Quelle: BLE

Marktbericht

– OBST – GEMÜSE – SÜDFRÜCHTE –

mit Beiträgen von den Großmärkten Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München und Berlin
KW 03 / 19 vom 23.01.2019 für den Zeitraum 14.01. – 18.01.2019

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte

Bei den Mandarinen überwogen die spanischen Artikel, insbesondere Clemenvilla. Diese verstärkten ihre Präsenz und überzeugten hinsichtlich ihres Geschmacks meist. Israelische Orri ließen bezüglich ihres Durchmessers und ihrer Ausfärbung keinerlei Wünsche offen. Ihre Unterbringung erfolgte trotz fester Forderungen seitens der Vertreiber recht stetig. Lediglich in Köln kam es zu Vergünstigungen. Die Türkei beteiligte sich vermehrt mit Nadorcott. Erste Minneola trafen in München und Berlin ein. Sie konnten mit ihrem Aroma aber nicht mit türkischen Murcott mithalten und generierten so nur wenig Beachtung. Aus der Türkei stammten Tacle, die insgesamt ergänzenden Charakter hatten. Die uneinheitliche Sortierung sowie Schalenfehler führten bei zyprischen Nova zu einem schwachen Interesse. Im Segment der Clementinen konnte vorrangig auf spanische Clemenules zugegriffen werden. Marokkanische Nour wurden mitunter flott platziert. Italienische Produkte mit Blatt komplettierten die Warenpalette. Im Bereich der Satsumas endete die türkische Kampagne. Generell verharrten die Notierungen in der Regel auf bisherigem Niveau, da der Bedarf problemlos gedeckt werden konnte. Bloß örtlich sanken die Bewertungen etwas ab.

Äpfel
Wie zu diesem Saisonzeitpunkt üblich dominierte Deutschland mit vielen Varietäten das Geschehen. Hauptsächlich gab es Elstar, Jonagold und Boskoop, abrundend Fuji, Cox Orange und Kanzi. Die Qualität stellte häufig zufrieden, allerdings waren Boskoop und Braeburn zunehmend mürbe, was den Verkaufsdruck erhöhte. Italienische und französische Partien wurden oftmals gelegt offeriert und begeisterten wegen ihrer Ausfärbung: Pink Lady, Granny Smith, Golden Delicious und Royal Gala konnten ohne Schwierigkeiten abgewickelt werden. Belgien schickte kleine Mengen von Braeburn. Die Niederlande sendeten Boskoop und Elstar. Summa summarum verliefen die Geschäfte unaufgeregt. Die Nachfrage wurde mit Leichtigkeit gedeckt. Die Preise veränderten sich dabei nur selten. In Hamburg versuchten die Händler, ihre Aufrufe anzuheben, was sie bei vereinzelten Chargen auch durchsetzen konnten.

Birnen
Italienische Abate Fetel und Santa Maria bildeten die Basis der Warenpalette und ihre Präsenz wuchs ein wenig an. Williams Christ gleicher Herkunft verloren hingegen an Bedeutung.

Tafeltrauben
Die Vermarktung verlief bei niedrigen Temperaturen meist ruhig. Verschiedentlich beeinträchtigten sehr günstige Rückkehrer aus dem LEH den Handel am Platz. Die Vertreiber mussten ihre Aufrufe häufig vermindern.

Orangen
Im Segment der Blondorangen konnte hauptsächlich auf spanische Navelina und türkische Washington Navel zugegriffen werden. Bei winterlichem Wetter gestaltete sich der Umschlag freundlich. Die Bewertungen blieben oftmals stabil.

Zitronen
Spanische Anlieferungen überwogen augenscheinlich vor türkischen. Das Interesse war durchaus zufriedenstellend. Die Preise entwickelten sich bei kontinuierlichen Geschäften uneinheitlich.

Bananen
Der Verkauf verlief, ganz der Jahreszeit entsprechend, in ruhigen Bahnen. Der Zugriff der Kunden fiel wegen der großen Bandbreite an fruchtig erfrischenden Zitrusalternativen in der Regel nicht sehr lebhaft aus.

Blumenkohl
Die Bereitstellung schränkte sich ein; diverse Herkünfte waren tageweise oder die komplette Woche an einzelnen Märkten nicht zu bekommen. Aufgrund der verringerten Verfügbarkeit zogen die Bewertungen an.

Salat
Beim Eissalat konnte ausschließlich auf spanische Artikel zugegriffen werden. Diese generierten aber nicht immer einen steten Zuspruch, sodass die Notierungen verschiedentlich abbröckelten.

Gurken
Im Segment der Schlangengurken dominierte Spanien. Die Bereitstellung begrenzte sich. Daher kam es zu Verteuerungen, die in der Regel bis zum Wochenende Bestand hatten.

