Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 09 / 19 vom 07.03.2019 für den Zeitraum 25.02. – 01.03.2019

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte

Die Anlieferungen schränkten sich kontinuierlich ein. Bei den Clementinen kamen letzte spanische Zufuhren in Frankfurt und München an, die im Wochenverlauf aber versiegten. Bei den Mandarinen begrenzten sich die Abladungen ebenso: Hier dominierten israelische Orri, gefolgt von spanischen Orri und Nadorcott sowie marokkanischen Nadorcott. Die Türkei spielte mit Murcott eine sehr kleine Rolle. Italien und Ägypten hatten komplettierenden Charakter. Auffällig waren in Frankfurt die verschiedenen Aufmachungsarten, so gab es israelische Orri dort sowohl in den etablierten 10-kg- und 12,5-kg-Kartons als auch in 6-kg- und 7-kg-Abpackungen. Die Qualität überzeugte in der Regel: Geschmack und Fruchtfestigkeit ließen nur selten Wünsche offen. Das Interesse präsentierte sich indes generell eher als schwach, was durch das frühlingshafte Wetter nochmals verstärkt wurde. So konnten die Verkäufer keinen Nutzen aus der verminderten Verfügbarkeit ziehen: Verteuerungen waren nicht durchzusetzen. Stattdessen bröckelten die Bewertungen Äpfel
Wie zu diesem Saisonzeitpunkt üblich prägte Deutschland mit vielen Varietäten das Geschehen. Die Bewertungen verharrten insgesamt auf einem konstanten Niveau.

Birnen
Die Importe aus Übersee dehnten sich augenscheinlich aus: Neben den dominierenden südafrikanischen Abladungen gab es inzwischen chilenische und argentinische. Die Sortenfülle wuchs ebenso an: Aus Südafrika kamen mittlerweile Abate Fetel und Red Bartlett.

Tafeltrauben
Aus Südafrika stammten sehr viele Varietäten: Die Vertrauten, wie Crimson Seedless, Thompson Seedless und Flame Seedless, wurden von eher Unbekannten wie Sundance Seedless oder Sweet Globe flankiert.

Orangen
Spanien dominierte bei den Blondorangen mit Navelina, Lane Late und Salustiana. Das Interesse zeigte sich uneinheitlich. Bezüglich der Notierungen war kein klarer Trend auszumachen.

Bananen
Das Interesse zeigte sich sehr uneinheitlich. Die Unterbringungsmöglichkeiten reichten von ruhig und unaufgeregt bis zu überraschend anhaltend flott. Ungeachtet der Intensität des Zugriffes etablierten sich überwiegend für die Zweit- und Drittmarken höhere Bewertungen.

Blumenkohl
Die Präsenz der dominierenden französischen und ergänzenden italienischen Chargen schränkte sich etwas ein. Die Nachfrage konnten problemlos erfüllt werden.

Salat
Eissalat stammte aus Spanien. Die Zuflüsse begrenzten sich zwar, dies initiierte aber keine Verteuerungen. Das Gegenteil war der Fall: Infolge verschlechterter Unterbringungsmöglichkeiten oder aufgrund von niedrigeren Eingangsforderungen sanken die Notierungen häufig ab.

Gurken
Bei den Schlangengurken bestimmten die Niederlande und Spanien die Szenerie. Der Absatzdruck auf die spanischen Partien vergrößerte sich. Insgesamt verliefen die Geschäfte mit einer gewissen Konstanz.

Tomaten
Mit Spanien, den Niederlanden, Italien, Marokko und Belgien waren etliche Länder am Geschehen beteiligt. Generell war eine eher kraftlose Nachfrage auszumachen, die mit dem Sortiment nicht Schritt halten konnte.

Gemüsepaprika
Die Abladungen aus Spanien verringerten sich. Die Notierungen zogen daraufhin an, ab und zu recht erheblich. Die Zuströme aus den Niederlanden und Belgien komplettierten bis dato die Warenpalette.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Die Präsenz von Erdbeeren aus Italien und Spanien wuchs zwar an, deren Unterbringung verlief durch die Fastnachtstage aber eher langsam. Die Nachfrage nach marokkanischen und portugiesischen Heidelbeeren konnte befriedigen. Himbeeren aus Mexiko und Spanien räumten indes nur zögerlich. Granatäpfel stammten aus Ägypten, Indien und Peru. Rhabarber wurde nur spärlich beachtet. Für diesen frühen Zeitpunkt erreichte schon sehr viel und günstiger Spargel den Markt: So gab es belgische Stangen in 22 bis 28 mm zu 8,50 € je kg, niederländische im Kaliber AA zu 9,50 bis 11,- € je kg und griechische in 16 mm+ zu 8,- € je kg. Einheimische Offerten kosteten in den Größen 16 bis 20 mm zwischen 12,- und 16,- € je kg, für 26 mm mussten 10,- bis 11,- € bezahlt werden. Grünspargel aus Spanien war in 400-g- und 500-g-Bunden am Freitag erhältlich. Erster Rucola sowie frische Lauchzwiebeln aus der einheimischen Erzeugung trafen am Donnerstag ein. Bei Buschbohnen konnte auf marokkanische und spanische Zugänge sowie inzwischen auf solche aus dem Oman zugegriffen werden. Marokko schickte 2-kg-Kleinsteigen hervorragender Optik, welche zu 5,- bis 7,- € abgewickelt wurden.

