Quelle: BLE, Marktbeobachtung

 

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 17 / 19 vom 02.05.2019 für den Zeitraum 23.04. – 26.04.2019

Erdbeeren

Einheimische Offerten verstärkten ihre Präsenz merklich, befanden sich von der Gesamtmenge jedoch hinter den italienischen, spanischen und niederländischen. Anlieferungen aus Griechenland und Belgien waren nur punktuell erhältlich und hatten ergänzenden Charakter. Nach Ostern schränkte sich die Nachfrage ein und in Verbindung mit der ausgeweiteten Verfügbarkeit konnten Vergünstigungen bloß sehr selten vermieden werden. Vor allem die recht teuren niederländischen und einheimischen Früchte verbilligten sich, zum Teil auch recht massiv. Die Qualität überzeugte dabei in der Regel, was die Unterbringung aber nicht entscheidend beschleunigte. Eine glatte Räumung funktionierte nicht durchgängig. Preisbewusste Kunden wandten sich eher den spanischen und italienischen Chargen zu. Ein anderes Bild zeigte sich in Berlin: Hier gelang eine Leerung der Bestände ziemlich flott und dies trotz verdichteter einheimischer Zuströme. Die knackigen und ansprechend ausgefärbten deutschen Produkte konnten zu maximal 6,- € je kg zügig platziert werden.

Äpfel
Die Partien aus Europa prägten noch immer das Geschehen. Die Güte ließ kaum Wünsche offen. Generell verharrten die Notierungen häufig auf ihrem bisherigen Niveau, da die Händler ihre Bereitstellung hinreichend auf das Interesse abstimmt hatten.

Birnen
Südafrika dominierte mit vielen Varietäten. Die Zuströme wuchsen an und somit konnte der Bedarf problemlos befriedigt werden. Die Bewertungen blieben meist konstant.

Tafeltrauben
Die Vermarktung verlief recht uneinheitlich: Während auf einigen Plätzen von einem flotten Umschlag berichtet wurde, gestaltete sich die Abwicklung woanders sehr ruhig.

Zitronen
Es konnte ausschließlich auf spanische Partien zugegriffen werden. Dabei überwogen Primofiori, Verna waren eher selten. Die Güte überzeugte in der Regel.

Bananen
Der Handel verlief in überaus ruhigen Bahnen. Die Nachfrage richtete sich schon eher auf den verdichteten Zustrom an Erdbeeren und auf den langsam stärker werden Zufluss an Steinobst aus.

Blumenkohl
Frankreich dominierte vor Italien. Die einheimischen Abladungen dehnten sich augenscheinlich aus. Dies führte an vielen Plätzen zu Vergünstigungen, da das Interesse mit der angewachsenen Verfügbarkeit nicht Schritt halten konnte.

Salat
Bei Kopfsalat breiteten sich die belgischen und einheimischen Anlieferungen massiv aus, italienische rundeten das Geschehen ab. Da die Nachfrage etwas zu begrenzt war, mussten die Verkäufer ihre bisherigen Aufrufe häufig senken.

Gurken
Die deutschen, niederländischen und belgischen Partien waren fast gleichberechtigt an den Geschäften mit Schlangengurken beteiligt. Die Verfügbarkeit intensivierte sich und überragte vielerorts das Interesse. Dies hatte aber nicht grundlegend Auswirkungen auf die Bewertungen, denn diese sackten nur hier und da ab, obwohl eine Räumung nicht täglich gelang. In Köln konnten die Vertreiber zum Wochenende hin sogar die Aufrufe für die belgischen Artikel erhöhen. Spanische folierte Produkte hatten insgesamt bloß ergänzenden Charakter. Die Vermarktung von niederländischen und inländischen Minigurken erfolgte mit einer gewissen Konstanz. Dennoch bröckelten die Notierungen meist ein wenig ab.

Tomaten
Die Niederlande dominierten vor Belgien. Die Versorgung intensivierte sich und war für die Unterbringungsmöglichkeiten zu umfangreich. Der Bedarf hatte sich nämlich ferieninduziert eingeschränkt.

Gemüsepaprika
Niederländische Partien herrschten vor. Die Verfügbarkeit genügte nicht durchgängig, um die Nachfrage zu befriedigen. Also stiegen die Bewertungen an. Vor allem die gelben und roten Kultivare waren ab und an nur begrenzt erhältlich, was in merklichen Verteuerungen mündete.

