Die Frischgemüse-Einkäufe der belgischen Privathaushalte sind im zurückliegenden Jahr 2018 auf 37,3 kg pro Person geschrumpft, das sind 800 g weniger als vor Jahresfrist. Aufgrund der Preissteigerung hat jeder Belgier im Schnitt hierfür 96,15 EUR aufgewendet und damit genauso viel wie im Vorjahr. Das geht aus den Zahlen hervor, die die Marktforschungsinstitute GfK Belgium und iVox im Auftrag von Flanderns Agrar-Marketing-Büro VLAM ermittelt haben. Der Außer-Haus-Verzehr wird in der Studie nicht berücksichtigt.

Nahezu alle belgischen Haushalte kaufen Frischgemüse, und zwar in der Regel 55 Mal im Jahr.

Die Tomate bleibt mit 5,7 kg/Kopf das beliebteste Gemüse der Belgier, gefolgt von Möhren mit 5,4 kg und Zwiebeln mit 4,1 kg. Kirschtomaten steigen weiterhin in der Gunst der Verbraucher. 40 Prozent des Tomatenumsatzes geht mittlerweile auf das Konto der Kirschtomaten. Während Krausendivien, Austernpilze, grüner Spargel und Rosenkohl öfter eingekauft wurden als vor Jahresfrist, landeten glatte Endivien, Staudensellerie, Wirsing sowie Grün- und Weißkohl nicht mehr so oft im Einkaufskorb.

Nach einigen Wachstumsjahren wurde der Anteil von vorverpacktem küchenfertigem Gemüse 2018 auf 3,5 kg/Person reduziert, ein Jahr zuvor waren es noch 3,7 kg. Neun Prozent der Mengen und 18 Prozent der Ausgaben beziehen sich auf dieses Segment.

Biogemüse erfreut sich mit einem Volumen von 2,2 kg/Person/Jahr zunehmender Beliebtheit im Königreich. 70 Prozent der Belgier greifen mindestens einmal jährlich auf Biogemüse zurück.

Der Frischobstverzehr der Privathaushaushalte ist im Vorjahresvergleich um fünf Prozent auf ein Rekordtief von 44,7 kg/Person gesunken. Weil Obst 6,5 Prozent teurer war als Jahresfrist, sind die Jahresausgaben um 1,5 Prozent auf 124,86 EUR/Person gestiegen. Nahezu jeder Belgier kauft mindestens einmal jährlich Obst. Die Kauffrequenz wird im Schnitt auf 51 Mal beziffert, d. h. dass der private Obstkorb wöchentlich aufgefüllt wird.

Die Hälfte der Belgier entscheidet sich mindestens einmal jährlich für Bioobst und auch hier ist, ähnlich wie bei Biogemüse, die Anzahl der Käufer leicht steigend.

Der Apfel wird 2018 mit einem jährlichen pro-Kopf-Verzehr von 7,3 kg erstmals von seinem angestammten ersten Platz als beliebteste Obstsorte verdrängt und von der Banane überholt, die es auf 7,8 kg/Person bringt. Der Birnenverkauf hat ebenfalls Federn gelassen. Mit einem Marktanteil von 75 Prozent bleibt die Conference aber der klare Favorit der Belgier. Erdbeeren büßten sowohl mengen- als auch umsatzmäßig ein. Auch Johannisbeeren, Feigen, Nektarinen, Pflaumen und Aprikosen wurden nicht mehr so häufig gekauft. Beerenobst steht weiterhin hoch im Kurs der Verbraucher. Stachelbeeren, Heidelbeeren, Avocado, Melonen und Himbeeren werden stets mehr nachgefragt.

48 Prozent der Frischobst- und -gemüsevolumen wurde in den DIS 1-Märkten (Hypermärkte und größere Supermärkte) gekauft. Damit bleiben diese Absatzkanäle die unangefochtene Nummer eins. Die Harddiscounter (Aldi und Lidl) stabilisieren sich bei einem Volumenanteil von 23 Prozent. 16 Prozent der Frischobst- und -gemüseeinkäufe gehen über die Kassen der Nachbarschaftssupermärkte.

Summa summarum werden 87 Prozent der Frischobst- und -gemüseeinkäufe im Supermarkt getätigt.

 



 

VLAM | Flanderns Agrar-Marketing-Büro

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