AREFLH schlägt der Europäischen Kommission konkrete Maßnahmen nach der Frostperiode im April vor.

Am vergangenen Freitag, den 7. Mai, hat die AREFLH, die Versammlung der europäischen Gartenbauregionen, in einem Brief an den europäischen Agrarkommissar Janusz Wojciechowski um eine institutionelle Reaktion auf die sehr schweren Schäden im Obst- und Gemüsesektor nach der Frostepisode im vergangenen April gebeten.

Neben der Aktivierung der Krisenreserve, die in der Verordnung 1306/2013 vorgesehen ist, machte AREFLH die folgenden Vorschläge :

– Die Möglichkeit einer erhöhten Beihilfe für Ausgaben für Frostfreiheits- und Frostwarnsysteme (bis zu 80 % für diese Kategorie, gegenüber der derzeitigen Obergrenze von 50 % für die EU-Finanzhilfe, die in Artikel 34 Absatz 1 der Verordnung 1308/2013 festgelegt ist.

– Eine einheitliche Regelung, um in den Berechnungen der Betriebspläne der GMO für Obst und Gemüse 85% des Wertes der vermarkteten Produktion der betroffenen Kulturen im Falle von Ereignissen, die eine Wertminderung von mindestens 15% verursachen, zu garantieren.

– Die Einrichtung von Fonds auf Gegenseitigkeit mit dem Ziel, die durch Frost verursachten Schäden vorausschauend zu begrenzen.

Da alle AREFLH-Mitgliedsregionen von der Frostepisode stark betroffen waren, wollte der Verband die Sorgen seiner Erzeuger zum Ausdruck bringen und bei der Generaldirektion Landwirtschaft der Europäischen Kommission eine proaktive Rolle spielen, indem er diese spezifischen Vorschläge vorlegte, die den Landwirten gemäß der geltenden Gesetzgebung konkrete und rechtzeitige Hilfe bieten können.

Simona Caselli, Präsidentin der AREFLH

Simona Caselli, Präsidentin der AREFLH, erklärte: „Der Frost im vergangenen April hat alle AREFLH-Mitgliedsregionen in großem Ausmaß betroffen und sehr große Schäden verursacht. Wir bringen daher die Besorgnis unserer Erzeuger zum Ausdruck und haben beschlossen, bei der GD AGRI der Europäischen Kommission eine aktive Rolle einzunehmen und einige spezifische Vorschläge zu unterbreiten, von denen wir glauben, dass sie auf der Grundlage der geltenden Vorschriften konkrete und rechtzeitige Hilfe für die so schwer betroffenen Landwirte bringen können. Leider ist der Klimawandel eine Realität, die wir alle mit nachhaltigen, guten Praktiken und Innovationen bekämpfen wollen, aber er erfordert auch eine Anpassung der Instrumente, um die Erzeuger, deren Ernten so stark geschädigt wurden, effektiv zu unterstützen. Während wir auf die neuen GAP-Regeln warten, die derzeit in den Trilogen diskutiert werden, haben wir Kommissar Wojciechowski – der sich kürzlich auch für europäische Hilfen für die betroffenen Landwirte ausgesprochen hat – gebeten, ein sofortiges Signal an den Sektor zu geben, indem er alle bereits möglichen Unterstützungsmaßnahmen annimmt: Wir hoffen daher auf eine positive und zeitnahe Antwort auf unsere Vorschläge.“

Die AREFLH nutzt diese Gelegenheit, um ihr Vertrauen in eine schnelle und wirksame Antwort von Kommissar Wojciechowski und den Institutionen zu bekräftigen. Der Verband steht den Büros der Kommission weiterhin für jegliche Klärung oder Diskussion zur Verfügung und erwartet eine pünktliche Antwort auf seine Vorschläge, die dem Sektor helfen wird, diesen schwierigen Moment zu überwinden.

Quelle: AREFLH | www.areflh.org