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Karottenmarkt im Gleichgewicht

Im Oktober wurde überwiegend bedarfsabhängig geerntet. Einlagerungen fanden schlussendlich vermehrt mit dem Absinken der Temperaturen am Monatsende statt. Die Andienung ging mit der konstanten Nachfrage einher. Der durchschnittliche Großhandelspreis für Karotten KLI, konventionell gewaschen, sortiert und verpackt wertete mit 0,48 EUR/kg, 6 % unter Vormonatsniveau. Mit dem Fortschreiten der Rodungen bestätigt sich immer mehr, dass die Erträge durch Mäusefraß doch stärker gemindert wurden als vermutet. Nichts desto trotz kann bei einer annähernd unveränderten Produktionsfläche zum Vorjahr (ca.1.800 ha) von einer durchschnittlichen Ernte (+/- 95.000 t) ausgegangen werden.

Zwiebelernte abgeschlossen

Die Zwiebelernte war mit Ende Oktober so gut wie abgeschlossen und die Vermarktung zeigte sich ruhig und stetig. Einlagerungsaktionen der Handelsketten bewegten dann und wann größere Mengen, wobei konditionsschwächere Partien zuerst den Weg zum Verbraucher fanden. Der Großhandelspreis für österreichische Zwiebel, alle Typen (gelb, rot, weiß) betrug durchschnittlich 0,34 EUR/kg und gab damit zum Vormonat um 5 % nach. Grenzüberschreitend wurde nach wie vor sehr überschaubar gehandelt. Hier sind vor allem große Zwiebeln gefragt. Durch die 6 %ige Ausweitung der Produktionsfläche 2019, ist mit einem leichten Anstieg der Bruttoerntemenge zu rechnen. Auch wenn die Kaliber heuer tendenziell kleiner ausfallen.

Stabile Erzeugerpreise bei Kartoffeln

Der Kartoffelmarkt präsentierte sich im Oktober ausgesprochen stabil. Aufgrund optimaler Rodebedingungen konnten die Erntearbeiten kontinuierlich und zügig zu Ende gebracht werden. Qualitätsbedingte Aussortierungen bewegten sich bis Dato im saisonüblichen Rahmen und niederösterreichische Landwirte waren, auch aufgrund des attraktiven Preisniveaus, durchaus abgabebereit. Die häufigsten Erzeugerpreise in Niederösterreich für festkochende Sorten notierten mit 25,00 EUR/dt nach wie vor unverändert zum Vormonat. Von größeren Exportaktivitäten wurde, ob des starken heimischen Preisniveaus, vorerst noch abgesehen.

Quelle: Marktbericht der AgrarMarkt Austria für den Bereich Obst und Gemüse | 10. Ausgabe vom 25. November 2019