Copa und Cogeca mahnen zur Wachsamkeit, um Einführung der Schwarzfleckenkrankheit bei Zitrusfrüchten in die EU zu verhindern

Veröffentlicht am 22.02.2018 – Copa und Cogeca hatten ein Schreiben an die EU-Kommission gesandt, in dem sie dazu aufrufen, wachsam zu sein, um die Einführung der Schwarzfleckenkrankheit in die EU über Importe in diesem Jahr zu verhindern.

Copa-Cogeca-Generalsekretär Pekka Pesonen erklärte: „Jüngste Berichte zeigen, dass 2017 bereits 36 Fälle der Schwarzfleckenkrankheit bei Zitrusfrüchten an den Grenzen abgefangen worden sind, zwei Drittel davon kamen aus Südafrika. Dies entspricht im Vergleich zu 2016, als die EU die Regeln gelockert hatte, einem starken Anstieg. Dies läuft den im EU-Monitoring-Programm EUROPHYT festgelegten Zielen zuwider, welche den Schutz der EU gegen die Einführung neuer Schädlinge und Pflanzenkrankheiten vorsehen.“

Lässt die EU in diesem Jahr nicht größte Wachsamkeit walten, besteht das ernsthafte Risiko, dass die Krankheit in die EU gelangt. Die Schwarzfleckigkeit ist eine Krankheit, die es in Europa nicht gibt, und ihr Vorkommen könnte für den Zitrussektor in den Erzeugerländern, wo dieser Sektor sowohl eine große wirtschaftliche als auch soziale Bedeutung hat, katastrophale Folgen haben“, fügte Pesonen hinzu.

Auf Grundlage der Empfehlung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) legte die Entscheidung der EK 2014/422 fest, dass Kontrollen nach der sechsten Beanstandung im selben Jahr verstärkt werden müssen. Angesichts der zunehmenden Vorkommnisse rufen Copa und Cogeca die EU dazu auf, sich auf diese Entscheidung zu berufen und sicherzustellen, dass außerordentliche Maßnahmen ergriffen werden, wenn die Anzahl der Beanstandungen ein bestimmtes Maß übersteigt, und dass die Regeln verschärft werden.

(Schwarzfleckenkrankheit bei Zitrusfrüchten; CBS — citrus black spot disease)