Quelle: BLE, Marktbeobachtung

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 13 / 19 vom 03.04.2019 für den Zeitraum 25.03. – 29.03.2019

Äpfel

Marktbestimmend blieben deutsche Produkte, allen voran Elstar, Jonagold und Boskoop. Aus Italien kamen vorrangig Granny Smith und Golden Delicious. Frankreich schickte hauptsächlich Granny Smith und Pink Lady. Hier und da verdichtete sich die Präsenz der niederländischen und belgischen Artikel, welche summa summarum einen ergänzenden Charakter hatten. Polnische Abladungen trafen in Berlin ein, wo sie zu 0,65 € je kg freundlich aufgenommen wurden. Aus Übersee traten erste Gala auf; die südafrikanischen Früchte generierten in München nur geringen Zuspruch. Chilenische Royal Gala dehnten ihre Bedeutung in Hamburg aus, man leitete sie aber oftmals direkt an den LEH weiter. Insgesamt verlief der Handel stetig und ohne besondere Höhepunkte. Die Qualität der europäischen Partien ließ meist keine Wünsche offen, konditionelle Schwächen waren bloß selten auszumachen. Also sahen die Vertreiber kaum Anlass, an ihren Aufrufen von der 12. KW etwas zu ändern. Ab und an verteuerten sich einheimische Rubinette und Wellant. Infolge einer zu üppigen Verfügbarkeit und daraus resultierenden Beständen vergünstigten sich in München manche Varietäten.

Birnen

Südafrika dominierte das Geschehen: Es konnte auf Abate Fetel, Cheeky, Rosemarie, Williams Christ, Forelle, Packham`s Triumph und Flamingo zugegriffen werden. Das breit aufgefächerte Angebot aus Übersee wurde durch argentinische Williams Christ und chilenische Flamingo abgerundet. Aus Europa stammten speziell italienische Abate Fetel und Santa Maria sowie niederländische und belgische Conference. Die Abwicklung gestaltete sich lediglich örtlich schleppend. Cheeky überzeugten hinsichtlich ihrer organoleptischen Eigenschaften nicht durchgängig und räumten somit nicht komplett, was sich negativ auf ihre Notierungen auswirkte. In München stießen zu unreife Packham`s Triumph aus Südafrika nur auf wenig Beachtung. In Berlin tauchten verstärkt in Italien gepackte recht grüne und daher wahrscheinlich überseeische Williams Christ auf. Die Bewertungen verharrten häufig auf dem bisherigen Niveau, da die Versorgung genügend mit den Unterbringungsmöglichkeiten harmonierte. Südafrikanische Williams Christ litten in Hamburg im Gegensatz zur argentinischen Konkurrenz unter Haltbarkeitsproblemen. Chilenische Abate Fetel werden demnächst erwartet.

Tafeltrauben

Die Märkte waren mit den vorherrschenden südafrikanischen und ergänzenden chilenischen und indischen Abladungen hinreichend eingedeckt. Zufuhren aus Brasilien und Namibia trafen bloß in geringem Maße ein. Die Geschäfte verliefen ohne besondere Höhepunkte. Da sich die Präsenz indischer Thompson Seedless und Sonaka Seedless in München und Hamburg ausdehnte, gerieten die Forderungen der südafrikanischen Chargen unter Druck. Chilenische Thompson Seedless in XL-Sortierung in 4,5-kgKartons waren in Frankfurt trotz Verteuerungen ziemlich beliebt. Dort etablierte sich bei den indischen Zuströmen infolge einer uneinheitlichen Güte eine weite Preisspanne. In Köln traten bei einem generell eher schwachen Interesse erste südafrikanische La Rochelle auf. In Berlin wiesen manche Artikel konditionelle Schwierigkeiten auf, was sich selbstredend auf ihre Bewertungen niederschlug. Zudem war in der Hauptstadt die Verfügbarkeit etwas zu groß, weshalb die Notierungen insgesamt leicht abfielen.

Orangen

Auch wenn es summa summarum noch üppige Mengen gab, konnte man eine gewisse Kundensättigung nicht leugnen, denn die Nachfrage zeigte sich inzwischen sehr begrenzt. Bei den Blutorangen prägten italienische Moro und Tarocco das Geschehen; spanische Sanguinelli rundeten dieses ab. Bei den Blondorangen war Saftware am begehrtesten. Kleine Valencia Late aus Ägypten sowie Washington Navel aus Marokko wurden deswegen mitunter flott abgewickelt. Die dominierenden spanischen Lane Late und Navelate ließen sich ab und an ebenso schnell unterbringen. Zugänge aus Griechenland, der Türkei und Italien tauchten nur örtlich auf.

