Gruppenbild (v.li.): Jørgen Mikkelsen, Leonardo Pofferi, Tiina Linnainmaa, Ramon Armengol, Agnieszka Maliszewka, Bernard Ader, Thomas Memmert Quelle: COPA COGECA

Cogeca wählt neuen Präsidenten: Ramon Armengol übernimmt für die kommenden drei Jahre die Leitung des europäischen Verbandes der landwirtschaftlichen Genossenschaften.

2019 ist Wahljahr in Brüssel – Cogeca bildet dabei keine Ausnahme. Der europäische Verband der landwirtschaftlichen Genossenschaften hat heute einstimmig Ramon Armengol (Cooperativas Agroalimentarias de España) zum Präsidenten ernannt, welcher nun wenige Tage vor dem Amtsantritt der neuen Kommission die Leitung der landwirtschaftlichen Organisation übernehmen wird. Ramon Armengol wird den scheidenden schwedischen Präsidenten Thomas Magnusson (LRF) ersetzen.

Seinen Wahlsieg kommentierte Ramon Armengol mit den Worten:
„Diese Wahl zum Präsidenten von Cogeca ist eine große Ehre. Ich werde mich für die Förderung des Genossenschaftsmodells einsetzen, denn ich bin fest davon überzeugt, dass es zu den wirkungsvollsten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Instrumenten gehört, um dem europäischen Agrarsektors mit einer besseren Struktur zu versehen. Es ist eine Ehre, in die Fußstapfen Herrn Magnussons treten zu dürfen und ich hoffe, dass ich seine Arbeit in dieser heiklen Phase für die Zukunft der europäischen Landwirtschaft fortführen kann.“

Ramon Armengolhat für seine erste Amtszeit drei Prioritäten festgelegt: die Sicherung des Lebensunterhaltes der heutigen und zukünftigen Ladnwirt·inn·e·n, die Ernährung einer wachsenden Bevölkerung sowie den Ausbau von Klima- und Umweltmaßnahmen. Der neu gewählte Cogeca-Präsident betonte, dass diese dreifache Aufgabe eine große Herausforderung sei, da Eingriffe in einem Bereich zu einem Dominoeffekt mit Folgewirkungen für andere Bereiche führen könne.

Für Ramon Armengol sind die europäischen Agrargenossenschaften und deren Konsolidierung der Schlüssel bei der Stärkung der EU-Landwirtschaft, welche zu 96,2% aus Familienbetrieben besteht.

Wenn man die anstehenden politischen Entwicklungen bedenkt, ist die Unterstützung des Genossenschaftsmodells und die Förderung seines Wachstums von größter Bedeutung. Was wir von Seiten der EU brauchen ist eine solide Unterstützung und die Anerkennung unserer demokratischen Funktionsweise. Durch die Förderung der Zusammenarbeit unter Landwirten in den verschiedene Sektoren können politische Entscheidungsträger die Einkommen der Landwirte aufwerten, ihre Position in der Agrar-Lebensmittelkette stärken und unsere Wettbewerbsfähigkeit am Weltmarkt verbessern.

Ramon Armengol wird von sechs ebenfalls heute gewählten stellvertretenden Präsident·inn·e·n unterstützt: Agnieszka MALISZEWSKA (Federacja Branżowych Związków Producentów Rolnych, Poland), Tiina LINNAINMAA (Pellervo, Finland), Thomas MEMMERT (Deutscher Raiffeisenverband, Germany), Leonardo POFFERI (Alleanza delle Cooperative Italiane, Italy), Bernard ADER (COOP de France, France), and Jørgen MIKKELSEN (Landbrug & Fødevarer, Denmark).

Die Wahl fand im Rahmen eines intensiven zweitägigen Austausches zwischen Vertreter·inn·e·nder europäischen Agrargenossenschaften statt. In diesem Rahmen wurde auch das Cogeca Business Forum abgehalten. Bei dieser Veranstaltung wurde die maßgebliche Rolle von Agrargenossenschaften beim Erreichen wirtschaftlicher, umwelttechnischer und sozialer Zielsetzungen betont. Beiträge von Vertreter·inn·e·nder Vereinten Nationen, der Europäischen Kommission und der Agrargenossenschaften hoben die große Bedeutung von Agrargenossenschaften beim Erreichen der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung und der vom Hof zum Herd-Strategie hervor.

Zu diesem Anlass hat Cogeca eine umfassende Broschüre veröffentlicht, welche über 80 Beispiele aus der gesamten EU enthält, welche die Rolle von Genossenschaften beim Erreichen der Ziele der nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nationen darlegt.

M. Armengol und Magnusson Quelle: COPA COGECA