Quelle: BLE, Marktbeobachtung

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 24 / 19 vom 19.06.2019 für den Zeitraum 11.06. – 14.06.2019

Pfirsiche und Nektarinen

Spanien dominierte augenscheinlich das Geschehen, Italien und Griechenland ergänzten es. Die Anlieferungen dehnten sich dem Saisonstand entsprechend aus. Auch die Nachfrage zog an, insbesondere ab Donnerstag beschleunigte sich die Abwicklung, dem freundlichen Wetter sei Dank. Dennoch gelang eine Räumung nicht immer. Also mussten die Vertreiber hin und wieder ihre Forderungen senken. Speziell in Berlin kam es infolge der ausgeweiteten griechischen Zuströme zu Vergünstigungen. In Hamburg wurden ausschließlich konditionsschwache Artikel mit Verbilligungen abgegeben. In Frankfurt, wo viele verschiedene Aufmachungsarten auf die Kunden warteten, intensivierte sich ab Donnerstag die Unterbringung. Die italienischen Produkte bot man dort unter anderem in 4-kg-Kartons sowie in 8-kg-Doppellagen an.

Äpfel
Allmählich schoben sich die Importe von der südlichen Hemisphäre in den Vordergrund: Die Präsenz von Royal Gala aus Neuseeland, Chile, Argentinien und Brasilien wuchs an. Der Verkauf der Zufuhren aus Übersee verlief in einem normalen Rahmen.

Birnen
Südafrika herrschte vor. Birnen befanden sich nicht im Mittelpunkt des Interesses; Steinobst stieß auf mehr Zuspruch. Also gestaltete sich die Unterbringung mitunter recht langsam. Infolgedessen mussten die Vertreiber ihre Forderungen nach unten korrigieren.

Tafeltrauben
Die Zuströme von italienischen Black Magic und Victoria wuchsen augenscheinlich an. Der Abverkauf verlief eigentlich ziemlich gut; eine Räumung klappte trotz der verstärkten Verfügbarkeit der italienischen Chargen.

Erdbeeren
Deutschland dominierte mit Abstand vor den Niederlanden und Griechenland. Die Früchte litten anfangs vermehrt an organoleptischen Schwächen, hervorgerufen durch Regengüsse in den Anbaugebieten.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien dominierte augenscheinlich das Geschehen. Die Anlieferungen dehnten sich dem Saisonstand entsprechend aus. Auch die Nachfrage zog an, insbesondere zum Wochenende hin beschleunigte sich die Abwicklung, dem freundlichen Wetter sei Dank.

Aprikosen
Spanische Anlieferungen überwogen vor französischen und italienischen. Die Güte der Artikel überzeugte in der Regel. Durch das Wetter intensivierte sich die Nachfrage deutlich.

Kirschen
Spanien und die Türkei prägten das Geschehen. Die Versorgung dehnte sich insgesamt aus und das Qualitätsbild verbesserte sich zusehends. So trafen häufiger größere und exklusiv ausgefärbte Kaliber auf, die sich flott abwickeln ließen.

Zitronen
Infolge der Hitze verringerten sich die Unterbringungsmöglichkeiten. Also senkten die Vertreiber ihre Aufrufe, um den Verkauf zu beschleunigen. Dies klappte aber nicht immer.

Bananen
Die Nachfrage zeigte sich eher verhalten. Schuld daran waren teils die Ferien, teils die sommerlichen Temperaturen. Einige Vertreiber mussten ihre Forderungen etwas reduzieren, um Überhänge zu vermeiden.

Blumenkohl
Einheimische Offerten dominierten. Das sommerliche Wetter bremste das Interesse. Parallel dazu weitete sich aber die Verfügbarkeit aus. Beide Handlungsstränge mündeten unweigerlich in Vergünstigungen.

Salat
Bei Kopfsalat bestimmte Deutschland vor Belgien das Geschehen. Der Bedarf konnte trotz eingeschränkter Zufuhren problemlos gedeckt werden. Die Notierungen verharrten häufig auf bisherigem Niveau.

Gurken
Die Niederlande, das Inland sowie Belgien bildeten das Fundament des Sortimentes bei Schlangengurken. Das Interesse war nicht besonders stark ausgeprägt, es konnte ohne Anstrengungen gestillt werden.

Tomaten
Das Angebot setzte sich überwiegend aus niederländischen, belgischen und einheimischen Chargen zusammen. Die Verfügbarkeit wuchs an und der Bedarf konnte daher problemlos befriedigt werden.

Gemüsepaprika
Die Niederlande dominierten vor der Türkei und Belgien. Das Interesse zeigte sich durchaus positiv, sodass man einen steten Umschlag verzeichnete. Die Notierungen tendierten in der Mehrzahl aufwärts.

