Quelle: BLE, Marktbeobachtung

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 12 / 19 vom 27.03.2019 für den Zeitraum 18.03. – 22.03.2019

Salat

Bei Kopfsalat bestimmte Belgien vor Italien das Geschehen. Einheimische Abladungen gab es ausschließlich in München, französische nur in Frankfurt. Eissalat stammte aus Spanien. In beiden Segmenten hatte sich die Verfügbarkeit verstärkt. Da die Nachfrage verhalten war und die Unterbringung mitunter schleppend verlief, tendierten die Preise summa summarum abwärts. So kosteten belgischen Partien in Frankfurt bloß 5,50 € je 12er-Steige und spanische lediglich 4,50 € je 10er-Karton. Bei den belgischen und französischen Bunten Salaten zwang eine zu langsame Abwicklung die Vertreiber oftmals, ihre bisherigen Aufrufe zu senken. So wurde die Vermarktung zwar angeregt, Verteuerungen konnten dadurch aber nicht mehr etabliert werden. Die Saison von italienischen Endivien neigt sich ihrem Ende entgegen, daher begrenzten sich die Zuströme. Zudem ließ die Qualität punktuell Wünsche offen. Die Notierungen bröckelten sukzessive ab, befanden sich letztlich jedoch aber auf einem höheren Niveau als in der 11. KW. Die Bewertungen von belgischem Feldsalat zogen in Berlin an, da dieser hinsichtlich ihrer Güte überzeugender war als der inländische, der unter Konditionsproblemen litt. In Frankfurt gestaltete sich der Umschlag der belgischen Chargen zu maximal 5,- € je kg recht flott.

Äpfel
Deutschland dominierte. Die organoleptischen Eigenschaften sprachen generell durchaus an und die Verkäufer mussten eher selten an der Preisschraube drehen. Daran änderte auch das Auftreten erster chilenischen Tenroy sowie argentinischer Braeburn nichts: Die sehr geringen Mengen stießen auf wenig Interesse.

Birnen
Südafrika prägte mit vielen Varietäten die Szenerie: Allen voran gab es Williams Christ und Rosemarie, nachfolgend Cheeky und Abate Fetel und abrundend Packham`s Triumph.

Tafeltrauben
Das Angebot wurde von Südafrika bestimmt und blieb sehr mannigfaltig. Da sich auch die Unterbringungsmöglichkeiten insgesamt verschlechtert hatten, konnten Vergünstigungen nicht immer vermieden werden.

Orangen
Auch wenn es noch viele Mengen gab, konnte man den Eindruck haben, als würde sich die Saison vor ihrem Ende befinden. Die Nachfrage war bei frühlingshaftem Wetter ziemlich vermindert und die Güte sprach nicht ausnahmslos an.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die Kampagne näherte sich ihrem Abschluss: Die Präsenz der spanischen und israelischen Offerten schränkte sich ein. Obwohl die Qualität durchaus überzeugte, konnte man Vergünstigungen nicht immer umgehen.

Zitronen
Spanische Primofiori dominierten. Die Türkei, Ägypten, Griechenland und Italien tauchten nur örtlich auf. Bei einem steten Bedarf veränderten sich die Notierungen bloß selten.

Bananen
Die Märkte waren in der Regel hinlänglich versorgt. Die Geschäfte verliefen wie gewohnt in ruhigen Bahnen. In der Folge oszillierten die Bewertungen häufig auf dem Niveau der Vorwoche.

Blumenkohl
Frankreich prägte vor Italien das Geschehen. Belgien und Spanien komplettierten es mit sehr geringen Abladungen. Die Unterbringung und damit auch die Notierungen entwickelten sich uneinheitlich.

Gurken
Die Niederlande dominierten bei der Vermarktung von Schlangengurken; mit Spanien, Belgien und Deutschland lagen dahinter 3 Länder vom Volumen her fast gleichauf. Griechische Zufuhren gab es nur in München und Berlin. Werbeaktionen des LEH beeinträchtigten in Köln und Berlin den Umschlag am Platz. In Frankfurt waren folierte spanische Artikel unbeliebt, zudem wiesen sie konditionelle Schwächen auf. In München gestaltete sich der Zugriff auf die spanischen Chargen ebenso eher verhalten, sodass sie sich letztlich vergünstigten. Die Geschäfte verliefen unaufgeregt und die Bewertungen blieben meistens konstant. In Hamburg konnten die Vertreiber ihre Aufrufe für die mitteleuropäischen Partien zunächst moderat und zum Wochenende hin recht kräftig anheben. Minigurken stammten aus den Niederlanden, dem Inland und der Türkei. In Frankfurt tauchten in einem spärlichen Umfang spanische Abladungen auf. Die Notierungen bröckelten infolge einer intensivierten Bereitstellung oftmals leicht ab.

Tomaten
Wie zu diesem Saisonzeitpunkt gewohnt gab es augenscheinlich ein sehr vielfältiges Sortiment. Generell überzeugte die Qualität und in Verbindung mit steigenden Temperaturen und frühlingshaftem Wetter beschleunigte sich die Abwicklung.

