Foto: Matthias Böckel

Assomela zieht eine Bilanz der Marktlage im Februar 2020 und der Produktions- und Exportprognosen für die südlichen Hemisphäre

Der Marketingausschuss der Assomela prüfte in der vergangene Woche die italienischen Bestände und die Marktlage sowie die Produktions- und Exportprognosen der südlichen Hemisphäre, die während der letzten WAPA-Sitzung in Berlin mitgeteilt wurden.

Wie bereits im Dezember war auch der Absatz im Januar 2020 mit fast 196.000 Tonnen recht lebhaft und übertraf damit den Durchschnitt des gleichen Zeitraums der letzten vier Saisons.

Bei allen Sorten gibt es eine perfekte Abstimmung zwischen dem Abbau der Lagerbestände und der Produktion. Bei Golden ist der Bestand der niedrigste der letzten zehn Saisons (ohne Januar 2018) und 15 % unter dem Durchschnitt, wobei die Verkäufe im Januar aufrechterhalten wurden. Gleiche Situation bei Red Delicious mit einem Lagerbestand von 100.000 Tonnen, 24% weniger als in der letzten Saison. Die Verkäufe von Gala im Januar verliefen wie in den Dekumulationsplänen geplant, ebenso wie bei Granny Smith, deren Bestände zu den niedrigsten der letzten Jahre gehörten und weniger als 54.000 Tonnen betrugen. Gute Performance auch für die Sorte Fuji, deren Bestände unter dem Durchschnitt der letzten Saisons liegen. Für alle anderen Sorten, insbesondere die Clubsorten, laufen die Verkaufspläne regelmäßig wie ursprünglich festgelegt.

Um die Dynamik des Marktes in den kommenden Monaten zu verstehen, ist es auch nützlich, die Produktionsprognosen der Länder der südlichen Hemisphäre zu beobachten, vor allem aber ihre Exportprognosen, vor allem natürlich nach Europa.

Auf der Produktionsebene dürfte die Produktion in den Ländern der südlichen Hemisphäre nach WAPA-Daten auf dem Niveau der Vorjahre liegen, d.h. etwas über 5 Millionen Tonnen. Die Gala bleibt die Hauptsorte mit einer erwarteten Ernte von fast 2 Millionen Tonnen, gefolgt von Fuji und Red Delicious.

Im Allgemeinen wird erwartet, dass die Ausfuhren mit fast 1,7 Millionen Tonnen stabil bleiben. Der große Unterschied zur Vergangenheit besteht jedoch darin, dass der Anteil der für Europa bestimmten Produkte, wie es seit einigen Jahren der Fall ist, voraussichtlich weiter sinken wird.

Wenn man also die aktuellen Bedingungen des nationalen Marktes bewertet und auch die Exportprognosen aus den Ländern der südlichen Hemisphäre berücksichtigt, bestehen gute Aussichten für italienische Äpfel sowohl in Italien als auch für den Export.

ASSOMELA ist der Verband italienischer Apfelproduzenten, der über seine Mitglieder etwa 80% der nationalen Apfelproduktion und 20% der europäischen Apfelproduktion vertritt.