Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 05 / 19 vom 07.02.2019 für den Zeitraum 28.01. – 01.02.2019

Birnen

Fortlaufend prägten die italienischen Anlieferungen monopolartig den Markt. Die Mengen von Abate Fetel und Santa Maria verkleinerten sich dabei. Das Angebot an den beiden WilliamsChrist-Formen veränderte sich nicht wesentlich. Inländische Alexander Lucas in 60/70 und 70/80 mm sowie niederländische Conference, Gellert oder Alexander Lucas waren teilweise völlig geräumt, also nicht mehr allerorten vorzufinden. Rotwangige Early Desire aus den Niederlanden ergänzten den bunten Sektor. Der Handel bewegte sich in äußerst ruhigen Bahnen. Die Gewinne blieben hinter den Erwartungen zurück. Dennoch waren die Verkäufer kaum willens, ihre Forderungen nach unten anzupassen. Die spärlichen mitteleuropäischen Chargen notierten wohl wegen ihrer übersichtlichen Verfügbarkeit recht stabil. Erste Offerten an südafrikanischen Bon Chretien tauchten zu 17,- € je 12,5-kg-Packstück auf. Diese Früchte vermochten die eher schleppenden Geschäfte aber auch nicht richtig zu beschleunigen.

Äpfel
Ein steter Absatz sicherte für gewöhnlich konstante Preise. Bei einem nicht allzu aufgeregten Interesse kam es manchmal zu einer Überversorgung. Man schraubte die Forderungen hier und da etwas zurück, in der Hoffnung, den stockenden Zugriff umzukehren.

Tafeltrauben
Die Suche nach Kunden gestaltete sich zusehends schwieriger. Vergünstigungen machten die Sache jedoch leichter. Sobald aber bei den Früchten die kleinsten Mängel erkennbar waren, brachen die Notierungen augenfälliger ein.

Orangen
Einerseits konnte das Interesse durchaus befriedigen, andererseits brachte die kalte Witterung nicht die erhoffte Abnahmebeschleunigung. Trotz einer gewissen Stabilität tendierten die Bewertungen zu einer moderaten Volatilität; gerade zum Freitag hin.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Generell unterstütze das Winterwetter einen lebhaften Absatz. Für manche Chargen an Mandarinen konnte man daher die bisherigen Preise erhalten, für einige Partien überdies Verteuerungen durchfechten. Hier und da initiierte eine Nachfragedelle Mitte der Woche Vergünstigungen.

Zitronen
Zum einen bewirkte die kalte Witterung eine schnelle Abnahme. Somit beließen die Händler ihre Forderungen auf einem unveränderten Level. Zum anderen provozierte eine reichliche Bereitstellung vor allem von türkischen Offerten deutliche Verbilligungen.

Bananen
Der Jahreszeit gemäß berichtete man über ein ruhiges Geschäft. Die Zuflüsse aus den Reifereien harmonierten aber genügend mit dem unaufgeregten Bedarf. Daher variierten die Bewertungen meistens bloß graduell.

Blumenkohl
Die vorherrschenden französischen Partien rivalisierten mit den ergänzenden Mengen aus Spanien und Italien. Die vorrangig unaufgeregte Nachfrage verschärfte diesen Wettbewerb. Früher oder später brachen die Notierungen ein.

Salat
Eissalat traf einem Monopol gleichend aus Spanien ein. Anfangs wurde er noch zu recht starren Konditionen umgeschlagen. Die Bereitstellung hatte sich jedoch bald derart verdichtet, dass das ursprüngliche Niveau der Preise zusehends absackte.

Gurken
Andauernd überstieg das Maß des Angebotes von Schlangengurken das der Nachfrage. Um den Absatz zweckdienlich anzukurbeln, reduzierten die Verkäufer überwiegend ihre Forderungen. Und sie hatten Erfolg damit, denn das Interesse verbesserte sich daraufhin.

Tomaten
Der Handel ließ eine dem Grad der Versorgung entsprechende Betriebsamkeit vermissen, obwohl man hier und da eine durchaus freundliche Beachtung verzeichnete. Die Notierungen neigten oftmals zur Schwäche.

Gemüsepaprika
Die Nachfrage zeigte sich in der Regel von einer ruhigen Seite. Zum einen verharrten die Notierungen der spanischen Artikel für sämtliche Farben auf einem konstanten Niveau, zum anderen stiegen oder fielen sie typenbezogen.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Die Qualität der spanischen Erdbeeren überzeugte, trotzdem verlief der Handel zäh. Erste Ankünfte an chilenischen Pfirsichen kosteten 3,- bis 3,20 € je kg. Die überschaubar zuströmenden spanischen Kakis wurden durch Sharonfrüchte ergänzt. Auberginen und Zucchini vergünstigten sich fast täglich. Die sehr knappe Bereitstellung führte bei Buschbohnen und Stangenbohnen zu merklich versteiften Forderungen seitens der Vertreiber. Nach einem längeren Preishoch folgte bei belgischem und deutschem Lauch ein größerer Abschlag auf 1,- bis 1,20 € je kg. Türkische Importe waren von der Kondition her wenig stabil. Sie wurden daher eher vernachlässigt. Dafür räumte der flache türkische Weißkohl problemlos und erlöste mehr als in der Vorwoche. Das Interesse an Wirsing war freundlich und für saubere, schädlingsfreie Partien zahlte man bis zu 1,10 € je kg. Polen komplettierte die kleinen einheimischen Abladungen von Chinakohl.

