DE: Marktbericht für die KW 15

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 15 / 19 vom 17.04.2019 für den Zeitraum 08.04. – 12.04.2019

Äpfel
Wie zu diesem Saisonzeitpunkt gewohnt bildeten die europäischen Produkte die Basis der Warenpalette. Elstar, Jonagold und Boskoop aus Deutschland, Granny Smith und Golden Delicious aus Italien sowie Jazz und Pink Lady aus Frankreich bestimmten das Geschehen. Die Güte der Früchte überzeugte durchweg und so veränderten sich die Preise kaum. In Frankfurt verteuerten sich Pink Lady aus Italien und Frankreich wegen angehobener Eingangsforderungen. Die Importe aus Übersee dehnten ihre Präsenz aus: Erste neuseeländische Royal Gala trafen ein; sie gesellten sich zu denen aus Chile, Argentinien und Südafrika. Zusätzlich konnte auf Smitten aus Neuseeland zugegriffen werden, die in Frankfurt und Köln auftraten. In Köln wurden erste neuseeländische Cox Orange zu 24,- € je 12,5-kgKarton umgeschlagen. Die Anlieferungen von der südlichen Hemisphäre generierten meist nur wenig Interesse, da die Kunden sich eher auf die europäischen Artikel fokussierten.

Birnen
Das Angebot fächerte sich auf: Neu hinzu stießen chilenische Forelle, argentinische Anjou und südafrikanische Flamingo. Südafrika herrschte mit zahlreichen Varietäten vor.

Tafeltrauben
Südafrika dominierte mit einem breitgestreuten Sortiment. Das Interesse schränkte sich zum einen ferienbedingt ein, zum anderen dehnte es sich aber wegen des frühlingshaften Wetters auch aus.

Orangen
Auch wenn noch reichliche Mengen zur Verfügung standen, neigte sich die Saison erkennbar ihrem Ende entgegen. Die Nachfrage begrenzte sich. Ab und an waren Blutorangen kaum mehr relevant.

Zitronen
Spanische Primofiori waren inzwischen konkurrenzlos, da sich die Türkei aus dem Geschäft verabschiedet hatte. Das nicht besonders stark ausgeprägte Interesse konnte problemlos gestillt wer-den.

Bananen
Zum einen sanken die Bewertungen trotz der überschaubaren Zufuhren im gesamten Sortiment oder nur bei den Zweit- und Drittmarken. Zum anderen trafen aus den Reifereien lediglich knapp bedarfsdeckende Mengen ein.


Blumenkohl

Quelle: BLE, Marktbeobachtung

Frankreich dominierte vor Italien. Die Zuströme hatten sich eingeschränkt, genügten jedoch, um den Bedarf zu decken. Die Nachfrage war nicht besonders stark ausgeprägt und so wirkte sich die begrenzte Verfügbarkeit nicht generell auf die Notierungen aus. Diese entwickelten sich unterschiedlich: In München und Köln zogen sie an, was die Unterbringungsmöglichkeiten aber merklich verminderte. In Frankfurt verteuerten sich die italienischen Offerten im Wochenverlauf; da sie eine breite Qualitätsspanne aufwiesen, war die Preisfindung dort recht schwierig. In Hamburg verknappten sich die Zufuhren aus Italien infolge von intensiven Regenfällen in den Anbaugebieten zwar, dennoch stieß die französische Konkurrenz nicht auf einen gesteigerten Zuspruch und musste mit Vergünstigungen abgegeben werden. In Frankfurt und Köln rundeten spanische und belgische Abladungen das Sortiment mit sehr geringen Mengen ab.


Salat
Eissalat stammte ausschließlich aus Spanien. Die Zugänge genügten, um das Interesse, welches sich örtlich eingeschränkt hatte, zu befriedigen. Die Notierungen zeigten ein uneinheitliches Bild, da sie mal abfielen, punktuell jedoch auch anstiegen.

Gurken
Die Abladungen von Schlangengurken aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland waren sehr üppig; sie überragten die Unterbringungsmöglichkeiten bei Weitem. Also kamen die Verkäufer um Vergünstigungen nicht herum.

Tomaten
Die Niederlande und Belgien prägten die Szenerie. Die italienischen und spanischen Zufuhren begrenzten sich. Die Präsenz inländischer Früchte wuchs hingegen an. Marokko trat im Prinzip nur noch mit Runden Tomaten auf den Märkten auf.

Gemüsepaprika
Die verstärkten niederländischen Zuströme konnten die durch die fehlenden spanischen Erzeugnisse entstandene Lücke problemlos füllen, sodass das Interesse jederzeit gestillt werden konnte.

