Umsatzentwicklung erfährt leichten Dämpfer

Konjunktur
Im Dezember 2018 erwirtschaftete die deutsche Ernährungsindustrie einen Umsatz von 14,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sank er damit um 5,2 Prozent. Grund für diese Entwicklung war das Ausbleiben eines positiven Saisoneffekts im Inland. Im Vorjahresvergleich reduzierte sich der Absatz von verarbeiteten Lebensmitteln um insgesamt 5,7 Prozent. Folglich sank auch die Produktion innerhalb der Branche und der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex fiel um 3,5 Prozent. Auch das Exportgeschäft konnte die Umsätze nicht stützen. Die Unternehmen exportierten im Dezember Lebensmittel im Wert von 4,4 Milliarden Euro und damit 10,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Bereinigt um die Preise, war der Rückgang noch größer.

Agrarrohstoffmärkte
Die Preisentwicklung an den Agrarrohstoffmärkten ist das Ergebnis von Angebots- und Nachfrageschwankungen. Im Januar stieg der HWWI-Rohstoffindex nach einer Durststecke in den letzten Monaten erstmals wieder. Im Vergleich zum Vormonat erhöhte er sich um 1,5 Prozent und zum Vorjahr um 1,3 Prozent. Für die Lebensmittelhersteller ist die Rohstoffbeschaffung auf den internationalen Märkten ein zentraler Faktor, um eine ganzjährige Produktion mit Rohstoffen von höchster Qualität zu gewährleisten. Steigende Rohstoffkosten sind daher eine zusätzliche Belastung für die Unternehmen und wirken sich mittelfristig auch auf die Verbraucherpreise aus.

Ausblick: Geschäftsklima
Der monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Gestärkt durch einen kräftigen Aufschwung in der Bewertung der aktuellen Lage stieg das Geschäftsklima der Branche. Unterstützt wurde der Zuwachs zusätzlich durch positive Erwartungen an das Geschäft in den nächsten sechs Monaten. Bei den Auslandsgeschäften, Verkaufspreisen, Beschäftigten und Produktionsplänen der nächsten Monate erwarten die Unternehmen ebenfalls eine positive Entwicklung.

Konsumklima und Verbraucherpreis
Das GfK-Konsumklima setzt sich aus den Konjunkturerwartungen sowie den Einkommenserwartungen und der Anschaffungsneigung der Verbraucher zusammen. Während die Konjunkturerwartungen der Verbraucher weiter sanken, entwickelte sich das Konsumklima entgegengesetzt. Im Februar hellte sich das Klima um 0,3 Punkte zum Vormonat auf, wodurch ein Wert von 10,8 erreicht wurde. Besonders durch die internationalen Handelskonflikte und den Brexit fürchten die Verbraucher eine Rezession der Exportnation Deutschland.

Mit der anhaltenden Zuversicht hinsichtlich eines stabilen Arbeitsmarktes steht der Alltagsgenuss weiter im Fokus der Verbraucher. Das steigert den Absatz von höherwertigen, preisintensiveren Lebensmitteln. Im Januar 2019 erhöhten sich die Lebensmittelpreise um 0,2 Prozent zum Vormonat und 2,7 Prozent zum Vorjahr. Im den entsprechenden Vergleichszeiträumen erhöhten sich die allgemeinen Lebenshaltungskosten um 0,5 Prozent beziehungsweise 0,7 Prozent.

Grafiken: BVE

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