Spargel
Mit Pfingsten war der letzte große Höhepunkt der diesjährigen Saison Vergangenheit. Einige Erzeuger stiegen bereits aus der Vermarktung aus und beendeten die Ernte. Also schränkte sich die Verfügbarkeit der einheimischen Chargen merklich ein.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Die Präsenz von einheimischen Strauchbeeren wuchs kontinuierlich an. Bei Johannisbeeren und Stachelbeeren dominierten mittlerweile die 500-g-Standardschalen. Die Abladungen von inländischen Heidelbeeren in 200- und 250-g-Schalen intensivierten sich sprunghaft. Nachdem in der letzten Woche die Stabilität von Himbeeren zu wünschen ließ, tauchten in der 24. KW wirklich exklusive Chargen ein. Die ersten grünen italienischen Feigen waren empfindlich und mussten daher schnell umgeschlagen werden. Erste Stangenbohnen aus dem geschützten Anbau wurden zu 16,- € je 4-kg-Karton offeriert. Sehr schöne deutsche Zucchini kosteten zwischen 5,50 und 7,- €, belgische und spanische Artikel bis zu 8,- € je 5-kg-Kiste. Inländischer frischer Knoblauch wurde zu 25,- bis 26,- € je 4-kgKiste freundlich aufgenommen. Die Bereitstellung von Pfifferlingen stieg täglich an, bei Steinpilzen blieb der Markt knapp versorgt.

Hamburg

Erste einheimische Kulturheidelbeeren kosteten 2,30 € je 250-g-Schale. Wassermelonen aus Mitteleuropa wurden zu 0,85 € je kg positiv aufgenommen. Für grüne und rote Stachelbeeren mussten 2,70 € je kg bezahlt werden. Orangen der Sorte Valencia Late wickelte man zu 11,50 € je 15-kg-Kiste ab. Lauch aus Portugal wurde zu 1,95 € je kg veräußert. Erste norddeutsche Erbsen trafen zu 2,60 € je kg ein. Für Pfifferlinge aus Osteuropa musste man zwischen 12,50 und 16,50 € je kg und für erste Steinpilze aus Rumänien 22,- € je kg aufbringen.

Köln

Etwas freundlicher gestaltete sich die Aufnahmefähigkeit bei Beerenobst. Vor allem einheimische Himbeeren sowie Blaubeeren waren zumindest am Wochenende interessant. Am Markt kamen erste Zucchini und Radicchio aus Deutschland an. Polen trat mit Bobbybohnen in Erscheinung.

München

Neben spanischen standen ab Mittwoch auch erste italienische Frischfeigen bereit. Der Bedarf an Wassermelonen, Mangos und Limetten aus dem Mittelmeerraum verbesserte sich dank des sommerlichen Wetters nochmals. Für spanische Orangen fanden sich hingegen kaum Käufer; mit dem Eintreffen erster südafrikanischer Lieferungen wird in der 25. KW gerechnet. Das Angebot an einheimischen Zucchini dehnte sich aus. Erster inländischer Wirsing wurde kaum nachgefragt. Die Präsenz von deutschem Weißkohl stieg an. Pfifferlinge und Steinpilze stießen speziell von der Gastronomie auf Beachtung; die Preise sanken mengenbedingt deutlich.

Berlin

Spanische Wassermelonen bekamen Konkurrenz aus Marokko und vereinzelt aus Italien. Marokkanische Importe waren etwas günstiger, die spanischen Früchte indes kernarm. Beide Herkünfte räumten dabei zügig und wurden oftmals in einem sehr umfangreichen Rahmen umgeschlagen.

Speisekartoffeln KW 24 / 2019

Die Produktpalette an einheimischen Speisefrühkartoffeln weitete sich hinsichtlich Sortenvielfalt und Verfügbarkeit erkennbar aus. Italienische Offerten waren kontinuierlich stark vertreten. Die Importe aus Zypern verminderten sich sukzessive. In geringem Umfang gab es spanische und israelische Zugänge. Die Geschäfte verliefen zwar eher unaufgeregt, ein kontinuierlicher Absatz war aber in der Regel gesichert. Die Kunden fokussierten sich zunehmend auf die deutschen Angebote. Die italienischen Chargen verloren nicht ganz so viel an Beachtung wie die zyprischen. Das Verkaufsvolumen beider Herkünfte schrumpfte zusehends, da die inländischen Partien immer mehr Interesse generierten. Aufgrund der stetig angewachsenen Versorgung mussten die Händler ihre Forderungen häufig reduzieren. Die Bewertungen der italienischen Artikel gerieten ebenso wie die der zyprischen unter Druck, da sich die deutsche Konkurrenz schrittweise vergünstigt hatte. Merklichere Verbilligungen wurden bei der Ware aus Südeuropa jedoch nur gewährt, wenn diese schon länger im Lager stand. Die Preise zyprischer Erzeugnisse vermochten bloß selten dank der begrenzten Zufuhren anzusteigen. Bei spanischen Colombo griff man lediglich dosiert zu, da sie zu Aufrufen mit 19,- € je 12,5-kg Abpackung recht teuer waren.

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