wegen ausgeweiteter Zufuhren konnten die Bewertungen ihr bisherigen Niveau nur selten bestätigen. Vergünstigungen beschleunigten punktuell die Abwicklung.

Birnen
Italien stellte überwiegend Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ bereit. Die Qualität konnte dabei in den meisten Fällen überzeugen. Die Nachfrage wurde häufig gedeckt, sodass sich die Preise nicht oft veränderten.

Tafeltrauben
Die Unterbringung verlief in der Regel recht freundlich. Allerdings sorgten die ausgeweiteten Zuströme häufig für Vergünstigungen. In Köln verteuerten sich indes griechische Thompson Seedless.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien und Italien dominierten den Handel. Die Verfügbarkeit schränkte sich augenscheinlich ein. Dennoch wurde der Bedarf ohne Schwierigkeiten befriedigt. Die Güte ließ nur selten Wünsche offen.

Zitronen
Südafrika gewann, Spanien verlor an Wichtigkeit. Infolge dar kühleren Witterung verbesserte sich die Abwicklung. Dies beeinflusste die Bewertungen jedoch nicht wesentlich.

Bananen
Zum einen belebte sich die Abnahme: teils wetterbedingt, teils durch das im Süden näher rückende Ferienende. Zum anderen entschleunigte sich die Unterbringung dermaßen, dass deutliche Verbilligungen nötig waren, um ein Auflaufen von Überhängen zu vermeiden.

Blumenkohl
Deutschland dominierte vor Belgien. Der Bedarf konnte ohne Anstrengungen gedeckt werden. Die Qualität überzeugte meist.

Salat
Bei Kopfsalat konnte ausschließlich auf einheimische und belgische Offerten zugegriffen werden. Bei einer im einem kontinuierlichen Rahmen verlaufenden Abwicklung blieben die Notierungen meistens stabil.

Gurken
Niederländische, belgische und einheimische Anlieferungen bildeten das Sortiment. Die Versorgung reduzierte sich zwar, genügte jedoch, um die Nachfrage zu befriedigen. Der Bedarf hatte sich eingeschränkt.

Tomaten
Belgische und niederländische Abladungen prägten die Warenpalette. Obwohl sich die Verfügbarkeit verminderte, fiel sie für das schwache Interesse immer noch zu umfangreich aus.

Gemüsepaprika
Die Niederlande dominierten zusammen mit Polen die Szenerie. Die hohen Bewertungen der 35. KW bröckelten auf vielen Märkten im Wochenverlauf ab.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Entgrünte Satsumas, Iwasaky aus Spanien in Größe 4 und in 7-kg-Abpackungen, waren farblich zu hell und viel zu klein. Spanische Orangen, Midknight, verdrängten zunehmend südafrikanische Salustiana. Peruanische Heidelbeeren in 12×125-g-Schälchen gesellten sich zu den einheimischen Früchten. Rote Johannisbeeren aus den Niederlanden waren mit 1,80 bis 2,- € je 125 g teuer. Der Notierungen von türkischen Feigen stürzten durch eine zu umfangreiche Verfügbarkeit regelrecht ab. Die spanischen Gemüsezwiebeln Grano konnten sich preislich leicht verfestigten. Bei deutscher Haushaltsware mussten die Händler ihre Forderungen senken. In einem verdichten Maße abgeladene Auberginen und Zucchini generierten eine freundliche Beachtung. Französische und türkische Muskatkürbisse konnten neue Kundenkreise erobern. Der Absatzmöglichkeiten von inländischen Hokkaidokürbissen blieben begrenzt.

Hamburg

Mit dem kühleren und feuchteren Wetter stieg das Interesse an Orangen aus Übersee an und die Offerten mit intensiv orange ausgefärbter Schale verteuerten sich. Um den Mengendruck abzumildern, kamen türkische Feigen am Montag nicht ohne Vergünstigungen aus. Wegen zu üppiger Anlieferungen verbilligten sich Süßkartoffeln aus den USA um 1,- € je 25 kg.

Köln

Recht zufriedenstellend gestaltete sich die Geschäfte mit türkischen Feigen. Der Bedarf an Erdbeeren schwächte sich ab. Wassermelonen wurden in einem überschaubaren Maße gekauft. Erste kleinere Partien an niederländischem Rosenkohl generierten wenig Beachtung. Etwas freundlicher dagegen verlief die Vermarktung von Kürbissen. Kräuter schlug man in einem steten Rahmen um. Kaum gehandelt, weil viel zu teuer, wurden Steinpilze.

München

Selbst markante Vergünstigungen führten bei süddeutschen und belgischen Erdbeeren nicht zur Räumung des spärlichen Angebotes. Bei Himbeeren und Kulturheidelbeeren aus Süddeutschland und Polen nahmen sowohl die Versorgung als auch das Interesse ab. Marokkanische und südafrikanische Orangen verdrängten qualitativ schlechter gewordene spanische Produkte. Grapefruits aus Südafrika fanden mit dem Einsetzen des herbstlichen Wetters begrenzteren Zuspruch. Buschbohnen und Stangenbohnen blieben ausreichend verfügbar; nur Stangenbohnen verbilligten sich. Die Notierungen von Kohlrabi und Brokkoli sanken etwas ab. Die Bewertungen von Lauch, Rettichen und Radieschen gaben leicht nach. Steinpilze wurden aus Tschechien, Rumänien und Bayern angeliefert. Pfifferlinge kamen aus Weißrussland, Rumänien und der Ukraine.

Berlin

Orangen waren nur eingeschränkt vorhanden: Die Güte der nordafrikanischen Chargen zeigte sich uneinheitlich. Insgesamt zogen die Bewertungen dennoch an. Die diesjährige Kampagne einheimischer Erdbeeren bog auf ihre Zielgerade ein. Die Notierungen für die rege nachgefragten Früchte lagen bei 1,30 und 1,60 € je 500-g-Schale. Die potenziellen Nachfolger aus Polen standen schon parat, überzeugten optisch ebenfalls und waren günstiger als die inländische Konkurrenz.

Speisekartoffeln KW 36 / 2019

Der Handel war mit inländischen Offerten reichlich versorgt. Teilweise verdichteten sich die Zufuhren augenscheinlich. Die Sortenpalette fächerte sich mit Adretta, Belana, Gala, sowie Musica und Subito weiter auf. Bloß selten passte das Maß des Angebotes hinlänglich zu dem der Nachfrage, sodass sich die Bewertungen annähernd auf einem konstanten Niveau halten konnten. Vielmehr drängten massive Mengen auf den Markt. Der Absatzdruck wuchs folglich also offensichtlich an. Bei einer für gewöhnlich ruhigen Abnahme ließen sich daher Vergünstigungen nicht vermeiden. Verschiedentlich bildeten sich sogar sehr deutliche Überhänge. Doch selbst merkliche Verbilligungen vermochten diese nicht zufriedenstellend abzubauen. Das Ferienende im Süden brachte auch nicht die erhofften Verkaufsimpulse. Dem gegenüber hatte sich die Verfügbarkeit großfallender Kaliber oftmals eingeschränkt und lag unterhalb des Bedarfs. Daher konnten die Händler in diesem Sektor ihre Forderungen, von der regulären Entwicklung der Notierungen abweichend, mitunter etwas anheben. Italienische und französischen Zugänge blieben ein Nischenprodukt, das nicht überall erhältlich war. Die Preise dieser Erzeugnisse verharrten zum einen auf einem stabilen Level, zum anderen sanken sie vereinzelt leicht ab.

Anhang 

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