Quelle: BPA/Kugler
Zum Höhepunkt der Apfelernte waren heute Apfel- und Blütenköniginnen verschiedener Anbauregionen Deutschlands zum traditionellen „Apfelkabinett“ im Kanzleramt zu Gast.

Am Rande der Kabinettsitzung haben die Apfel- und Blütenköniginnen gemeinsam mit der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, und Vertretern von Verbänden den Kabinettsmitgliedern Erntekörbe mit heimischen Apfelsorten überreicht. Darunter Elstar, Jonagold, Jonagored, Holsteiner Cox, Roter Boskoop und Grüner Boskoop. Von Seiten der Verbände wurden das Obst vom Präsidenten des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Franz-Josef Holzenkamp, und dem Geschäftsführer der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO), Dr. Christian Weseloh, übergeben. Die Apfelkönigin aus Mecklenburg-Vorpommern, Vanessa Balzer, überreichte den Apfelkorb an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Dazu erklärt Bundesministerin Klöckner: „Viele Landwirte haben in diesem trockenen Sommer gelitten. Die Trockenheit und die viele Sonne freut aber die heimischen Obstbauern: Sie erwarten nach dem mageren Ergebnis des vergangenen Jahres eine bessere Ernte. Das betrifft nicht nur die Menge der geernteten Äpfel, sondern auch die gute Qualität der deutschen Ernte. Die Verbraucherinnen und Verbraucher können sich also auf leckere Äpfel freuen.“

Hintergrund:

Seit 1976 findet regelmäßig im Herbst/Winter ein so genanntes „Apfelkabinett“ statt. Dabei übergibt der Bundeslandwirtschaftsminister bzw. die Bundeslandwirtschaftsministerin gemeinsam mit Apfelhoheiten aus den wichtigsten deutschen Anbaugebieten den Kabinettskolleginnen und -kollegen Körbe mit Äpfeln und Apfelprodukten aus heimischen Regionen.

Die organisatorische Betreuung des Termins übernimmt die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e.V. (BVEO) zusammen mit dem Bundeskanzleramt.

Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund 25 Kilogramm ist der Apfel die wichtigste heimische Obstart. Es gibt eine große Sortenvielfalt mit sehr unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Ab August sind die ersten Äpfel der Saison erntereif. Äpfel werden bis in den späten Oktober geerntet und weit bis in das nächste Jahr eingelagert. So sind Äpfel aus deutscher Erzeugung fast das ganze Jahr lang verfügbar.

Die Anbaufläche von Äpfeln ist über die letzten zehn Jahre relativ konstant geblieben: Sie liegt seit 2017 bei rund 34.000 Hektar. Dies entspricht über zwei Dritteln der Baumobstanbaufläche. Davon entfallen rund 28.300 Hektar auf die Erzeugung von Tafeläpfeln. Die wichtigsten deutschen Anbaugebiete für Äpfel liegen in BadenWürttemberg (Bodenseeregion) und in Niedersachsen („Altes Land“) sowie in Sachsen. Die Erträge werden 2018 sowohl im Marktobstanbau als auch bei Streuobstflächen weit über dem Vorjahresergebnis liegen, das durch die Frühjahrsfröste bestimmt war. Die deutsche Apfelernte im Marktobstanbau setzte mit den frühen Sorten bereits Ende Juli und damit etwa zwei Wochen früher als üblich ein. Die Ernte wird von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) auf rund 934.000 Tonnen (Vorjahr: 597.500 Tonnen) geschätzt.