Spargel
Deutsche Stangen bildeten die Basis des sehr üppigen Sortimentes. Griechenland, Spanien, die Niederlande und Italien waren letztlich nur Lückenfüller. Die Nachfrage kam nicht so recht in Schwung; niedrige Temperaturen und Ferien machten den Vertreibern manchmal einen Strich durch die Rechnung. Eine Lagerleerung konnte nicht realisiert werden. Vergünstigungen sollten also das Geschäft beschleunigen, was aber nicht immer gelang. Es war ganz einfach zu viel Ware vorhanden. Auch am Freitag konnten die Überhänge kaum abgebaut werden. In Hamburg sorgten zudem Aktionen des LEH für eine schleppende Unterbringung von grünen Offerten am Platz. Die Vertreiber waren also selten zufrieden und hofften auf eine schnellere Abwicklung in der Karwoche, dem traditionell ersten Höhepunkt in der Kampagne.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Das weniger freundliche Frühlingswetter ließ das Interesse an Erdbeeren stagnieren. Um bei dem reichlichen Angebot aus Belgien, Italien, den Niederlanden und Spanien größeren Bestände zu vermeiden, musste man preislich flexibel sein. Aus der einheimischen Erzeugung stiegen die Zugänge langsam an. Als neues Saisonobst wurden japanische Wollmispeln aus Spanien zu 4,50 bis 5,- € je kg bereitgehalten. Wegen Sonderaktionen des organisierten LEH vergünstigte sich Rhabarber. Auberginen blieben billig. Zucchini verteuerten sich sukzessive. Spanien stellte bei Gemüsezwiebeln auf Kühlhausware um. Chile komplettierte mit ersten Zufuhren zu 23,- bis 25,- € je 25-kg-Sack. Bei den Kräutern konnten inzwischen vermehrt deutsche Minze, Petersilie, Schnittlauch, Sauerampfer, Koriander und Pimpernelle geordert werden. Nur bei Dill musste man auf Importe zurückgreifen. Pfifferlinge in hervorragender Qualität waren trotz stolzer 48,- bis 50,- € je kg flott zu verkaufen.

Hamburg

Rechtzeitig zu Ostern erwartet der Handel erste kleinfallende Nektarinen und Pfirsiche aus Spanien und Marokko. Wollmispeln von der iberischen Halbinsel kosteten 32,- € je 8-kg-Holzkiste. Weil sich die Mengen von Kiwis aus dem Süden Europas am Bedarf orientierten, verharrten die Bewertungen auf konstantem Niveau. Französische und italienische Artischocken verdrängten zunehmend die spanischen.

Köln

Am Freitag gesellten sich erste inländische Erdbeeren zu den spanischen und niederländischen. Das Wetter spielte jedoch nicht mit und so zeigte sich der Absatz verhalten. Auch bei dem anderen Beerenobst verliefen die Geschäfte eher träge. Genauso ruhig beachtet wurden erste spanische Wassermelonen. Das größer werdende Angebot an Rhabarber aus rheinischem Anbau verbilligte sich nachfragebedingt. Wirsing aus der Region war für manchen Kunden zum Wochenende hin interessant. Die Kräutermischung für Frankfurter Grüne Soße ließ sich nur sehr schwer umschlagen.

München

Die europäische Steinobstsaison wurde mit spanischen Pfirsichen und Nektarinen eingeläutet. Die inländische Kampagne von Erdbeeren startete mit erster Glashausware vom Niederrhein. Der Einfluss von spanischen Himbeeren und Kulturheidelbeeren intensivierte sich. Überseeware hatte kaum noch Bedeutung. Der Bedarf an Limetten seitens der Gastronomie stieg mit der frühlingshaften Witterung an. Deutscher Rhabarber vergünstigte sich. Aufgrund der angehobenen Preise für Brokkoli waren die Unterbringungsmöglichkeiten begrenzt, was dem spärlichen Sortiment entgegenkam. Die Bewertungen rutschten infolge der langsamen Aufnahme ab. Einheimische Radieschen gewannen an Wichtigkeit, was den Übergang von italienischen zu inländischen Erzeugnissen beschleunigte.

Berlin

Das reichliche Angebot an Erdbeeren weitete sich aus und neben den vertrauten spanischen, italienischen, griechischen und niederländischen Früchten gab es inzwischen auch erste einheimische. Eine stabile Nachfrage stützte die Preise. Qualitativ ansprechende Artikel konnten flott, lediglich konditionsschwache mussten vergünstigt abgewickelt werden. Inländische und niederländische Offerten in 500-g-Schälchen kosteten mindestens 2,50 €. Das Ende des Verkaufszeitraumes von Mangos trieb die Forderungen nach oben. Die eingeflogenen Partien aus Brasilien und Peru wurden zu 4,- bis 5,- € je Stück umgeschlagen. Brokkoli aus Spanien fand seinen Weg meistens in den organisierten LEH. Für erste Haushaltszwiebeln aus Neuseeland sollten 33,- bis 35,- € je 25-kg-Sack gezahlt werden, jedoch ließ die Konkurrenz aus Deutschland und den Niederlanden mit ihren niedrigeren Bewertungen keinen größeren Marktanteil zu.

Quelle: BLE, Marktbeobachtung

Speisekartoffeln KW 15 / 2019

Die Verfügbarkeit der inländischen Lagerware hatte sich weiterhin etwas vermindert. Dadurch variierte häufiger die Produktpalette und es tauchten Sorten auf, die ansonsten eher selten zu finden waren. Örtlich suchte man vor allem festkochende Kultivare. Der Verkauf ging in der Regel zügig vonstatten. In der Folge verharrten die Bewertungen für gewöhnlich auf einem konstanten Level. Nur sehr selten tendierten sie nach oben. Die Zuflüsse von Speisefrühkartoffeln aus der Mittelmeerregion dehnten sich bloß langsam aus, da die Witterung in den Anbaugebieten die Ernte kontinuierlich beeinträchtigte. Neu hinzu kamen ägyptische Annabelle, israelische Charlotte und zyprische Nicola. Trotz eines kaum verdichteten Interesses vermochten die Händler ihre Forderungen auf dem bisherigen Niveau zu fixieren. Verschiedentlich konnten sie diese sogar an den oberen Spannengrenzen marginal anheben. Die hohen Notierungen schadeten durch eine Entschleunigung des Vertriebes dabei mehr als sie gut machten. Lokal hatte sich die Nachfrage derart intensiviert, dass es sich durchaus lohnte, das Angebot stärker zu verbreitern.

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