Gemüse lässt sich durch Bearbeitung auf verschiedene Weise haltbar machen; dies hat für den Verbraucher zudem den Vorteil, dass es bereits geputzt, gewaschen und zubereitet in den Verkehr kommt. Großen Anteil an den Gemüseerzeugnissen hat in Lake eingelegtes Gemüse, das üblicherweise im Glas angeboten wird.

(Auszug des Berichts) Das CVUA Stuttgart hat von Februar bis Oktober 2018 schwerpunktmäßig 71 Proben eingelegtes Gemüse auf seine Zusammensetzung, Zusatzstoffe sowie die Kennzeichnung näher untersucht. Dabei ergaben sich deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten hinsichtlich ihrer Nährwerte und verwendeter Zusatzstoffe. Für den Verbraucher lohnt sich daher ein Blick auf das Etikett.

71 Proben an eingelegten Gemüse

  • Gewürzgurken, Cornichons (14),
  • Rote Bete (13),
  • Mixed Pickles (10),
  • Paprika (8),
  • Silberzwiebeln (3),
  • Sonstige, wie Zucchini, Mais, Spargel, Sellerie, Pusztasalat (23)

Bei der Herstellung der Aufgussflüssigkeit („Lake“) werden meist Salz, Essig und Genusssäuren wie Citronensäure sowie das Antioxidationsmittel Ascorbinsäure zugesetzt, je nach Rezeptur auch Kräuter und Gewürze.

Fazit

Die Beanstandungsquote infolge von Kennzeichnungsmängeln liegt bei Gemüseerzeugnissen seit Jahren zwischen 7 und 10 %. Die vielen Gemüsesorten, die unterschiedlichen Zubereitungsformen und die Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und scharf ergeben eine große Vielfalt.

Ihre Zusammensetzung lässt sich mittels Zutatenverzeichnis und Nährwerttabelle gut einschätzen. Abgesehen von Säuerungsmitteln (Essigsäure, Citronensäure) und Antioxidationsmitteln (Ascorbinsäure) kommen die meisten Produkte ohne Zusatzstoffe aus. Falls diese dennoch verwendet werden, z.B. Süßstoffe, Konservierungsstoffe oder Schwefeldioxid, muss ihre Verwendung im Zutatenverzeichnis angegeben werden. Allergene Stoffe und Zutaten müssen hier sogar hervorgehoben sein. Für den Verbraucher lohnt sich daher ein Blick auf das Etikett.

Den kompletten Laborbericht finden Sie unter dieser Quelle: Eingelegtes Gemüse – sauer, süß oder salzig? Ein Bericht aus unserem Laboralltag, Autor: Dr. Gerhard Braun, CVUA-Stuttgart