Quelle: BLE, Marktbeobachtung

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 33 / 19 vom 21.08.2019 für den Zeitraum 12.08. – 16.08.2019

Kirschen

Die Kampagne befindet sich vor ihrem Abschluss. Die Verfügbarkeit schränkte sich massiv ein und die angebotene Qualität ließ immer öfter Wünsche offen. Das Interesse konnte trotz der begrenzten Versorgungslage mühelos gestillt werden, da es sich nicht besonders stark ausgeprägt zeigte. In München wurde der Bedarf nicht mit neuen Abladungen, sondern mit Bestandsware befriedigt. Größere Produkte waren bei den Kunden noch am beliebtesten, kleinere unter 28 mm entwickelten sich immer häufiger zum Ladenhüter. Inländische Offerten bildeten die Basis der Warenpalette, türkische ergänzten sie. Die Niederlande, Belgien und Polen hatten nur örtlich komplettierenden Charakter. In Frankfurt tauchten kanadische Importe auf, die mit 16,- bis 18,- € je kg jedoch deutlich zu teuer und somit kaum unterzubringen waren. In Berlin wurden das Geschehen ergänzende Früchte aus der Schweiz zu 6,50 € je kg nur sehr zögerlich aufgenommen.

Äpfel
Die Saison der europäischen Partien nahm immer mehr Fahrt auf: Die Bereitstellung dehnte sich augenscheinlich aus. Allen voran die deutschen Chargen, hauptsächlich Delbarestivale und Elstar, gewannen an Wichtigkeit.

Birnen
Italienische und türkische Santa Maria sowie französische Dr. Jules Guyot bildeten die Basis des Sortimentes. Von der Bedeutung her folgten spanische Limonera und chilenische Abate Fetel.

Tafeltrauben
Generell zeigte sich die Nachfrage durchaus freundlich. Dennoch mussten infolge des ausgeweiteten Angebotes die Preise verschiedentlich reduziert werden.

Aprikosen
Frankreich dominierte vor der Türkei und Spanien. Die Versorgung schränkte sich ein. Doch auch das Interesse verminderte sich. Die Qualität der Offerten überzeugte nicht immer.

Pfirsiche und Nektarinen
Es war ein recht schwaches Geschäft zu beobachten. Im Mittelpunkt standen gelbfleischige Früchte mit größeren Kalibern. Meist harmonierten Versorgung und Nachfrage miteinander.

Pflaumen
Das Angebot wuchs an: Einheimische President, Auerbacher, Chrudimer und Cacaks Fruchtbare gesellten sich zu den schon etablierten anderen inländischen Varietäten wie Cacaks Schöne, Hanita und Top.

Zitronen
Spanien dominierte vor Argentinien und Südafrika. Die Geschäfte verliefen recht uneinheitlich und dementsprechend entwickelten sich auch die Notierungen.

Bananen
Die Nachfrage zeigte sich recht zurückhaltend. Unter anderem aufgrund der Ferien verliefen die Geschäfte daher ziemlich unaufgeregt. Drittmarken ließen sich örtlich aufgrund ihrer niedrigen Preise noch am besten unterbringen.

Blumenkohl
Deutsche Offerten beherrschten fast monopolartig das Geschehen, lediglich örtlich und mit sehr spärlichen Mengen ergänzte Belgien die Vermarktung. Die Versorgung hatte sich augenscheinlich eingeschränkt.

Salat
Bei Kopfsalat dominierte Deutschland vor Belgien und den Niederlanden. Die Verfügbarkeit begrenzte sich zwar, genügte aber, um den Bedarf zu decken. Die Nachfrage war nicht besonders stark ausgeprägt.

Gurken
Das Sortiment setzte sich aus einheimischen, belgischen und niederländischen Abladungen zusammen. Die hohen Notierungen der Vorwoche bröckelten mancherorts ab, was die Abwicklung aber nicht zwingend beschleunigte.

Tomaten
Das Angebot verminderte sich. Vorherrschend blieben Belgien und die Niederlande. Deutschland und Italien hatte eher ergänzenden Charakter. Der Handel verlief uneinheitlich.