Hamburg

Nicht nur das winterliche Klima sondern auch Aktionen in der Discountschiene zu 0,99 € je 250-gSchale verleideten spanischen Erdbeeren am Platz einen genügenden Gewinn, selbst bei den ansprechenden 1-kg-Steigen zu 4,75 € und bei den 400-g-Abpackungen zu 2,- €. Bei Steinobst aus Übersee bestimmten die Chargen aus Südafrika die Szenerie. Zudem trafen Offerten aus Chile und Australien ein. Für Artikel mit festem Fruchtfleisch brauchten die Preise nicht neu ausgelotet zu werden. Süßkirschen aus Argentinien feierten ihre Premiere zu 15,- € je 2,5-kg-Karton. In Kürze sollen Melonen aus Chile an den Start gehen. Ab Mitte der 6. KW wird weißer Spargel aus Peru zur Vermarktung vorrätig sein. Die Versorgungslücke bei Buschbohnen und Stangenbohnen aus der Mittelmeerregion reizte bei Produkten aus dem Senegal zu Bewertungen von 24,- € je 5-kg-Karton.

Köln

Nichts Neues gab es im gesamten Sortiment des Beerenobstes. Der niedrige Bedarf machte die Preise oftmals zu einer reinen Verhandlungssache. Spitzkohl aus Portugal war zwar nur in übersichtlichen Mengen vor Ort, wurde aber stetig geordert. Auberginen und Zucchini aus spanischem Anbau vergünstigten sich etwas. Das Gegenteil konnte von der türkischen Konkurrenz behauptet werden, die sich nämlich verteuerte. Zumindest zum Freitag hin wurde Mangold aus Italien höher bewertet.

München

Spanische Erdbeeren trafen in kaum ausreichender Ausfärbung und in einem über Bedarf liegenden Umfang ein. Lediglich in Kleinststeigen gelegte Ware fand noch einigermaßen Aufnahme. Südamerikanische Kulturheidelbeeren gerieten immer stärker unter Absatzdruck; Überhänge wurden weit unter Einstand veräußert. Mangos und Ananas ließen sich bei milderen Temperaturen wieder besser, chilenische Süßkirschen sowie südafrikanische Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen immer schlechter unterbringen. Zu große Zuflüsse aus der Vorwoche führten bei Melonen aus Südamerika zu schwächeren Notierungen. Bei kontinuierlichen Ankünften stagnierten die Preise von italienischem Radicchio. Bei konstanten Anlieferungen von Rucola stiegen die Forderungen der Vertreiber an. Auberginen und Zucchini verbilligten sich in der Spitze. Das Angebot an Buschbohnen und Stangenbohnen blieb knapp. Auch bei Dill und Petersilie konnten sich dank überschaubarer Abladungen Verteuerungen etablieren.

Berlin

Das gesamte Sortiment an Beerenobst litt unter der zu üppigen Bereitstellung und der fehlenden Nachfrage durch die Kunden. Die Forderungen für ägyptische oder spanische Erdbeeren bewegten sich z. B. am Donnerstag zwischen 0,20 und 0,80 € je 250-g-Schälchen. Oftmals als Rückläufer aus dem organisierten LEH stammend, stachen deren Konditionsmängel vielfach sofort ins Auge; teils wurden die Partien, mitunter palettenweise, direkt entsorgt. Himbeeren und Heidelbeeren ereilte ein ähnliches Schicksal. Das heißt, diese kamen ebenfalls mit einer durchwachsenen Güte aus dem organisierten LEH. Dementsprechend waren Bewertungen von 0,10 bis 0,40 € je 125-g-Schale selbst für attraktivere Früchte leider keine Seltenheit. Die Notierungen von Auberginen und Zucchini, beide ausschließlich aus Spanien, gingen auf zweckdienliche 11,- bis 13,- € je 5-kg-Karton zurück.

Speisekartoffeln KW 05 / 2019

Die Versorgung mit inländischer Lagerware hatte sich ein wenig eingeschränkt. Da sich in vielen Fällen die Nachfrage bedingt durch die kalte Witterung auf einem relativ niedrigen Niveau bewegte, veränderten sich zum einen die Bewertungen häufig nicht. Zum anderen ermöglichte diese Mengenbegrenzung aufgrund eines parallel hierzu fortwährenden steten Interesses bei vereinzelten Varietäten leichte Verteuerungen. Die Zufuhren aus Zypern waren infolge des ungünstigen Wettergeschehens in den Anbauregionen weiterhin sehr überschaubar oder fehlten teilweise sogar völlig. Die Angebote stammten meistens aus Beständen. Wegen der übersichtlichen Bereitstellung zogen die Notierungen für Annabelle und Spunta verschiedentlich etwas an. Mitte der 6. KW werden neue Anlieferungen erwartet. Aus Italien trafen erste sogenannte Winterkartoffeln, Bisestili, ein. Sie kosteten bis zu 19,- € je 12,5 kg.

Anhang (externer Link)

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