Anstehende Veränderungen für den Schweizer Obstverband

Die Jahresrechnung des Schweizer Obstverbandes wurde zur Freude von Präsident Bruno Jud angenommen. Bild: LID/Schweizer Obstverband
(lid.chAn der 21. Delegiertenversammlung des Schweizer Obstverbandes standen die kommenden Herausforderungen im Zentrum. Die Entwicklung der Vision Obstbau 2031 soll Kräfte bündeln.

„Die kommenden Herausforderungen verlangen das volle Engagement von uns allen“, betonte Direktor Jimmy Mariéthoz in seiner Begrüßungsansprache zur Delegiertenversammlung, wie in der Medienmitteilung steht. Für ihn haben die Bündelung der Kräfte und die Stärkung der Position des Obstbaus oberste Priorität im laufenden Verbandsjahr, nebst der Umsetzung der Kampagne gegen die Pflanzenschutz-Initiativen. Weitere Aufgaben sind die Begleitung zur Umsetzung der Agrarpolitik 22+, die Revision der Pflanzengesundheitsverordnung und die Maßnahmen gegen den Feuerbrand sowie die Entwicklung einer Ernteversicherung.

Gründungsmitglied IG Zukunft Pflanzenschutz

Anfang 2019 gründeten fünf Verbände die IG Zukunft Pflanzenschutz. Gründungsmitglieder sind: der Schweizer Obstverband, der Verband Schweizer Gemüseproduzenten, JardinSuisse, die Swiss Convenience Food Association sowie swisspatat. Ihr Ziel ist es, die Interessen ihrer Mitglieder im Bereich Pflanzenschutz zu bündeln und diese gegenüber der Öffentlichkeit, den Medien, politischen Entscheidungsträgern und den Behörden zu vertreten.

Weiter positioniert sie sich – neben anderen Akteuren wie dem SBV – mit einer eigenständigen Position als Gegenpart zu den Initianten. Sie wird als Absender für die Kampagne aufgebaut und vertritt die Position ihrer Mitglieder im politischen Prozess. Der Zielausschuss wurde aus bestehenden Mitgliedern der Gründerorganisationen gebildet und wird geleitet von Jimmy Mariéthoz. Geschäftsführer der IG, Christian Schönbächler, präsentierte das Vorgehen und die ersten Maßnahmen anlässlich der DV.

Große Mengen verlangten zusätzliche Anstrengungen für die Vermarktung

„2018 war für die Obstbranche und für den Schweizer Obstverband ein bewegtes und ein reich befrachtetes Jahr. Wiederum waren und sind wir an vielen Fronten gefordert“, resümierte Präsident Bruno Jud. Die großen Mengen verlangten vor allem beim Mostobst und den Tafeläpfeln zusätzliche Anstrengungen für die Vermarktung. Der Apfel-Lagerbestand ist derzeit noch hoch. Zur Marktentlastung beim Mostobst waren die Mostereien bereit, die Reserven bei Birnen um 40 % und bei Äpfeln um 20 % zu erhöhen. Die Schweizer Brenner haben einen eigenen Verband gegründet und sind größtenteils beim SOV ausgetreten. Die statutarischen Geschäfte wurden Diskussionslos genehmigt. Iwan Hungerbühler, Augustin Mettler, Jürg Stacher und Werner Bosshard wurden für ihre große Arbeit verdankt und verabschiedet.