Tomaten
Die Verfügbarkeit schränkte sich summa summarum ein. Die Nachfrage war zwar nicht besonders stark ausgeprägt, konnte indes dennoch nicht immer komplett befriedigt werden. Also zogen die Notierungen meist nach oben.

Gemüsepaprika
Spanische Chargen bildeten die Basis des Sortimentes, die Türkei und Marokko ergänzten es mit deutlich geringeren Anlieferungen. Die Bereitstellung dehnte sich ein wenig aus. Das Interesse blieb ruhig.

Informationen von den Großmärkten

Frankfurt

Reichlich vorrätige türkische Granatäpfel ließen sich flott platzieren. Schön ausgefärbte spanische Erdbeeren wurden in 250-g- und 400-g-Schalen gerne gekauft. Lose italienische grüne Kiwis vergünstigten sich. Die Preise von Auberginen kletterten auf bis zu 20,- € je 5-kg-Karton. Da die Ernte von deutschen und belgischen Möhren begrenzt ausfiel, mussten die Kunden tiefer in die Tasche greifen. Italienische lose Möhren komplettierten das Geschehen. Ab Donnerstag gab es türkischen Lauch in 10-kg-Säcken. Lauchzwiebeln aus Italien und Ägypten verteuerten sich. Die Forderungen bei Gemüsezwiebeln wurden einstandsbedingt ab der Wochenmitte merklich nach oben angepasst.

Hamburg

Die Preise von knappen spanischen Zucchini zogen auf bis zu 16,- € je 5-kg-Kollo und die von Auberginen auf bis zu 18,50 € je 5 kg an. Offerten anderer Herkunft verteuerten sich ebenso.

Köln

Kein Kommentar

München

Erste süditalienische Erdbeeren des Jahres zeigten sich nicht genügend entwickelt und durchgefärbt und hatten daher trotz extrem niedrigen Einstandes keine Absatzchancen gegenüber spanischen und ägyptischen Erzeugnissen. Bei abfallender Nachfrage nach Steinobst aus der südlichen Hemisphäre tendierten dessen Notierungen stark rückläufig. Das Interesse an Grapefruits und Ananas stieg indes an. Süd- und mittelamerikanische Honigmelonen sowie Cantaloupmelonen und Netzmelonen gab es in ausreichenden Mengen und sie vergünstigten sich. Wassermelonen ließen sich flott unterbringen. Italienischer Rucola verteuerte sich aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse kräftig. Auch die Bewertungen von Buschbohnen und Stangenbohnen sowie für Auberginen und Zucchini kletterten deutlich aufwärts. Die Preise von Lauch verharrten auf festem Niveau. Erster senegalesischer Zuckermais wies sehr hohe Eingangsforderungen auf. Die Aufrufe für italienischen Dill wurden von den Vertreibern angehoben. Etwas üppiger vorrätige italienische Petersilie verbilligte sich. Spanien lieferte Dill, Koriander, Minze und Petersilie.

Berlin

Spanische Auberginen waren weiterhin knapp und daher mit bis zu 20,- € je 5-kg-Karton recht teuer. Zucchini aus Spanien blieben begrenzt verfügbar und die Kunden mussten 3,- € je kg bezahlen. Ab Donnerstag kamen Importe von weißem Spargel aus Peru an den Fruchthof, dieser kostete mit 1,50 € je 500-g-Bund nicht viel und fand stetig Abnehmer.

Speisekartoffelmarkt KW 03/2019

Die Märkte waren ausreichend mit inländischer Lagerware versorgt, gleichwohl fiel die Bereitstellung nicht allzu üppig aus. Eine unaufgeregte Nachfrage sicherte für gewöhnlich ohne Schwierigkeiten stabile Preise. Oftmals stiegen jedoch die Einstände. Dies wurde seitens der Vertreiber an die Kundschaft mittels Verteuerungen weitergegeben. Deren Maß hielt sich freilich noch im Rahmen, da man die Abgabe nicht zusätzlich entschleunigen wollte. Verschiedentlich belebte sich der Verkauf ein wenig, was die vorgenommenen Preisanhebungen zweifelsohne stützte. Örtlich reduzierten sich die zugehenden Mengen von Kultivaren aus Moorbodenanbau. Die Importe von Speisefrühkartoffeln aus Zypern oszillierten fortlaufend auf einem niedrigen Niveau. Zum einen beruhte dies auf dem geringen Interesse, das sie wegen ihrer hohen Bewertungen hervorriefen. Zum anderen basierte es auf den witterungsbedingt eingeschränkten Anlieferungen. Die Notierungen von Annabelle und Spunta verharrten dabei in der Regel auf einem konstanten Level. Aufgrund der überschaubaren Zuflüsse bewegten sie sich manchmal auch aufwärts.

Anhang (externer Link)

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