Spargel
Deutschland prägte offensichtlich das Geschehen. Bei den weißen Stangen gab es zudem niederländische, polnische und griechische Artikel. Griechenland beteiligte sich außerdem im violetten Bereich. Im grünen Segment verkaufte man neben den deutschen noch spanische, mexikanische und peruanische Abladungen, die summa summarum aber nur eine kleine Rolle des spielten. Italien und Peru hatten sich aus dem Angebot verabschiedet. Die Geschäfte verliefen uneinheitlich: Während manche Märkte von einer freundlichen Beachtung berichteten, in dessen Folge eine Räumung in der Regel gelang, bauten sich an anderen Plätzen wegen eines zu geringen Bedarfs Bestände auf, die auch mit Vergünstigungen nicht entscheidend vermindert werden konnten. In Hamburg sorgte eine uneinheitliche Qualität für eine weite Bewertungsspanne bei den einheimischen grünen Erzeugnissen. In München kam es zunächst zu Verbilligungen, ehe sich zum Wochenende hin dann insbesondere die grünen Chargen wieder wegen begrenzter Anlieferungen verteuerten. In Berlin war die spanische Ware nicht so hochpreisig wie die einheimische, weshalb sie relativ flott abgewickelt werden konnte.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Vermehrt eintreffende spanische Pfirsiche und Nektarinen in den Kalibern A und B ließen sich zu 3,70 bis 5,15 € je kg bloß schwerlich unterbringen. Auch die ersten spanischen und italienischen Aprikosen waren mit 5,- bis 8,- € recht teuer. Das Interesse an Quitten konnte durch chilenische Zufuhren gedeckt werden. Wassermelonen trafen im größeren Umfang aus Marokko, dem Iran und Spanien ein. Zucchini und Auberginen blieben günstig. Bei Petersilie, Minze und Dill ergänzte das Inland die Importe aus Südeuropa. Dank der abflauenden Präsenz von mitteleuropäischen Haushaltszwiebeln stieg die Nachfrage nach australischen und neuseeländischen Offerten. Rote Zwiebeln stammten aus dem Iran und Ägypten.

Hamburg

Bei spanischen Pfirsichen und Nektarinen hemmten die hohen Eingangspreise den Absatz. Insbesondere für qualitativ unzureichende Früchte mussten die Forderungen daher nach unten korrigiert werden.

Köln

Neu zum Angebot hinzu stießen spanische Pfirsiche und Nektarinen, meist in der Größe A. Die Mengen generierten zu 5,- € je kg jedoch kaum Beachtung. Italienischer Staudensellerie bekam Konkurrenz aus dem Inland. In spärlicherem Umfang erhältlich waren Kohlrabi und Auberginen aus Deutschland.

München

Die Vermarktung von Himbeeren und Kulturheidelbeeren gestaltete sich witterungsbedingt zufriedenstellend. Ein freundlicher Zuspruch initiierte bei südeuropäische Melonen einen guten Absatz. Spanische Pfirsiche und Nektarinen lösten die chilenischen Offerten ab. Erste Süßkirschen und Aprikosen aus Spanien erweiterten das Steinobstsortiment. Grapefruits aus Spanien und den USA interessierten durchaus, israelische und türkische Chargen waren ausverkauft. Inländischer Rhabarber verbilligte sich. Die Preise von spanischen Zucchini und Auberginen zogen derweil leicht an. Inländischer Kohlrabi dehnte seine Präsenz aus, italienischer dominierte aber fortlaufend. Deutsche Mairübchen gewannen an Bedeutung.

Berlin

Mit Wochenbeginn trat spanisches Sommerobst verstärkt auf: Erste Aprikosen kosteten 6,50 € je kg. Bei Nektarinen verhinderte der unzureichende Geschmack und die hohen Forderungen von 13,- € je 4 kg eine flotte Unterbringung. Spanischen Pfirsichen erging es ähnlich und Paraguayos wurden erstmalig am Freitag zu 5,- bis 6,- € je kg angeboten. In einem intensivierten Rahmen abgeladene Wassermelonen fragte man mit steigenden Temperaturen geradezu exponentiell nach: Preise von 1,40 bis 1,80 € je kg für die kernarmen Früchte beschleunigten die Abwicklung.

Quelle: BLE, Marktbeobachtung

Speisekartoffeln KW 17 / 2019

Die Verfügbarkeit der inländischen Lagerware schränkte sich zusehends ein. Da deren Qualität für gewöhnlich genügend überzeugen konnte, initiierten diese Offerten ein hinlängliches Interesse. In der Folge verharrten die meisten Bewertungen mindestens auf einem stabilen Niveau. Bei einigen Varietäten, insbesondere bei denen hervorragender Güte, vermochten die Vertreiber ihre Forderungen sogar ein wenig anzuheben. Die Anlieferungen von Speisefrühkartoffeln hatten sich zwar ausgeweitet, blieben aber fortlaufend überschaubar. Vor allem die Zufuhren aus Zypern verdichteten sich eher bloß graduell. Obwohl sich nach den Feiertagen die Nachfrage oftmals etwas abschwächte, oszillierten die Notierungen häufig auf einem konstanten Level. Dank des Spargelverkaufes intensivierte sich verschiedentlich die Abnahme derart, dass leichte Verteuerungen durchgesetzt werden konnten. Manchmal hatte sich entgegen des Trends die Bereitstellung so stark ausgedehnt, dass sich Vergünstigungen nicht mehr vermeiden ließen. Die Produktpalette fächerte sich auf durch französische Amandine.

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