Quelle: BLE, Marktbeobachtung

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 29 / 19 vom 24.07.2019 für den Zeitraum 15.07. – 19.07.2019

Kirschen

Die einheimischen Offerten überwogen erkennbar, bloß örtlich dominierten die türkischen Zugänge. Aus dem Osten Europas kamen nur relativ geringe Abladungen. Die Importe aus dem Süden, der Mittelmeerregion, verloren mit Ausnahme von denen aus der Türkei rapide an Relevanz. Belgien und die Niederlande ergänzten hier und da in marginalem, aber etwas ausgedehntem Umfang die Sortimentspalette. Für gewöhnlich drängten recht ansehnliche Mengen in den Handel. Das unaufgeregte Interesse verlangsamte jedoch deren Unterbringung. Es entwickelte sich vielfach ein anwachsender Verkaufsdruck. Die Preisfindung gestaltete sich daher oftmals eher schwierig. Die Bewertungen schwächelten meistens; natürlich insbesondere die der wenig favorisierten kleinfruchtigen Chargen. Die türkischen Partien räumten dank ihrer ansprechenden Güte verschiedentlich so schnell, sodass sich ihre Notierungen lokal durchaus auf einem stabilen Niveau bewegten. Vor dem Wochenende konnten die Vertreiber ihre Forderungen für die deutsche Ware vereinzelt anheben. Großfallende Kaliber mit hervorragenden organoleptischen Eigenschaften erzielten punktuell somit problemlos bis zu 7,- € je kg.

Bananen

Dem Handel fehlte es an Schwung. Die angestiegenen Temperaturen und die Ferien sorgten vielfach für eine ruhige, wenn auch auf niedrigem Niveau stetige Nachfrage. Hatten die Händler die Zugänge aus den Reifereien entsprechend darauf abgestimmt, so vermochten sie ihre Forderungen häufig auf dem bisherigen Niveau zu fixieren. Verschiedentlich zeichneten sich jedoch Überhänge ab, die man mittels Verbilligungen zu vermindern versuchte. Da die Wärme den Farbumschlag forcierte, wollte man drängende Bestände so weit wie möglich vermeiden. In der Folge vergünstigten sich vorrangig die oftmals im Fokus stehenden Drittmarken, lokal sogar sämtliche Angebote. Je nach Platz sanken dem gegenüber zum einen die Bewertungen der Erstmarke, zum anderen die der Zweitmarke ab. Problematische gelbe Ware musste teilweise deutlich unter Notiz abgegeben werden.

Speisekartoffeln KW 29 / 2019

Die Anlieferungen aus dem inländischen Anbau wuchsen weiterhin an. Die Sortenpalette fächerte sich durch Krone und Laura nur wenig auf. Aus Frankreich kamen die ersten Importe an Agata. Der Grad der Versorgung stieg an und korrelierte daher nicht genügend mit dem Interesse. Die Ferien hatten die Nachfrage nämlich vielerorts entschleunigt. In der Folge mussten die Vertreiber ihre Forderungen meistens nach unten schrauben. Das machte schnell schon mal 2,- € je 25-kg-Sack aus. Selbst die freundlichere Aufnahme an den beiden letzten Tagen vor dem Wochenende vermochte daran kaum etwas zu ändern. Allerdings führten die Vergünstigungen wiederum verschiedentlich zu einem verdichteten Verkauf. Lokal war die Bereitstellung annähernd hinlänglich auf die Unterbringungs-möglichkeiten abgestimmt, sodass die Bewertungen in diesem Fall keiner Modifizierung bedurften, höchstens vereinzelt marginal abgesenkt werden mussten. Die stark rückläufigen italienischen Zugänge lockten die Kunden für gewöhnlich mittels ihres Preisvorteils. Doch auch dieser Bereich blieb in der Regel von Verbilligungen nicht verschont.

Hinweis: Aufgrund eines personellen Engpasses bei der BLE, fehlen weitere Marktkommentare!

Anhang 

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