Quelle: BLE, Marktbeobachtung

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 22 / 19 vom 05.06.2019 für den Zeitraum 27.05. – 31.05.2019

Spargel

Die Versorgung fiel für gewöhnlich zu üppig aus. Gerade zu Beginn entwickelte sich das Interesse nicht in dem nötigen Maße. Es kam daher vielfach zu Überhängen, die einen entsprechenden Abgabedruck aufbauten. Zumindest die oberen Grenzen der Bewertungsspannen mussten daraufhin reduziert werden. Bis zu einer Intensivierung des Umschlags vor dem Feiertag musste man weiter einer weichen Preislinie folgen. Doch selbst am Mittwoch ließen sich trotz des angestiegenen Absatzes nur selten Verteuerungen etablieren. Angebot und Nachfrage korrelierten einfach nicht genügend miteinander. Verbilligungen konnten nicht vermieden werden. Weder ein Nachholbedarf noch das nahe Wochenende veränderten am Freitag wesentlich die vorherige Situation. Lokal stieß eine eher übersichtliche Verfügbarkeit auf einen flotteren Zugriff. Allerdings vermochten darauf basierend die Händler ihre Forderungen nicht anzuheben, da die verdichtete Kauflust der Kunden in keinerlei Beziehung zu ihrer Bereitschaft stand, mehr zu bezahlen. Die Vermarktung von grünen Stangen zeigte sich auf den meisten Plätzen etwas ausgewogener. Deren weniger drängenden Anlieferungen notierten nicht so volatil.

Äpfel
Generell verkleinerten sich die deutschen Abladungen ähnlich sukzessive wie die italienischen und französischen. Bei attraktiven organoleptischen Merkmalen brauchten sie noch keine Konkurrenz von der Südhalbkugel zu fürchten. Ihre Preise oszillierten auf einem konstanten Niveau.

Birnen
Gemeinhin fand der Absatz in ruhigen Bahnen statt. Da der Bedarf darauf weitgehend abgestimmt war, brauchte man die Preise lediglich graduell zu modifizieren. Zuweilen konnte das Interesse durchaus befriedigen. Vereinzelt eröffneten sich daher Möglichkeiten für Verteuerungen.

Tafeltrauben
Die europäische Kampagne startete mit italienischen dunklen Black Magic und hellen Victoria. Die Einstände bewegten sich in einer breiten Spanne zwischen eher mageren 4,- € und recht ansehnlichen 6,- € je kg. Ägypten schickte erstmals Kleinstsendungen.

Erdbeeren
Zu Beginn verzeichnete man für gewöhnlich noch ein stockendes Geschäft. Überdies stieg die Verfügbarkeit. Die Bewertungen zeigten einen abfallenden Trend. Verschiedentlich belebte sich vor dem Feiertag das Interesse aber signifikant, sodass die Verkäufer ihre Forderungen anheben konnten.

Zitronen
Die spanischen Abladungen dominierten monopolartig den Handel. Die zunehmenden Mengen an Verna lösten zusehends den zurückgehenden Zustrom an Primofiori ab. Dadurch konnten die Vertreiber lokal höhere Forderungen geltend machen.

Bananen
Für gewöhnlich korrelierte das Maß der Bereitstellung genügend mit dem der Verkaufsmöglichkeiten. In der Folge oszillierten die Bewertungen meistens in einer unveränderten, relativ engen Spanne. Bei bevorzugten Zweit- und Drittmarken gelang es nicht, Verteuerungen zu etablieren.

Blumenkohl
Das Angebot fiel generell überschaubar aus. Parallel dazu intensivierte sich durch die kühleren Witterungsverhältnisse zunächst die Nachfrage. Die Bewertungen verharrten vielfach mindestens auf ihrem bisherigen Niveau, manchmal stiegen sie jedoch überdies minimal an.

Salat
Die Anlieferungen von einheimischem Eissalat dehnten sich erkennbar aus, die spanischen begrenzten sich ebenso offensichtlich. Niederländische Mengen rundeten die Produktpalette ab. Wegen der vergrößerten Zufuhren musste man meistens Vergünstigungen gewähren.

Gurken
Das Interesse hatte sich zum einen so verbessert, dass die Vertreiber ihre Aufrufe anheben konnten. Zum anderen mündete die drängende Verfügbarkeit in Vergünstigungen. Diese machten aber bald wieder Verteuerungen Platz, da der Absatz dann doch zusehends dem hohen Aufkommen gewachsen war.

Tomaten
Das ausgedehnte Angebot korrelierte überhaupt nicht mit der unaufgeregten Nachfrage. Schuld trugen vor allem die expandierenden Zuflüsse aus Belgien und den Niederlanden. Auch die inländischen Mengen hatten sich intensiviert. Die offensichtliche Überversorgung zwang zu Vergünstigungen.

Gemüsepaprika
Wie fast immer zeigte sich die Ausbildung der Preise uneinheitlich: Teils blieben sie konstant, teils divergierten sie augenscheinlich. Die grünen Produkte verbilligten sich meistens so wie sich die roten und gelben Kultivare verteuerten. Örtlich bröckelten gerade die Bewertungen der roten Chargen ab.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Erste deutsche Himbeeren und Brombeeren wurden offeriert. Spanien stellte nur noch große Kaliber an Kirschen bereit. Aufgrund eines geringen Interesses gaben die Preise etwas nach. Zu teure italienische Zufuhren wurden nicht nachgeordert. Die Nachfrage nach Pfirsichen und Nektarinen war eher verhalten. Die Vertreiber senkten somit zügig ihre Forderungen. Bei Aprikosen bewirkte indessen die hohe Verfügbarkeit niedrigere Bewertungen. Neben türkischen Pflaumen waren griechische in 2,5-kgKistchen zu 10,- € vorrätig. Spanien stellte bei Orangen auf Powell Summer Navel um. Dieser Umschwung initiierte bei den Beständen von Lane Late, Navelate und Valencia Late Vergünstigungen. Chilenische Gemüsezwiebeln wechselten von Grano auf Spring.

Hamburg

Erste türkische Süßkirschen, Napoleon in 28 mm+, kosteten 7,- € je kg. Netzmelonen aus Italien starteten die Kampagne zu 8,- € je 5 Stück. Weißfleischige Paraguayos aus Spanien wurden flott aufgenommen. Blondorangen aus dem Mittelmeerraum notierten fester. Erste Mangos der Varietät Kent von der Elfenbeinküste konnten für 30,- € je 6 kg reibungslos untergebracht werden. Pflaumen der Sorte Angeleno aus Chile erzielten 1,60 € je kg, Angeleno und Ruby Star aus Südafrika im Kaliber AA und AAA 2,30 bis 2,80 € je kg. Kohlrabi aus dem Hamburger Umland in der Größe 80 mm+ eröffnete die Saison zu 0,43 € je Knolle. Erster deutscher Brokkoli wurde zu 2,30 € je kg veräußert; er ergänzte das spanische Angebot. Importe neuer Ernte von Lauch aus Frankreich und Portugal waren zu finden und erreichten ordentliche Einstiege zwischen 1,80 und 1,90 € je kg. Für frische Pfifferlinge aus Serbien verlangte man 26,- € je kg.

Köln

Dank einer intensivierten inländischen Ernte fächerte sich die Produktpalette bei einigen Händlern in den vergangenen Tagen erkennbar auf. Es tauchten die ersten Bundmöhren aus dem einheimischen Anbau sowie lose Artikel aus Frankreich auf. Auf dem Markt erschienen vereinzelt Kirschen aus der Türkei sowie Pflaumen und Paraguayos aus Spanien. Kleinere Partien an Steinpilzen aus Bulgarien sowie Pfifferlinge aus Serbien wurden aufgrund noch recht ansehnlicher Einstandspreise wenig geordert.

München

Nach Spanien und Griechenland lieferte nun auch die Türkei erste großfallenden Offerten an Süßkirschen. Mit dem warmen Wetter stieg die Nachfrage und dies führte zu stabil hohen Notierungen im gesamten Angebot. Der einsetzende Zufluss an italienischen Pfirsichen und Nektarinen war nicht so gewichtig. Große Kaliber einheimischer Kulturheidelbeeren aus Baden konkurrierten zunehmend mit iberischer Ware. Für spanische Orangen entwickelte sich kaum noch Interesse. Verdichtete Abladungen von Rhabarber bewirkten Verbilligungen. Die Preise für belgischen Chicorée pendelten sich nun wieder auf einem etwas niedrigeren Niveau ein. Mit der sich zu Ende neigenden Saison war der Zustrom von Lauch übersichtlich geworden. Es ergaben sich Verteuerungen. Inzwischen ergänzte Spanien in geringem Umfang. Die Bewertungen von Weißkohl und Rotkohl blieben fest. Fenchel, Brokkoli und Weißkohl aus neuer inländischer Ernte machte sich bemerkbar.

Berlin

Spanische Melonen kamen in rauen Mengen an den Fruchthof und wurden je nach Sonnenscheindauer mal zügig, mal schleppend veräußert. Kernlose Wassermelonen waren sehr beliebt und gingen für 0,50 bis 1,10 € je kg vom Platz. Süßkirschen aus Spanien und seltener aus Italien und Griechenland generierten dank gewinnender Ausfärbung und attraktivem Durchmesser deutlich mehr Beachtung und räumten somit relativ rasch. Dementsprechend verharrten die Forderungen der Händler auf einem ansehnlichen Level: Großfruchtige, satt dunkelrote California aus Spanien mussten mit mindestens 7,- € je kg bezahlt werden. Türkische Napoleon stiegen, in noch überschaubarem Importen, zu Wochenbeginn in die Vermarktung ein und ihre Vorräte leerten sich stets zeitnah.

Speisekartoffeln KW 22 / 2019

Inzwischen waren auf allen Märkten Speisefrühkartoffeln der Varietäten Annabelle und Berber aus inländischem Anbau erhältlich. Sie generierten in der Regel eine freundliche Beachtung, die sich zum Wochenende hin vielfach noch verstärkte. Doch ihre Verfügbarkeit war derart angewachsen, dass man an die Grenzen der Absatzmöglichkeiten stieß. Also bröckelten die Preise der deutschen Chargen ein wenig ab. Der gesamte Handel geriet überdies zusehends unter Druck, sodass sich auch die Notierungen der Chargen aus dem Mittelmeerraum abwärts bewegten. Bloß örtlich konnten die Vertreiber verschiedentlich ihre Aufrufe auf einem konstanten Niveau fixieren.Die meisten Importe stammten aus Italien.Daneben waren die Zugänge aus Zypern von Bedeutung.Marokkanische Offerten verloren an Relevanz,erfreuten sich aber mehrheitlich stabiler Bewertungen. Israelische Charlotte spielten nur lokal eine kleine Rolle. Deutsche Lagerware wurde lediglich in Restmengen verkauft. Für gewöhnlich erzielte sie genügend Zugriff. Sofern die Artikel eine hervorragende Güte aufwiesen, verzeichnete man in diesem Sektor sogar leichte Verteuerungen.

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