Gemüsepaprika
Die Niederlande dominierten das Geschehen. Der Verkauf verlief mit einer gewissen Kontinuität, zeigte aber keine besonderen Höhepunkte. Die Bewertungen entwickelten sich sehr unterschiedlich.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Brombeeren waren nur in kleinen Mengen vorhanden und die Notierungen zogen daraufhin unweigerlich an. Rote Stachelbeeren wurden trotz Forderungen von 4,20 € je 500-g-Schale flott aufgenommen. Aus der Türkei erreichten Kelek und Acur in größeren Mengen den Markt. Nachdem grüne Zucchini in den letzten Wochen sehr reichlich eintrafen und billig gehandelt wurden, kletterten nun die Preise wieder um 10 bis 15 % aufwärts. Erste niederländische Schwarzwurzeln wurden am Freitag zu 16,- bis 17,- € je 12,5 kg gehandelt. Pastinaken, Meerrettich und Knoblauch waren bei den Kunden beliebt. Neben osteuropäischen Pfifferlingen standen kleine Mengen an Steinpilzen und ab Dienstag auch Kaiserlinge bereit. Letztere kosteten 26,- bis 28,- € je 1-kg-Korb.

Köln

Sehr langsam gestaltete sich der Verkauf von Erdbeeren. Besser und recht zügig wurden dagegen in einem spärlichen Rahmen türkische Feigen absetzen. Bedingt durch relativ feste Einstandspreise wurde Chicorée auch nur sehr zögerlich aufgenommen. Obwohl die Qualität von Fenchel überzeugte, war die Nachfrage recht schwach. Besser liefen die Geschäfte mit Pfifferlingen, die meist aus Osteuropa stammten.

München

Das kleiner gewordene Sortiment an bayerischen, westdeutschen und belgische Erdbeeren traf auf immer weniger Nachfrage. Bei Himbeeren, Schwarzen Johannisbeeren sowie bei Kultur- und Waldheidelbeeren gingen die Abladungen ebenfalls zurück. Das Interesse war aber ungebrochen gut, was zu teils deutlichen Preisanhebungen führte. Italienische und türkische Feigen standen bedarfsgerecht zur Verfügung und wurden kontinuierlich abgesetzt. Südafrikanische Orangen, Valencia Late, starteten mit ersten kleinen Mengen in die neue Saison. Die Bewertungen von inländischem Spinat blieben bei knappem Angebot auf hohem Niveau stabil. Die Notierungen von Auberginen stagnierten ebenso wie die von einheimischen Erbsen und Bohnen. Französische Artischocken vergünstigten sich etwas. Brokkoli war nur eingeschränkt verfügbar.

Berlin

Es gab bereits wenig beachteten Rosenkohl aus den Niederlanden zu 2,20 € je kg. Bei osteuropäischen Pfifferlingen verkleinerte sich das Angebot etwas, so sich die Notierungen wieder auf 10,- bis 11,50 € je kg kletterten. Kleine Sortierungen wurden aber meist vergeblich gesucht. Ein sehr geringes Aufkommen polnischer Steinpilze wurde vorrangig der Spitzengastronomie zu 27,- € je kg angeboten.

Speisekartoffeln KW 33 / 2019

Die Geschäfte wurden augenscheinlich von einheimischen Offerten geprägt. Es gab zahlreiche Varietäten. Erste Sieglinde aus Mooranbau trafen in Hamburg ein und setzten sich preislich gesehen im oberen Drittel der einheimischen Artikel fest. In Berlin auftauchende Adretta und Laura wurden freundlich nachgefragt und erweiterten das Sortiment. In Frankfurt verknappte sich die Präsenz von Berber. Abladungen aus Italien, Israel und Frankreich hatten örtlich ergänzenden Charakter. Insgesamt herrschte ein recht ruhiges Interesse vor, das problemlos gestillt werden konnte. Das Ende der Ferien wirkte sich in Berlin belebend auf den Absatz aus. Die Notierungen tendierten in der Regel ein wenig abwärts. Die Händler wollten mit den gesenkten Aufrufen ihre Bestände möglichst kleinhalten.

Anhang 

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