Foto: MESSE BOZEN AG/Marco Parisi

Vier Tage lang, von Donnerstag bis Sonntag, drehte sich in der Messe Bozen alles um die Landwirtschaft. Über 39.000 Besucher informierten sich bei den 450 Ausstellern aus dem In- und Ausland über Marktneuheiten und besuchten die Tierschau am Wochenende. 

Die 26. Agrialp ist gestern Abend mit über 39.000 Besuchern zu Ende gegangen und entsprach damit dem anhaltend starken Trend der vergangenen vier Auflagen. Nach einem verhaltenen Auftakt am Donnerstag wurden die Aussteller an den folgenden drei Tagen von den vielen Landwirtsfamilien aber auch vielen Interessierten der nicht bäuerlichen Bevölkerung schier überrannt. Damit ist eine weitere äußerst erfolgreiche Auflage einer der traditionsreichsten und besucherstärksten Veranstaltungen von Messe Bozen bereits wieder Geschichte.

„Auch heuer hat sich Agrialp wieder als wichtiger Termin für alle in der alpenländischen Landwirtschaft Tätigen erwiesen. Wir sind mit dem Ergebnis der diesjährigen Auflage sehr zufrieden, auch weil das Interesse vonseiten der Besucher aus den Nachbarregionen stetig steigt“, erklärt Thomas Mur, Direktor der Messe Bozen.

Die zukünftigen Herausforderungen für die Landwirtschaft sind zahlreich und deshalb hat sich Messe Bozen gemeinsam ihren Partnern dazu bewogen, der Direktvermarktung von landwirtschaftlichen Produkten einen größeren Raum im Rahmen der Agrialp zu geben. Mit dem eigenen Sektor „Agridirect“, bei dem sich rund 50 Aussteller auf einem Viertelhektar den vielen Interessierten präsentierten, sollte auch ein kleiner Beitrag für eine zukunftsfähige Landwirtschaft gegeben werden.

Die Highlights der diesjährigen Auflage der weitum bekannten alpenländischen Landwirtschaftsschau waren wieder sehr abwechslungsreich: Angefangen beim Programm auf der Aktionsbühne des Südtiroler Bauernbundes, das mit Diskussionen, Präsentationen und Schauevents unterhielt, bis hin zur vielgeliebten Tierschau, bei der sich die Vielfalt der Südtiroler Tierzucht in einzigartiger und geballter Form vorstellte. Besonders interessant für die tausenden Besucher waren heuer die präsentierten Innovationen, vom mobilen und automatisierten Hühnerstall bis hin zum funkgesteuerten und für extreme Hanglagen ausgelegten Geräteträger mit Hybridantrieb.

Auch die 450 teilnehmenden Firmen waren mit dem Verlauf der Messe sehr zufrieden. Unter ihnen der neue Direktor der landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft Südtirol, Klaus Gasser: „Agrialp ist zweifellos die wichtigste Landwirtschaftsmesse der Alpen und für uns ein absolutes Highlight: Wir haben die Möglichkeit, alle unsere Kunden zu treffen und sie zu beraten. Im Allgemeinen hat man den Eindruck, dass die Besucher sehr gut informiert und vor allem an Neuheiten und Innovationen interessiert sind. Unser Feedback ist daher absolut positiv!“

Auch Gerhard Pernter von der Werbeagentur Effekt! zeigt sich sehr erfreut: „Für uns war es das erste Mal auf der Agrialp, oder besser gesagt bei der Fachausstellung für Direktvermarkter, Agridirect, und unser Eindruck von der Messe ist wirklich sehr gut. Uns war es wichtig, präsent zu sein und uns potenziellen Kunden vorstellen zu können: Ich bin sicher, dass diese vier Messetage einen positiven Effekt auf unser Geschäft haben werden.“

Lorenzo Maggioni von Kuhn Italia erklärte: „Dies ist das vierte Mal, dass wir zusammen mit unseren lokalen Partnern auf die Agrialp kommen: Es ist eine Messe, auf der wir uns sehr wohl fühlen und an der wir gerne teilnehmen. Wir präsentieren hier unsere Maschinen für alpine Verhältnisse. Das Publikum ist sehr unterschiedlich, vor allem viele junge Landwirte sind uns aufgefallen – das freut uns besonders!“

Altaussteller Albert Weifner von der Baumschule Nischler erklärt seine Treue zu Agrialp: „Unser Unternehmen wurde vor 31 Jahren gegründet und wir sind seit damals auf der Agrialp präsent. Es ist immer ein wichtiger Moment für uns, neue Klienten zu finden oder Stammkunden zu treffen, die nach Neuheiten suchen. Ich persönlich mag die Agrialp sehr, weil sie alle Aspekte der heimischen Landwirtschaft vereint, ohne sich auf einen im Besonderen zu konzentrieren, und so die Vielfalt unseres Landes widerspiegelt.“

Der nächste Pflichttermin für die heimische Landwirtschaft ist die internationale Fachmesse für Anbau, Lagerung und Vermarktung des Apfels, Interpoma, vom 19. bis 21. November 2020.