Hamburg

Schmackhafte und farblich ansprechende italienische Erdbeeren starteten zu 2,20 € je 500-g-Schale in ihre Saison. Obwohl glänzende indische Granatäpfel im Aussehen alles geradezu überstrahlten, mussten sie wegen ausgedehnter europäischer Abladungen Verbilligungen hinnehmen. Datteln aus Namibia kosteten 33,- € je 5-kg-Packstück. Für erste Auberginen aus den Niederlanden sollte man 7,- € je 5-kg-Kollo bezahlen. Mit dem Auftakt der norddeutschen Kampagne kam es zu einer Angebotssteigerung beim Spargel und somit sanken die Notierungen der niederländischen Artikel ab. Einheimische Haushaltszwiebeln machten Platz für Importe aus Neuseeland. Deren Verkaufsbeginn erfolgte 2 Wochen früher als im Jahr 2018 und die Bewertungen lagen mit 28,- € je 25-kg-Sack ca. 4,- € höher als im Vorjahr.

Köln

Nach Karneval gestaltete sich die Vermarktung insgesamt, wie erwartet, sehr ruhig.

München

Die Anlieferungen von italienischen Erdbeeren steigerten sich, spanische zeigten sich aber in besserer Ausfärbung und wurden bevorzugt. Spanien und Portugal schickten Himbeeren; mexikanische Zufuhren hatten kaum noch Bedeutung. Bei Pfirsichen und Nektarinen lösten chilenische Chargen die südafrikanischen ab. Südafrika sendete zudem gelbe und blaue Pflaumen. Bei Spinat genügten die dominierenden italienischen sowie die ergänzenden süddeutschem aus Unterglasanbau ankommenden Partien um den geringen Mehrbedarf zu Aschermittwoch problemlos zu decken; die Notierungen veränderten sich praktisch nicht. Erster neuerntiger Chinakohl aus Spanien traf ein. Neben dem mittlerweile kontinuierlich auftretenden Spargel aus Griechenland und Norditalien rückten regionale Artikel aus beheizten Anlagen zunehmend in den Vordergrund, wenngleich deren Unterbringung preisinduziert langsam verlief. Buschbohnen wurden weiterhin mit festen, marokkanische Stangenbohnen mit leicht verminderten Forderungen abgewickelt. Wieder üppiger vorrätige italienische Radieschen sowie Bierrettiche aus der Region vergünstigten sich. Erster Bärlauch tauchte auf.

Berlin

Das Angebot von spanischen Erdbeeren wuchs an, jedoch zeigte sich das Interesse witterungsbedingt eher verhalten. Je nach Güte wurden die Früchte zu 1,20 bis 2,80 € je 500-g-Schälchen umgeschlagen. Knappe und qualitativ überzeugende griechische Offerten waren hochpreisig. Pflaumen aus Südafrika standen reichlich bereit und schmeckten hervorragend: 13,- bis 14,- € je 5-kg-Karton sollten gezahlt werden. Die Präsenz organoleptisch einwandfreier Mangos aus Brasilien und Peru dehnte sich aus. Die Produkte waren mit 33,- bis 40,- € je 9er-Aufmachung aber zu teuer und so stockte ihr Absatz. Die Abladungen von marokkanischen Stangenbohnen intensivierten sich augenscheinlich und wurden dadurch günstiger. Obwohl recht früh im Jahr, versuchten sich manche Händler am Geschäft mit optisch ansprechendem Spargel. Die Vermarktung blieb indes hinter den Erwartungen zurück. Griechische Stangen sollten minimal 7,- € je kg, niederländische 10,- € und bayrische 16,- € je kg kosten. Peruanische Importe waren äußerst selten und mit rund 6,- € je kg merklich billiger.

Speisekartoffeln KW 10 / 2019

Die Bereitstellung mit einheimischer Lagerware fiel zwar überschaubar aus, jedoch reichte sie meistens, um den Bedarf weitgehend zu decken. Neu hinzu kamen Colombo, die bis zu 12,50 € je 25-kg-Sack kosteten. Die Bewertungen verharrten für gewöhnlich auf einem recht konstanten Niveau. Wegen der vorwiegend ruhigen Nachfrage wirkten sich die leichten Beschränkungen des Angebotes in der Regel bloß selten verteuernd aus. Dem entgegen mussten örtlich Melody und Gunda aufgrund einer zu großen Verfügbarkeit günstiger umgeschlagen werden. Punktuell tauchten wiederholt italienische Annabelle aus alter Ernte auf. Beim Geschäft mit den Speisefrühkartoffeln blieben die Zufuhren von Annabelle und Spunta aus Zypern fortlaufend übersichtlich. Aus Italien trafen neben Annabelle und Bellini inzwischen Spunta aus Sizilien ein. Marokkanische Abladungen ergänzten den Handel. Infolge der begrenzten Versorgung beließen die Vertreiber ihre Forderungen mehrheitlich auf ihrem bisherigen hohen Level. Verschiedentlich konnten sie die Preise an den unteren Grenzen ihrer Spannen ein wenig anheben. Lokal stiegen die Notierungen von zyprischen Produkten etwa 1,- € je 25-kg-Sack an. Der Zugriff der Kunden stagnierte vielfach. Marokkanische Nicola verbuchten ein derart geringes Interesse, dass sie zuweilen billiger verkauft wurden.

Anhang 

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Deichmanns Aue 29
53179 Bonn