Zitronen

Spanische Primofiori beherrschten die Szenerie. Hier und da traten die Türkei, Griechenland und Italien auf, die generell komplettierenden Charakter hatten. Ein Handel ohne Höhepunkte kennzeichnete die Woche. Die Intensität des Interesses stimmte mit der der Bereitstellung überein. Die Bewertungen blieben daher oftmals konstant. Nur manchmal mussten die Vertreiber ihre Aufrufe senken, da sich der Bedarf eingeschränkt hatte.

Bananen

Zum einen führte eine Begrenzung des Zuflusses an Grünware in die Reifereien zu einer Unterversorgung am Platz. Die Notierungen des gesamten Sortimentes stiegen daraufhin an. Die Räumungsgeschwindigkeit verlangsamte sich in der Folge, gestützt durch die frühlingshaften Temperaturen. Zum anderen initiierte dieser verminderte Zustrom keine Vergünstigungen, da genügend gelbreife Offerten insbesondere aus Importen aus den Niederlanden vorrätig waren. Lokal konnte eine stete Abnahme wegen einer reichlichen Verfügbarkeit leichte Verbilligungen bei der Erstmarke und bei den Drittmarken nicht verhindern. Örtlich harmonierte die Nachfrage dem entgegen derart mit dem Angebot, dass sich die Bewertungen ohne Schwierigkeiten auf ihrem bisherigen Niveau hielten.

Blumenkohl

Französische und italienische Anlieferungen dominierten. Spanische und manchmal kleinfallende belgische Artikel ergänzten die Warenpalette, trafen jedoch nur punktuell ein. Das kühlere Wetter wirkte sich ab und an belebend auf den Absatz aus. Die Notierungen tendierten aber nicht per se nach oben. Hier und da sanken sie auch ab, hauptsächlich die der italienischen Chargen. Die französischen Partien verteuerten sich aufgrund eingeschränkter Abladungen oder verbesserter Unterbringungsmöglichkeiten.

Salat

Eissalat stammte ausschließlich aus Spanien. Örtlich begrenzte sich die Präsenz; offensichtlich wurden in den Anbaugebieten einige Produkte untergepflügt und auch der LEH beeinträchtigte mit Aktionen die Abwicklung am Platz. Die Bewertungen zogen in der Regel an, sofern die Qualität überzeugte. Bei Kopfsalat überwogen die belgischen vor den italienischen Zuströmen, die einheimischen verstärkten sich und mit den ersten niederländischen wurde das Sortiment abgerundet. Die Notierungen zeigten häufig einen abwärts gerichteten Trend, da die Nachfrage letztlich zu schwach war. In Frankfurt gab es rote Offerten aus Frankreich, die 10,- bis 10,50 € je 9er-Kiste kosteten. Bei den Bunten Salaten konnte man ein uneinheitliches Bild erkennen: Fehlende italienische Konkurrenz sorgte in Hamburg bei französischen Zufuhren für Verteuerungen. In Frankfurt hingegen reduzierte sich zwar die Verfügbarkeit, dies schlug sich aber nicht erhöhend auf die Preise nieder. Dort mussten die Vertreiber nämlich ihre Aufrufe nach unten korrigieren, da sich die Vermarktung entschleunigt hatte. In Köln traten erste inländische Zugänge auf. In München verbilligte sich die italienische Ware massiv, da der Bedarf nicht mit der Bereitstellung Schritt hielt. Die Forderungen für italienische Endivien konnten in München und Hamburg angehoben und mussten in Frankfurt und Köln verringert werden.

Gurken

Während sich die Bedeutung der niederländischen, belgischen, einheimischen und griechischen Chargen intensivierte, verminderte sich die der spanischen. Das Interesse konnte man somit ohne Anstrengungen stillen. Die Unterbringung verlief meist recht ruhig, sodass die Bewertungen oftmals bröckelten; punktuell waren davon nur die kleineren Kaliber betroffen. Manchmal vergünstigte sich indes auch die komplette Warenpalette. Die spanischen Partien wurden ab und an mit Sonderangeboten gehandelt. In München kam es zunächst zu leichten Verteuerungen, die ab Dienstag aber nicht mehr durchsetzbar waren und zurückgenommen werden mussten. Das Geschäft mit Minigurken, in diesem Sektor dominierten niederländische vor inländischen, gestaltete sich nicht unfreundlich. Trotzdem sanken die Notierungen vielfach ab.

