Quelle: BLE, Marktbeobachtung

 

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 18 / 19 vom 08.05.2019 für den Zeitraum 29.04. – 03.05.2019

Tafeltrauben

Die Märkte waren mit den dominierenden südafrikanischen Artikeln ausreichend versorgt. Vorrangig flossen von dort Thompson Seedless, Crimson Seedless und Flame Seedless zu. In einem kleineren Rahmen konnte man auf La Rochelle und Bonheur zugreifen. Indien führte hauptsächlich Thompson Seedless zu. Chile beteiligte sich speziell mit Thompson Seedless und Crimson Seedless am Geschehen; erste Red Globe trafen in Frankfurt und München ein. Peru steuerte spärliche Mengen Red Globe und Crimson Seedless zum Sortiment bei. Insgesamt hatte sich die Bereitstellung ausgedehnt. Der Bedarf konnte problemlos befriedigt werden. Die Nachfrage war nicht besonders stark ausgeprägt; in Hamburg zunächst freundlich, verringerte sie sich zum Wochenende hin aufgrund des schlechten Wetters. An den bisherigen Preisen mussten die Verkäufer generell nur sehr selten etwas ändern. Bloß in München kam es zu leichten Verteuerungen bei den südafrikanischen Produkten, da sich die Unterbringung verbessert hatte.

Äpfel
Die einheimische Lagerware herrschte vor. Die Verfügbarkeit war ziemlich umfänglich, sodass es keine Schwierigkeiten gab, das Interesse zu stillen.

Birnen
Südafrika prägte mit Packham`s Triumph, Abate Fetel und Forelle die Szenerie. Die breitgestreute Produktpalette wurde oftmals freundlich nachgefragt. Örtlich hatte sich die Vermarktung verlangsamt, da Steinobst verstärkt in den Fokus der Kunden geriet.

Erdbeeren
Während sich die Präsenz der einheimischen und niederländischen Chargen ausdehnte, schränkte sich die der italienischen und spanischen ein. Die Offerten aus den Niederlanden, Belgien und dem Inland befanden sich im Mittelpunkt der Geschäfte: Ansprechend ausgefärbt und mit hervorragendem Geschmack generierten sie ohne Schwierigkeiten genügend Interesse. Die Zuströme aus Italien, Spanien und Griechenland waren zwar billiger, qualitätsbedingt aber nicht immer beliebt. Die Unterbringungsmöglichkeiten verbesserten sich sukzessive. Zum Wochenende hin gelang eine Räumung meist ohne Komplikationen. Die Vertreiber konnten ihre Aufrufe anheben, ohne dass dies die Umschlagsgeschwindigkeit reduziert hätte. Das gute Wetter spielte den Händlern dabei natürlich in die Karten. Nur in Frankfurt musste man am Freitag die spanischen Früchte als Sonderangebote zu 0,60 € je 500-g-Schale abwickeln.

Zitronen
Es konnte einzig auf spanische Partien, hierbei überwiegend Primofiori und in einem geringen Maße Verna, zugegriffen werden. Die Vermarktung verlief ohne besondere Vorkommnisse.

Bananen
Zum einen belebte sich das Interesse ein wenig infolge des Schulbeginns, der niedrigeren Temperaturen und eines verdichteten Bedarfs durch eine große Sportveranstaltung. Doch nur teilweise ließen sich daraus Verteuerungen für die Zweit- und Drittmarken ableiten.

Blumenkohl
Frankreich und Deutschland dominierten das Geschehen, Italien komplettierte es. Belgien und die Niederlande spielten nur eine kleine Rolle. 8er-Aufmachungen waren selten und dementsprechend teuer. Die Versorgung genügte, um die Nachfrage zu decken. Diese hatte sich mancherorts verstärkt, was sich aber nicht immer auf die Notierungen auswirkte. Ab und an waren die Vertreiber gezwungen, ihre Aufrufe aufgrund einer entschleunigten Abwicklung zu senken. Die französischen Partien verteuerten sich in Hamburg angebotsinduziert. In Berlin hingegen vergünstigten sie sich wegen der intensiveren Bedeutung einheimischer Abladungen.

Salat
Kopfsalat stammte aus Deutschland und Belgien. Die Verfügbarkeit wuchs an und überragte das Interesse. Daher tendierten die Preise in der Regel nach unten.

Gurken
Bei den Schlangengurken prägten Belgien, Deutschland und die Niederlande augenscheinlich die Szenerie, welche von Spanien und Griechenland komplettiert wurde. Die Versorgung weitete sich aus. Doch auch die Nachfrage verbesserte sich, sodass die angestiegene Bereitstellung nicht per se negative Auswirkungen auf die Notierungen hatte. Im Gegenteil, die Händler konnten ihre Forderungen oftmals anheben und dennoch erfolgte die Unterbringung flott. Hier und da beeinträchtigten Aktionen des LEH die Abwicklung an den Märkten. Bei den Minigurken bildeten die Niederlande und das Inland die Basis des Angebotes. Die Bewertungen sanken insgesamt leicht ab.

Tomaten
Die Niederlande und Belgien bestimmten das Geschehen. Die Verfügbarkeit dehnte sich massiv aus und überragte den Bedarf. Also fielen die Notierungen ab. Eine Lagerleerung gelang trotzdem nicht vollständig.