Gemüsepaprika
Die Präsenz der niederländischen Zufuhren intensivierte sich offensichtlich, was die dominierenden spanischen etwas unter Druck setzte. Aufgrund von Regenfällen in den Anbaugebieten verknappten sich die türkischen Zuströme, was oftmals in Verteuerungen mündete. Marokkanische und belgische Artikel komplettierten das Geschehen. Das kontinuierliche Interesse konnte problemlos gestillt werden. In Frankfurt fehlten dem entgegen gelbe niederländische Offerten gänzlich. In Hamburg waren die Eingangsforderungen für die Kultivare aus Belgien und den Niederlanden recht hoch, was sich aber nicht auf den Umschlag auswirkte. Köln berichtete von einer ziemlich ruhigen Vermarktung.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Sonne und angestiegene Temperaturen brachten Schwung in den Handel von Erdbeeren. Die Niederlande schickten Viva Rosa, Sonata sowie in gleichmäßiger Fruchtgröße und mit optimalem Geschmack Sonsation. Verstärkte Anlieferungen aus Griechenland mussten am Freitag zu 0,80 € je 500-g-Schale abgewickelt werden. Neben marokkanischen Heidelbeeren erreichten mittlerweile auch spanische und portugiesische Produkte in 125-g- und 250-g-Schalen den Platz. Das breite Sortiment an Pflaumen stieß auf eine freundliche Beachtung. Die Bewertungen von Rhabarber mussten einstandsbedingt nach oben angepasst werden. Frischer Bärlauch aus Ungarn, Rumänien und Deutschland räumte flott. Bleichspargel wurde nur zum Wochenende hin besser nachgefragt. Da es zu diesem frühen Zeitpunkt schon üppige Mengen aus Belgien, den Niederlanden, dem Inland, Italien und Griechenland gab, musste mit sehr niedrigem Preisen gearbeitet werden.

Hamburg

Einheimischer weißer Spargel war bloß in kleineren Chargen zu bekommen, da aufgrund der hohen Bewertungen einige Partien gar nicht erst offeriert wurden. Alternativ bot man violette Stangen verschiedener Herkünfte an.

Köln

Weiterhin klagt man am Markt über eine geringe Aufnahmefähigkeit. So hielt sich bei Erdbeeren das Interesse sehr in Grenzen. Auch Spargel und Rosenkohl generierten nur wenig Zuspruch.

München

Bei spanischen Erdbeeren bildeten sich ab Wochenmitte Bestände, wodurch sich die Preisfindung erschwerte. Neben kleinfallenden portugiesischen Kulturheidelbeeren trafen verstärkt spanische Anlieferungen ein. Südamerikanische Zuströme verknappten sich kontinuierlich. Chilenische Pfirsiche und Nektarinen wurden kaum beachtet. Erste türkische grüne Mandeln tauchten ungewohnt früh auf. Die Zugänge von süddeutschem Spargel blieben noch eingeschränkt. Mit den zu erwartenden höheren Temperaturen könnte sich dies jedoch recht schnell ändern. Die Nachfrage nach Wirsing schwand, was der rückläufigen Warenpalette entgegenkam. Die Notierungen von Brokkoli verharrten auf stabilem Niveau. Die Saison von Rosenkohl näherte sich ihrem Ende. Radieschen und Rettiche konnten etwas flotter als zuvor platziert werden.

Berlin

Infolge der Angebotserweiterung aus Griechenland und Italien gerieten spanische Erdbeeren unter Abgabedruck. Besonders an den schwächeren Umschlagstagen kostete der Hauptanteil lediglich 1,- € je 500-g-Verpackung. Niederländische Buschbohnen feierten ihre Premiere zu 5,50 € je kg. Bei ausgedehnten Abladungen an Spargel von zahlreichen europäischen Plantagen drifteten die Bewertungen auseinander. Haushaltswiebeln aus Südafrika in 50 bis 60 mm+ wurden zu 25,- € per 25-kg-Sack abgewickelt. Da in Kürze mit dem Auftakt chilenischer Gemüsezwiebeln gerechnet wird, sahen sich die Vertreiber spanischer Artikel gezwungen, ihre enormen Lagervorräte mittels Verbilligungen zu optimieren.

Speisekartoffeln KW 12 / 2019

Die Versorgung mit inländischer Lagerware fiel in der Regel übersichtlich aus, hatte sich verschiedentlich ein wenig verringert. Der Verkauf verlief andauernd in relativ ruhigen Bahnen. In der Folge verharrten die Bewertungen für gewöhnlich auf einem unveränderten Niveau. Auch wenn sich hier und da die Nachfrage etwas freundlicher zeigte, vermochten die Vertreiber bloß vereinzelt ihre Forderungen leicht anzuheben. Das Interesse war zu schwach und das Angebot noch zu hoch, um Verteuerungen generell durchsetzen zu können. Marginal ergänzende Importe aus Frankreich und den Niederlanden notierten stabil. Das Geschäft mit den Speisefrühkartoffeln hatte sich allmählich belebt. Deren Verfügbarkeit wuchs nicht wesentlich an, blieb kontinuierlich überschaubar. Die Preise oszillierten daher fortwährend auf einem hohen Niveau. Ab und an tendierten sie dabei an den oberen oder unteren Grenzen ihrer Spannen sogar nach oben. Örtlich verbilligten sich die zyprischen Offerten wegen einer erstarkenden Konkurrenz aus Marokko und Italien. Die Abnahme von tunesischen und marokkanischen Produkten entsprach vielfach nicht den Erwartungen der Händler, was aber keineswegs zu Vergünstigungen führte.

Anhang 

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