Tomaten

Mit den Niederlanden, Spanien, Belgien und Italien war Europa noch immer stark am Geschehen beteiligt. Marokkanische Artikel rundeten das Sortiment ab und verschwanden örtlich im Wochenverlauf gänzlich. In Frankfurt tauchten erste französische und einheimische Rispenofferten auf. Die Versorgung wuchs generell an und überragte die Nachfrage. Demzufolge konnten die Vertreiber Vergünstigungen nicht vermeiden. Eine Räumung gelang allerdings nicht durchgängig. In Hamburg wirkte sich der flotte Umschlag von Runden Tomaten und Kirschtomaten nicht auf deren Notierungen aus. Anders in München: Hier verteuerten sich die belgischen Produkte aufgrund ausgeweiteter Verkaufsmöglichkeiten. In Frankfurt waren Kirschtomaten am beliebtesten, was aber keine Konsequenzen für deren Preise hatte.

Gemüsepaprika

Die Präsenz der niederländischen und belgischen Partien dehnte sich aus. Derweil begrenzte sich die Bedeutung Spaniens merklich. In Hamburg versuchten die Vertreiber mittels Vergünstigungen, die spanischen Artikel schnell unterzubringen, was letztlich auch die Bewertungen der niederländischen Erzeugnisse negativ beeinflusste. In Frankfurt und Berlin war die Verfügbarkeit insgesamt zu üppig und Verbilligungen sollten die Vermarktung anregen. München und Köln berichteten von recht ruhigen Geschäften. Verteuerungen machte man bloß in den seltensten Fällen aus. Die türkischen Importe blieben knapp und somit hochpreisig; sie generierten mitunter nur wenig Beachtung. Marokko komplettierte die Szenerie.

Spargel

Die Plätze waren mit einheimischen und griechischen Stangen, welche einzig in Köln gänzlich fehlten, genügend versorgt. Italien, die Niederlande, Belgien und Spanien rundeten den Handel mit weißen und violetten Offerten ab. Die Saison befand sich zwar noch an ihrem Anfang, trotzdem konnte schon auf einige Mengen zugegriffen werden: Dreifachabdeckungen sowie guten äußeren Wachstumsbedingungen sei Dank. Die Nachfrage war aber nicht sonderlich stark ausgeprägt. Zunächst verlief der Verkauf daher eher gemäßigt. Erst ab Donnerstag beschleunigte sich die Abwicklung, sodass ab und an eine vollständige Räumung gelang. Gewährte Vergünstigungen animierten die Kunden, intensiver zuzugreifen. Beim Grünspargel tauchten neben spanischen Chargen auch italienische, einheimische und griechische auf. Peruanische Abladungen gab es kontinuierlich immer in einem spärlichen Rahmen.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Infolge einer zu großen Bereitstellung sanken die Notierungen von Erdbeeren an den ersten Tagen massiv ab. Die Aussichten auf ein freundliches Wetter erhöhte dann die Geschwindigkeit des Umschlages. Speziell die ansprechend ausgefärbten und geschmacklich überzeugenden niederländischen Produkte stießen auf Interesse. Die Niederlande starteten am Mittwoch mit Himbeeren in 125-g-Schalen in die neue Kampagne. Üppig vorrätige südamerikanische kernarme Wassermelonen konnten flott untergebracht werden. Nachdem Rhabarber am Montag sehr teuer war, bröckelten die Bewertungen sukzessive und deutlich. Deutscher Bärlauch kostete 10,- bis 11,- € je 10er-Bund. Rote Lauchzwiebeln waren knapp, dafür trafen zunehmend die grün-weißen aus dem Inland ein. Die Geschäfte mit erster neuseeländischer Haushaltsware in 35 bis 50 mm gestalteten wegen der hohen Forderungen von 32,- bis 34,- € je 25-kg-Sack nur zögerlich. Einheimische Radieschen mit attraktivem frischem Laub konnten zu maximal 11,- € je 15er-Bund problemlos vermarktet werden. Pfifferlinge aus Marokko und Steinpilze aus Südafrika generierten geringe Beachtung.

