Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 32 / 19 vom 14.08.2019 für den Zeitraum 05.08. – 09.08.2019

Aprikosen

Die Saison bog auf ihre Zielgerade ein. Die Verfügbarkeit schränkte sich ebenso ein wie die Qualität und auch die Nachfrage begrenzte sich augenscheinlich. Französische, türkische und spanische Offerten bildeten die Basis des Sortimentes, welches von Italien ergänzt wurde. Deutschland und Bulgarien traten nur örtlich auf. Die Händler reduzierten wegen der verminderten Unterbringungsmöglichkeiten die Bereitstellung, was sich stabilisierend auf die Notierungen auswirkte. In Köln senkten die Vertreiber ihre Forderungen, was den anschließenden Verkauf aber nicht grundsätzlich ankurbelte. In München ließ die Güte der Artikel Wünsche offen, sodass sich die Abwicklung verlangsamte. Lediglich türkische Zuckeraprikosen erfuhren dort einen regen Zuspruch.

Äpfel
Die Importe von der südlichen Hemisphäre verloren an Bedeutung. Sie generierten weniger Interesse als zuvor und ihre Präsenz schränkte sich ein. Qualitativ konnten die Produkte durchaus noch überzeugen.

Birnen
Die italienischen Abladungen weiteten sich augenscheinlich aus: Vorrangig konnte auf Santa Maria und Carmen zugegriffen werden. Insgesamt gestaltete sich die Unterbringung recht freundlich.

Tafeltrauben
Italienische Victoria und Sugraone dominierten. Insgesamt konnte ein mäßiges, örtlich ein etwas freundlicheres Geschäft beobachtet werden. Die Bewertungen verharrten dabei in der Regel auf dem bisherigen Niveau.

Kirschen
Die Präsenz der vorherrschenden einheimischen Früchte schränkte sich massiv ein. Auch die Zufuhren aus der Türkei begrenzten sich. Die Niederlande, Belgien und die Slowakei rundeten das Angebot ab.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien bestimmte das Geschehen, von der Bedeutung her folgte Italien. Griechenland spielte eine kleine, Frankreich nur eine komplettierende Rolle. Die Türkei gewann an Wichtigkeit.

Pflaumen
Deutschland dominierte mit Cacaks Schöne, Bühler Frühzwetschge, Top und Katinka und beteiligte sich zudem mit vielen anderen Varietäten wie Herman und Hanita an der Szenerie.

Zitronen
Spanien herrschte mit Verna vor. Insgesamt konnte der Bedarf ohne Schwierigkeiten befriedigt werden.

Bananen
Die Nachfrage war nicht besonders stark ausgeprägt. Ferien sowie das umfangreiche Angebot an Sommerobst schmälerten die Unterbringungsmöglichkeiten.

Blumenkohl
Die Nachfrage konnte mit einheimischen Anlieferungen gedeckt werden. Die Geschäfte verliefen temperaturbedingt eher schleppend. Dennoch veränderten sich die Preise nicht grundsätzlich negativ.

Salat
Bei Kopfsalat überwogen einheimische vor belgischen Chargen. Die Verfügbarkeit genügte, um das Interesse zu stillen. Die Notierungen blieben oftmals stabil, verschiedentlich tendierten sie auch ein wenig aufwärts.

Gurken
Das Angebot setzte sich aus deutschen, niederländischen und belgischen Offerten zusammen. Die Verfügbarkeit dehnte sich summa summarum aus und genügte, um den Bedarf zu decken.

Tomaten
Die Versorgungslage wuchs an. Die Niederlande und Belgien prägten das Geschehen. Die Nachfrage konnte mit der üppigen Bereitstellung nicht Schritt halten. Sämtliche Märkte berichteten von Verbilligungen.

Gemüsepaprika
Die Niederlande dominierten, die Türkei und Spanien ergänzten das Geschäft. Das Interesse konnte ohne Probleme gestillt werden. Die Notierungen entwickelten sich sehr unterschiedlich.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Die Saison von Preiselbeeren startete zu 8,- bis 9,- € je kg. Himbeeren blieben mit 2,40 bis 3,- € je 250-g-Schale recht teuer. Die Präsenz von türkischen Feigen dehnte sich aus und die Notierungen sanken ab. Aus Italien kamen erste Kaktusfeigen. Rote einheimische Stachelbeeren und schwarze Johannisbeeren kosteten maximal 4,- € je 500-g-Schale. Der Verkauf von Zucchini aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden verlief dank niedriger Bewertungen problemlos. Die Forderungen für Auberginen aus dem Beneluxraum wurden angehoben. Polen, Italien und das Inland ergänzten mit geringen Mengen. Das Interesse an Hokkaidokürbissen blieb verhalten. Dill und Petersilie aus dem Inland verteuerten sich. Für das Wochenendgeschäft wurden Steinpilze zu 28,- € je kg bereitgehalten.

Hamburg

Die höheren Forderungen der Vorwoche wirkten bei dem Geschäft mit Erdbeeren noch nach. Bei anwachsenden Anlieferungen konnte das Interesse nicht Schritt halten. Die Bewertungen wurden daher gesenkt, um den Absatz zu beschleunigen. Aber auch am Freitag gab es keine Entspannung.

Köln

Der Handel mit Melonen verlief eher zähflüssig, und eine Räumung gelang nicht. Recht ruhig war die Nachfrage nach Erdbeeren, allerdings gab es bei knappen Zuführungen fast keine Überhänge. Trotz ansprechender Qualität verliefen die Geschäfte mit Stangenbohnen und Buschbohnen schwach. Auch Lauch sowie das gesamte Sortiment an Kohl ließen sich nur schwer vermarkten. Die Präsenz von russischen Pfifferlingen dehnte sich aus, was zum Wochenende hin für Vergünstigungen sorgte.

München

Sowohl das Angebot als auch die Nachfrage nach Erdbeeren ließ weiter nach. Erzeugnisse vom Niederrhein, Restmengen aus bayerischem Anbau sowie belgische Offerten fanden lediglich in gleichmäßig fallenden Partien noch gute Aufnahme. Mit dem wieder wärmeren Wetter stieg der Bedarf an Himbeeren, Kulturheidelbeeren und Waldheidelbeeren erneut an. Feigen aus Italien und der Türkei erfreuten sich zunehmender Beliebtheit seitens der aufnehmenden Hand. Chicorée hatte sich auf einem höheren Preisniveau eingependelt. Heimische Zucchini blieben reichlich verfügbar. Brokkoli war wegen der sommerlichen Temperaturen wenig gefragt. Die Notierungen von Kohlrabi und Radieschen blieben stabil.

Berlin

Großfallende südafrikanische, peruanische und brasilianische Mandarinen, Nadorcott, generierten zu 21,- bis 24,- € je kg ein freundliches Interesse.

Speisekartoffeln KW 32 / 2019

Ein sehr ruhiges Geschehen war zu beobachten. Ferieninduziert schränkten sich die Unterbringungsmöglichkeiten örtlich nochmals ein. Das Sortiment veränderte sich nicht wesentlich, punktuell trafen einheimische Colombo ein, während Berber aus der Warenpalette verschwanden. Die Bewertungen tendierten in der Mehrzahl abwärts. Zum einen basierte dies auf niedrigere Einstandspreise, zum anderen wollten die Händler aber auch die Bestände möglichst gering halten. Italienische und französische Offerten hatten in dem von deutschen Partien dominierten Angebot lediglich ergänzenden Charakter.

Anhang 

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