Gemüsepaprika
Die Notierungen kannten nur eine Richtung: Aufwärts, mitunter sehr deutlich. Preissprünge von 30 % waren keine Seltenheit. Die Ursachen waren in einer begrenzten Versorgung, einer ansprechenden Qualität sowie in angehobenen Eingangsforderungen zu suchen.

Spargel
Deutschland dominierte augenscheinlich das Geschehen. Der Maifeiertag brachte den Geschäften keinen bedeutenden Impuls, doch je näher das Wochenende rückte, desto flotter erfolgte der Verkauf.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Erste 1,5-kg-Kisten mit italienischen Kirschen, Bigarreau in 24/26 mm, standen ab Dienstag zu 18,- € bereit. Zu 4,75 bis 5,- € je kg gesellten sich Paraguayos zu den Pfirsichen und Nektarinen aus Spanien. Italien schickte am Freitag Nektarinen in der Größe B zu 3,50 € je kg, welche nur wenig Beachtung generierten. Wassermelonen trafen aus dem Iran, Marokko und Spanien ein; die kühle und regnerische Witterung verhinderte einen flotten Handel. Neuseeland startete zum Wochenende hin den Verkauf von Goldkiwis: Der 5,6-kg-Karton kostete 26,- €. Auberginen und Zucchini stießen auf einen freundlichen Zuspruch. Für Rotkohl und Weißkohl mussten die Kunden nochmals tiefer in die Tasche greifen und für Spitzenqualität 1,20 € je kg bezahlen. Bei Haushaltsware überzeugte die Güte der deutschen und niederländischen Chargen nicht mehr, Neuseeland schloss die Lücke.

Hamburg

Erste südafrikanische Kiwis in 33er-Abpackungen kosteten 7,50 € per 3-kg-Kollo. Goldkiwis aus Neuseeland begannen zu 21,- € je 5,9 kg die Saison. Erste italienische Süßkirschen der Sorte Bigarreau in 26 mm+ wurden zu 12,- € je 1,5-kg-Kiste angeboten. Neue marokkanische Wassermelonen und italienische Netzmelonen erhöhten den Abgabedruck auf die spanischen Artikel. Die Bewertungen von deutschem Rhabarber und chinesischem Ingwer schwächelten wegen einer zu üppigen Verfügbarkeit. Einheimischen Chinakohl schlug man zu 1,50 € je kg und lose italienische Möhren zu 9,- € je 9-kg-Kiste um. Kohlrabi aus der Pfalz wurde zu 0,55 € je kg veräußert.

Köln

In noch recht übersichtlichen Mengen stellte man neuseeländische Goldkiwis bereit. Erste Aprikosen aus Spanien trafen ein. Zwar vergünstigte sich Rhabarber, jedoch verbesserte dies die Unterbringung kaum. Im Laufe der Woche wurden lose italienische Möhren sowie erster portugiesischer Wirsing offeriert. Aus dem Inland stammte Brokkoli.

München

Spanische Himbeeren und Kulturheidelbeeren nahm man temperaturbedingt zwischenzeitlich etwas ruhiger auf. Die Präsenz von Aprikosen, Süßkirschen, Pfirsichen und Nektarinen aus Spanien wuchs langsam an. Wassermelonen aus Europa fanden nach dem Rückgang mittel- und südamerikanischer Importe verstärkt Beachtung. Brasilianische Frischfeigen und Limetten wurden dem Saisonstand entsprechend freundlicher nachgefragt; die Gastronomie zeigte hier den größten Bedarf. Italienischer Radicchio verteuerte sich leicht. Die Preise für inländischen Weißkohl und Rotkohl zogen an. Die Bewertungen von spanischem Brokkoli gaben hingegen sukzessive nach. Inländischer Rhabarber verbilligte sich wegen eines reichlicheren Angebotes.

Berlin

Aprikosen der Sorte Colorado aus Spanien gewannen merklich an Bedeutung; man brachte sie zu 5,- bis 6,- € je kg unter. Zum Wochenende trafen erste Kirschen aus Südeuropa an: Bigarreau aus Italien mit Kaliber 24/26 mm räumten trotz suboptimaler Ausfärbung zu 9,- bis 10,- € je kg recht flott. Das spanische Pendant kostete mit rund 6,- € je kg zwar weniger, war aber auch nur in spärlichen Mengen vorhanden.

Speisekartoffeln KW 18 / 2019

Die Bereitstellung von inländischer Lagerware hatte sich weiterhin vermindert, verschiedentlich sogar auf nur wenige Sorten beschränkt. Lokal waren vor allem festkochende Offerten gesucht. Die Notierungen verharrten dank einer ruhigen, aber anhaltend steten Aufnahme meistens auf einem konstanten Level. Bei besonders knapp vorrätigen Kultivaren tendierten die Preise jedoch aufwärts; entweder an ihren unteren oder an ihren oberen Spannengrenzen. Die Versorgung mit Speisefrühkartoffeln hatte sich vielfach ausgeweitet, blieb unterdessen generell kontinuierlich überschaubar. Sowohl aus Italien als auch aus Zypern trafen etwas größere Mengen ein. Die Importe aus dem Norden Afrikas sowie aus Frankreich und Ägypten ergänzten die Angebotspalette. Einerseits sicherten der übersichtliche Zufluss und die gesteigerte Nachfrage das hohe Niveau der Bewertungen, andererseits bewirkte die verdichtete Verfügbarkeit bei einigen Varietäten leichte Vergünstigungen von 1,- bis 2,- € je 25-kg-Sack.

Anhang 

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