Hamburg

Mandarinen aus Spanien und Marokko waren nicht mehr am Platz, dennoch tendierten die Bewertungen israelischer Orri abwärts. Mit dem Auftreten niederländischer Erdbeeren von beheizten Plantagen in exklusiver Güte weitete sich das Sortiment aus. Die Nachfrage hielt damit nicht Schritt und es kam daher zu Vergünstigungen. Die Verfügbarkeit von Spitzkohl aus Portugal und Brokkoli aus Spanien begrenzte sich. Süddeutsche Radieschen aus dem Tunnelanbau kosteten 0,55 € je Bund. Rhabarber aus den Niederlanden ließ bezüglich des Aromas Wünsche offen und verbilligte sich rapide auf 28,- € je 6-kg-Karton. Die Forderungen für glatte Petersilie und weißen Rettich aus Italien gaben angebotsbedingt nach. Ab der 14. KW sollen Gemüsezwiebeln aus Chile parat stehen.

Köln

Beim Absatz von Kleinfruchtigen Zitrusfrüchten ist die Luft raus. Für Rhabarber generierte wenig Abnehmer. Genauso sah es bei Rosenkohl aus, selbst geringste Partien waren kaum noch unterzubringen.

München

Nach Wochenbeginn tauchten tageweise erste regionale Erdbeeren aus Gewächshäusern auf. Die Geschäfte wurden kontinuierlich von spanischen und dominierenden italienischen Abladungen bestimmt. Spanische Kulturheidelbeeren waren nur spärlich vorhanden. Chilenische Pfirsiche und Nektarinen interessierten selten. Spanische und italienische Zucchini und Auberginen blieben günstig. Brokkoli aus Spanien verteuerte sich. Rosenkohl wurde schwach beachtet. Spanien ergänzte das Angebot an Spinat aus Italien und Deutschland.

Berlin

Bei Erdbeeren beherrschten spanische Zuströme in verschiedenen Aufmachungen das Geschehen. Die Preise lagen ausgeglichen je nach Qualität bei 1,30 bis 1,50 € je 500-g-Schale. Sorgfältig sortierte Früchte in 1-kg-Steigen wurden mit 3,50 € bewertet. Witterungsbedingt gab es zunächst kaum italienische Offerten, welche daher recht teuer waren. Letztlich litten sie unter konditionellen Schwierigkeiten, was zu Vergünstigungen führte. Anfangs knapp, standen griechische Anlieferungen ab Donnerstag trotz guten Zuspruchs über Bedarf bereit. Infolge des kalten Wetters generierten kernarme Wassermelonen aus Costa Rica zu 1,10 € je kg und solche aus Brasilien zu 0,90 € je kg bloß eine geringe Nachfrage. Zu üppig vorrätige Granatäpfel aus Peru und Indien kosteten 11,50 € je 6 Stück und 16,- € je 9 Stück. Zu dünner Rhabarber waren nur schwer verkäuflich. Für dünne einheimische Stangen wurden 5,- € je kg gefordert, für niederländische 0,50 € mehr.

Speisekartoffeln KW 13 / 2019

Die Märkte waren für gewöhnlich genügend mit einheimischer Lagerware versorgt. Die eher unaufgeregte Nachfrage korrelierte hinlänglich mit dem Angebot. Folglich bewegten sich die Bewertungen in der Regel auf ihrem bisherigen Niveau. Vereinzelte Kultivare, insbesondere festkochende Varietäten, konnten sich aufgrund von erhöhten Einständen verschiedentlich verteuern. Das Sortiment an Speisefrühkartoffeln hatte sich nicht wesentlich ausgeweitet. Allein die italienischen Zufuhren ließen örtlich eine stärker verdichtete Präsenz erkennen. Die Abnahme blieb meist hinter den Erwartungen zurück. Dessen ungeachtet verharrten die Notierungen vielfach auf einem unveränderten Level. Dank der übersichtlichen Verfügbarkeit konnten die Händler die Preise an ihren Spannengrenzen gelegentlich sogar noch ein wenig anheben. Die anwachsende Bedeutung von Spargel zeigte zwar schon eine gewisse positive Beeinflussung des Interesses, doch von einem lebhaften Zugriff war man noch weit entfernt. Marokkanische und tunesische Offerten spielten trotz ihrer niedrigen Bewertungen bloß eine untergeordnete Rolle, weshalb sie sich punktuell vergünstigten.

Anhang 

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn