Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 35 / 19 vom 04.09.2019 für den Zeitraum 26.08. – 30.08.2019

 

Pfirsiche und Nektarinen

Die Märkte waren mit den überwiegenden spanischen und italienischen Zufuhren hinreichend versorgt. Die Geschäfte hätten flüssiger verlaufen können, jedoch ließen manche Früchte hinsichtlich ihrer Güte Wünsche offen. Zudem zeigte sich die Nachfrage punktuell zu schwach. Vergünstigungen sollten die Abwicklung antreiben, was indes nicht durchgängig gelang. Französische Artikel überzeugten mit ihren organoleptischen Eigenschaften und konnten ihre bisherigen hohen Bewertungen meistens bestätigen. Griechische Abladungen beteiligten sich in einem ergänzenden Rahmen am Handel, fehlten tageweise aber bereits auf einigen Plätzen, was auf den baldigen Abschluss der Saison hindeutet. Türkische Importe rundeten das Sortiment mit geringen Mengen ab, für sie musste dank einer kontinuierlichen Unterbringung in der Regel so viel wie zuvor bezahlt werden. Lediglich in Berlin hatte sich der Bedarf generell gesteigert, sodass sich der Umschlag insgesamt recht flott gestaltete. Dort verbilligten sich ab Donnerstag die französischen Offerten wegen ihrer ausgeweiteten Präsenz. Platerinas und Paraguayos kosteten in der Hauptstadt zwischen 1,50 und 1,70 € je kg und gewannen zusehends an Wichtigkeit.

Äpfel
Aus Deutschland kamen diverse Varietäten, insbesondere Elstar und Delbarestivale und neuerdings Tenroy sowie Holsteiner Cox. Die Zuflüsse von Boskoop verdichteten sich. Das Interesse befriedigte nicht immer, selbst zum Wochenende hin blieb es örtlich hinter den Erwartungen.

Birnen
Generell konnte die Nachfrage ohne Schwierigkeiten gedeckt werden. Der Zugriff hätte dabei durchaus intensiver vonstattengehen können. Die Notierungen veränderten sich meist, sie wiesen indes keinen klaren Trend auf.

Tafeltrauben
Italienische Chargen dominierten zwar augenscheinlich, mussten summa summarum aber Marktanteile abgeben. Vorrangig wurden Michele Palieri, Victoria und Crimson Seedless gehandelt.

Aprikosen
Die Saison endete mit begrenzten Partien, sich allseits abschwächenden organoleptischen Eigenschaften, einer zaghaften Nachfrage und einer uneinheitlichen Preisentwicklung.

Pflaumen
Die Warenpalette war recht reichhaltig. Die Basis bildeten dabei Stanley aus Osteuropa sowie Cacaks Schöne, Cacaks Fruchtbare und Top aus dem Inland. Die Zufuhren aus Deutschland intensivierten sich.

Zitronen
Die hohen Temperaturen wirkten sich auf den Bedarf aus, der sich kontinuierlich verminderte. Bloß durch eine verringerte Bereitstellung konnten Vergünstigungen vermieden werden.

Bananen
Die Vermarktung verlief saisonbedingt weiterhin in recht ruhigen Bahnen. In der Regel korrelierte der Zugang aus den Reifereien genügend mit dem Warenabfluss. In der Folge verharrten die meisten Bewertungen auf einem unveränderten Level.

Blumenkohl
Deutschland dominierte das Geschehen vor Belgien und Polen. Die Anlieferungen wuchsen immens an, vorrangig die belgischen Chargen nahmen mehr Platz ein. In qualitativer Hinsicht hatte man kaum Anlass zur Kritik.

Salat
Kopfsalat kam überwiegend aus dem Inland. Die Versorgung hatte sich nicht wesentlich verändert. Die Nachfrage zog aber an. Also kletterten die Notierungen oftmals nach oben.

Gurken
Bei Schlangengurken waren deutsche, belgische und niederländische Offerten an den Märkten zu finden. Die Verfügbarkeit wuchs etwas an. Das Interesse zeigte sich nicht besonders freundlich.

Tomaten
Niederländische und belgische Anlieferungen überwogen. Einstandsbedingt und aufgrund verminderter Abladungen tendierten die Bewertungen oftmals nach oben. Dies wirkte sich aber negativ auf die Unterbringungsmöglichkeiten aus, die sich merklich einschränkten.

Gemüsepaprika
Niederländische Zufuhren bestimmten das Geschehen. Die Versorgung hatte sich nicht wesentlich verändert. Die Nachfrage konnte ohne Schwierigkeiten befriedigt werden. Dennoch stiegen die Notierungen häufig an.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Rote Johannisbeeren machten ein Preissprung auf maximal 2,70 € je 500-g-Schale. Auch Heidelbeeren verteuerten sich von 1,80 € auf höchstens 2,50 € je 250-g-Schälchen. Interesse an Erdbeeren war nur an den letzten beiden Markttagen zu verspüren. Neben türkischen blauen Feigen gab es inzwischen wieder italienische grüne und blaue Früchte zu 4,- bis 5,- € je kg. Niederländische und belgische Auberginen generierten freundlichen Zuspruch; günstigere Produkte kamen aus Italien und Spanien. Erste türkische grüne Avocados, Fuerte, tauchten in 12er-Kartons zu 18,- bis 20,- € auf. Für knappe deutsche Erbsen mussten 4,- € je kg bezahlt werden. Kohlrabi kosteten etwas mehr als zuvor. Schwarzwurzeln aus den Niederlanden wurden zu 16,- bis 18,- € je 12,5-kg-Steige gehandelt. Die Bewertungen von Fenchel zogen um 25 % an.

Hamburg

Die Notierungen von einheimischem Beerenobst blieben konstant. Melonen aus Europa fanden infolge der Hitze regen Anklang, jedoch verhinderten die immensen Abladungen Verteuerungen. Während sich die Preise für qualitativ einwandfreien inländischen Radicchio und für Fenchel verfestigten, tendierten die Bewertungen für deutschen Sellerie und für niederländischen Chicorrée abwärts.

Köln

Das Angebot an einheimischem Beerenobst begrenzte sich sukzessive. Sehr zäh gestaltete sich der Handel mit Spitzkohl, Rotkohl und Weißkohl. Dasselbe galt auch für Stangenbohnen und Buschbohnen aus Deutschland. Bei Lauch beschränkte sich der Bedarf nur auf das Nötigste.

München

Das Sortiment an inländischem Beerenobst nahm parallel zum Interesse ab. Portugal begann bereits mit ersten Lieferungen an Himbeeren und füllte so die sich langsam öffnende Lücke, die das mitteleuropäische Saisonende brachte. Polnische Preiselbeeren waren ebenso wie Waldheidelbeeren nur noch in einem schwachen Maße vertreten. Italienische und türkische Feigen dehnten ihre Präsenz merklich aus. Verminderte Zuströme von südamerikanischen Papayas führten zu teils massiven Verteuerungen. Die hohen Preise für Chicorée bröckelten leicht ab. Zucchini gab es reichlich. Süddeutscher Brokkoli wurde in geringeren Mengen abgewickelt und die Notierungen zogen an. Die Abladungen von Rotkohl und Weißkohl wuchsen an. Einheimische Steinpilze blieben knapp und Pfifferlinge weiterhin recht günstig.

Berlin

Die üppigen inländischen, polnischen, griechischen und in einem kleinen Rahmen auch belgischen Erdbeeren wurden dank des sommerlichen Wetters außerordentlich freundlich nachgefragt. Die Güte befriedigte meist, lediglich die der belgischen Früchte nicht immer. Orangen aus Nordafrika litten unter erheblichen Qualitätsproblemen, sodass die Alternativen aus Südafrika, obwohl deutlich teurer, in den Fokus der Kunden gerieten. Die obligatorisch offerierten griechischen Valencia Late konnten davon profitieren.

Speisekartoffeln KW 35 / 2019

Die Märkte waren durch anhaltend üppige Anlieferungen reichlich versorgt. Agria, Goldmarie und Princess erweiterten die inländische Produktpalette. Verschiedentlich dehnte sich die Verfügbarkeit sogar noch aus. Die Qualität der Knollen gab in der Regel keinen Anlass zur Klage. Dem Verkauf fehlte es aber andauernd an Schwung. Der Beginn der Schulzeit brachte oft nicht die erhoffte Belebung. Die Notierungen neigten daher generell zur Schwäche. Manchmal gestaltete sich der Vertrieb etwas flüssiger. Dann konnten die Händler ihre Forderungen auf einem konstanten Niveau fixieren. Doch selbst dieses tendierte insbesondere bei den gängigen Sorten häufig irgendwann nach unten. Im Süden hatte sich der Absatz trotz der Ferien verbessert, was bei vielen Offerten stabile Bewertungen ermöglichte. Örtlich konnten bei den Zugängen aus Moorboden-Kulturen durchweg höhere Preise etabliert werden; vor allem Sieglinde waren sehr teuer. Frankreich und Italien beteiligten sich bloß in einem sehr kleinen Umfang am Geschäft.

Anhang 

Herausgeber

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Deichmanns Aue 29
D-53179 Bonn

Referat 511
Heribert Tintinger – Telefon: 0228 6845 3943
Thomas Kafert – Telefon: 0228 6845 3957
E-Mail: obstundgemuesemarkt@ble.de